Russland

Fast 30 Jahre einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Menschen und Partnerorganisationen haben einen erheblichen Beitrag zu den umfangreichen deutsch-russischen Beziehungen geleistet. Vom persönlichen Austausch und zahlreichen Projekten über ein Schüleraustausch- und Freiwilligenprogramm bis hin zu Konferenzen und Studienreisen auf höchster politischer Ebene reichte der langjährige Erfahrungsschatz des DRA. In Zeiten politischer Spannungen wurden diese Zusammenarbeit und der beständige Dialog wichtiger denn je. Wir arbeiteten mit der russischen Zivilgesellschaft in den Bereichen Sozialsysteme, Bildung, Demokratieentwicklung, Menschenrechte, Journalismus, NGO-Entwicklung und Migration/Integration. Wir unterstützten aber auch Behörden und Wirtschaftsvertreter:innen, so u.a. zu ökologischen Nachhaltigkeitsstrategien. So konnten wir einen wichtigen Beitrag für friedliche Beziehungen zwischen und innerhalb unserer Gesellschaften leisten.

Am 26. Mai 2021 jedoch wurde der DRA unter absurden Anschuldigungen von der russischen Generalstaatsanwaltschaft zu einer in Russland „unerwünschten Organisation“ erklärt. Die gesamte Projektarbeit des DRA in Russland und jede Kooperation mit dortigen Partnerorganisationen oder auch Einzelpersonen musste sofort abgebrochen werden.

In einer Stellungnahme zu dem Verbot (nachzulesen hier) erklärte der DRA seine Entschlossenheit, seine Arbeit „in Deutschland und den mittel- und osteuropäischen Ländern […] fortsetzen und auch weiter vielen Menschen eine Stimme geben [zu wollen] - auch aus und zu Russland“, und unterstrich: „Wir sind überzeugt, dass diese Kräfte stärker sein werden als die Einschränkungen und Barrieren, die einige wenige verhängen können unter Missachtung der Interessen ihrer eigenen Bevölkerung und der internationalen, gutnachbarlichen Beziehungen.“