DRA Newsletter September 2005


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) Europäischer Austausch gGmbH gegründet

Der Deutsch-Russische Austausch e.V. hat in diesem Sommer als Konsequenz aus seiner erfolgreichen Arbeit bei der Förderung von Nichtregierungsorganisationen in der Russischen Föderation, der Ukraine und Belarus die gemeinnützige GmbH "Europäischer Austausch" gegründet. Ziel des Europäischen Austauschs gGmbH ist es, Nichtregierungsorganisationen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und in den neuen Nachbarstaaten der erweiterten EU in ihrer Arbeit zu fördern und dadurch zur Verankerung von Rechtsstaatlichkeit, sozialer Sicherheit und zum Schutz der Menschen- und Bürgerrechte in Europa und seinen Nachbarstaaten beizutragen. Der Deutsch-Russische Austausch e.V. wird sich mit seinen Büros in Berlin und St. Petersburg auch weiterhin für die Vertiefung der zivilgesellschaftlichen Kontakte zwischen Deutschland und Russland und die Förderung von demokratischen Entwicklungen in Russland einsetzen. Die Geschäftsstelle des Europäischen Austauschs gGmbH befindet sich bis weiteres in der Brunnenstrasse 181, 10119 Berlin.

2) In die Schule, zum Zivildienst – nach Sankt Petersburg!

Erstmals hat der DRA in Kooperation mit AFS Deutschland sieben Schülerinnen und sechs Zivildienstleistende nach Sankt Petersburg vermittelt. Die Zivildienstleistenden arbeiten dort in sozialen Projekten verschiedener NGOs mit; untergebracht sind sie In Wohngemeinschaften zusammen mit anderen deutschen Freiwilligen und russischen Studierenden. Die Schülerinnen wohnen in Gastfamilien und werden ein Jahr lang verschiedene Petersburger Schulen besuchen, Russisch lernen und in den Alltag der Stadt eintauchen. Beide Gruppen treffen sich regelmäßig zu einem Sprachkurs und zu verschiedenen kulturellen, sozialen und politischen Aktivitäten. Im Oktober wird die Gruppe durch einen Freiwilligen ergänzt, der ein Soziales Jahr in Sankt Petersburg leisten wird. Bereits im August brachen umgekehrt auch sieben russische SchülerInnen zu einem Austauschjahr in verschiedene deutsche Städte auf.

3) DRA-Schulungen unterstützen bei Betreuung ehemaliger NS-Opfer

Vom 17.-23.10. findet in Kiew der letzte von drei Projektmanagement-Workshops statt, die der DRA im Rahmen des Förderprogramms "Psychosoziale und medizinische Betreuung von ehemaligen NS-Opfern" der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" organisierte. Die Teilnehmer_innen sind Mitarbeiter_innen von Organisationen, die in Russland, der Ukraine, Estland, Polen und Belarus ehemalige NS-Opfern betreuen. In erfreulich positiven Rückmeldungen lobten sie den praktischen Nutzen und die professionelle Durchführung der bisherigen Veranstaltungen. Zugleich machten die Teilnehmenden ihr großes Interesse an der Erarbeitung langfristiger Perspektiven für die eigene Tätigkeit und für Kooperationen untereinander deutlich. Mit der Durchführung des Abschluss-Workshops ist erneut das deutsch-ukrainische Trainerteam Jochen Töpfer und Bohdan Maslych beauftragt. Zeitweise wird mit Elke Braun außerdem eine Vertreterin der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" zugegen sein.

4) Politische Bildung I: Welche Themen bewegen die DRA-Freiwilligen?

Seit rund einem Monat sind erneut zehn vom DRA vermittelte Freiwillige aus Moldowa, Russland und der Ukraine in verschiedenen Berliner NGOs tätig. Ihr Freiwilligendienst wird wie immer von einem Programm zur politischen Bildung begleitet, das in diesem Jahr mit finanzieller Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin durchgeführt wird. Die aktive Mitgestaltung der Inhalte durch die Freiwilligen ist stets ein Grundprinzip. Zusätzlich zu den Schwerpunktthemen des aktuellen Austauschprogramms – Civic Education/politische Bildung, HIV/Aids und Unterstützung für Menschen mit Behinderung - wünschen sie sich dieses Mal eine Auseinandersetzung mit folgenden Fragen und Wissensgebieten: Dritter Sektor, Geschichte und politisches System Deutschlands, interkulturelles Lernen, Globalisierung, Medien. Angeboten werden auch Ortstermine; bisher hat die Gruppe der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Dokumentationszentrum Berliner Mauer Besuche abgestattet.

5) Politische Bildung II: Neues "Osteuropa"-Heft der DGO mit DRA-Beitrag

"Europa bilden. Politische Bildung zwischen Ost und West": So heißt das neueste Themenheft der von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde herausgegebenen Zeitschrift "Osteuropa". Die 21 Beiträge fragen danach, wie die politische Bildung im bewegten vergangenen Jahrzehnt auf die Neuordnung des alten "Westens" und des ehemaligen "Ostens" reagiert hat, welche Erfahrungen sie sammeln konnte und welche Ziele sie sich heute setzt. Unter dem Titel: "Die Zivilgesellschaft stärken – Der Deutsch-Russische Austausch" beschreiben die DRA-Projektleiter Stephan Malerius und Eveline Odermatt die Arbeit des Vereins, seinen Bezug zum Thema und als konkretes Beispiel die Bildungsarbeit der DRA-Freiwilligenagentur einschließlich der Schwierigkeiten und Chancen, die das Programm für die Freiwilligen in Berlin und St. Petersburg mit sich bringt. Das Themenheft umfasst 256 Seiten und ist für 15 Euro erhältlich.