Europe Lab 2018: Workshop "Wie kann die Zivilgesellschaft helfen, territoriale Konflikte in Europa zu überwinden?", 28.-31. Juli, Piteşti, Rumänien |

Das diesjährige Forum für junge Fachkräfte „Europe Lab“ des EU-Russland- Zivilgesellschaftsforums (CSF) findet vom 28.-31. Juli 2018 im rumänischen Piteşti statt. Der DRA als Mitgründer und Partner des Forums trägt dazu dieses Jahr einen der vier mehrtägigen Workshops bei, sein Thema ist leider von wachsender Brisanz: „Wie kann die Zivilgesellschaft helfen, territoriale Konflikte in Europa zu überwinden?“ Die anderen drei Workshops befassen sich mit der Verbindung von Gedenken, lokalen Gemeinschaften und Darstellenden Künsten (Koordination: Michail Kaluzhskij), Genderdiskursen (Bianca Constantin) und Menschenrechtsbildung in der Krise der Demokratie (Marta Gawinek-Dagargulia).

Die Bezugspunkte des DRA-Workshops (Leitung: Yuliya Erner/Anna Osypova) sind aktuelle territoriale Konflikte in verschiedenen Regionen und persönliche Lebens- und Arbeitserfahrungen in Konfliktgesellschaften Europas. Die Teilnehmer/innen sind eingeladen, darüber zu reflektieren, wie der Anspruch auf Selbstbestimmung von Völkern und Volksgruppen immer wieder als Ressource im politischen Machtkampf instrumentalisiert wird und welche Formen zivilgesellschaftlichen Engagements geeignet scheinen, um die soziale Fragmentierung entlang der Konfliktlinien zu überwinden und eine Eskalation solcher Konflikte zu verhindern.

Eingeladen zur Bewerbung um die Teilnahme am Europe Lab sind berufstätige junge Erwachsene im Alter von 25-35 Jahren aus der EU, anderen europäischen Ländern und Russland, die in Unternehmen, Staatsverwaltung, Hochschulwesen, dem zivilgesellschaftlichen Sektor, Forschungseinrichtungen o.ä. arbeiten. Das Forum zielt auf Vernetzung und internationalen Gedankenaustausch, die Diskussion über aktuelle europäische Themen und die Entwicklung grenzüberschreitender Projekte.

Die besten während des Forums entwickelten Projekte können gefördert werden. Neben der Teilnahme an einem thematischen Workshop erwartet die 60 Teilnehmer/innen ein vielfältiges Programm. Die Arbeitssprache ist Englisch. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular HIER. Bewerbungsfrist ist der 28. April 2018.

„Europe Lab“ geht zurück auf das 2012 vom damals noch unabhängigen GULag-Museum Perm36 (s.u.) sowie den Organisationen MitOst, IGA Perm, DRA und CSF im Rahmen des zivilgesellschaftlichen Forums „Pilorama“ gegründete „PiloramaLab“. In Fortführung von dessen Grundgedanken – der Aufarbeitung von Geschichte als eine Voraussetzung für ein demokratisches Gemeinwesen – wurde auch für das „Europe Lab 2018“ (Koordination: Barbara Bernsmeyer) mit Piteşti ein Ort gewählt, der das Gedenken an Haftunrecht während des Sozialismus aufrecht erhält (hier speziell des berüchtigten „Piteşti-Experiments“, siehe HIER). „Europe Lab“ wird 2018 von der EU, der Oak- und der Robert Bosch Stiftung gefördert.

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