DRA Newsletter Oktober 2015


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) Kommentar zum Bundeshaushalt 2016 und zum Neuanlauf im Petersburger Dialog: Zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Osteuropa kann zur Deeskalation beitragen

Die 224 Toten des Flugzeugabsturzes in Ägypten rufen den Wert des Lebens erneut überdeutlich in Erinnerung - an vielen Ort scheint es derzeit gefährdeter denn je. Sollten die Passagiere tatsächlich Opfer eines Terroranschlags sein, vergrößern sie die Zahl jener, die unschuldig starben durch die aktuelle Spirale aus extremistischer und diktatorischer Gewalt sowie militärischen Invasionen. Die Eskalation in Europa und im Nahen Osten, gespeist aus dem Beharren auf Unrechtspositionen, Machtpolitik, Geschichtsklitterung, Wiederaufrüstung und verbaler Konfrontation, geht weiter. Vor diesem Hintergrund entscheidet nächste Woche der Bundestag über die Förderung der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit mit der Ukraine, den anderen Ländern der Östlichen Partnerschaft und ggf. Russland und tagte am 22./23. Oktober in Potsdam nach einjähriger Pause wieder der deutsch-russische "Petersburger Dialog". Beides, das Förderprogramm und das Tagungsformat, könnten einige kleine Mosaiksteine liefern für eine mittel- und langfristige Überwindung der Rechts- und Vertrauenskrise in Europa - aber nur, wenn sie richtig aufsetzt werden. Worauf kommt es an? Der Bundeshaushaltsentwurf für 2016 enthält derzeit 14 Millionen Euro für das Zivilgesellschaftsprogramm mit der Östlichen Partnerschaft - viel Geld, sicher. Aber wie wenig, gemessen an den zusätzlichen Militärausgaben, die allein schon der Ukraine-Krieg ausgelöst hat, und an den Aufbauleistungen, die die Ukraine und ihre Nachbarn schultern müssen? Und wie wenig ist es, gemessen an den vielen Toten? Dieser Krieg ist auch eine Folge auch der Kurzsichtigkeit, bis 2013 viel zu wenig mit dieser Region zusammengearbeitet zu haben. Jetzt braucht das Programm Nachhaltigkeit, am besten in einer für Jahrzehnte institutionalisierten Form. Es muss zu einem Neuaufbau von Rechtsstaat, sozialem Zusammenhalt und Engagement, Informations- und Diskursfreiheit, Bildungs- und Aufklärungsstandards beitragen, in der Ukraine wie den anderen Ländern. Es muss ihnen Freunde, Unterstützer, Experten aus der Bundesrepublik und der EU bringen, eine Community schaffen helfen, die ihnen verbunden bleibt, wenn die politische Konjunktur schon wieder wechselt. Es muss auch Anknüpfungspunkte schaffen für mehr Bürgerkontakte dieser Länder mit der russischen Gesellschaft (was das Förderprogramm 2015 bewusst ermöglichte). Die aktuelle Überlegung im Bundestag aber, aus dem Programm für 2016 auch die russische Zivilgesellschaft zu unterstützen, greift viel zu kurz. Natürlich ist auch eine solche Hilfe und Kooperation nötig. Dafür jedoch bedarf es eines eigenständigen Programms oder zumindest einer erheblichen Aufstockung der Gelder für das bisherige. Sonst nämlich wird faktisch die Unterstützung für die Ukraine und die Länder der Östlichen Partnerschaft gekürzt - in der Sache eine fatale Wiederholung alter Fehler und politisch ein unverantwortliches Signal in einer Situation, da die Verhältnisse in der Ukraine, Moldau, Georgien, Belarus, Armenien und erst recht Aserbaidschan instabil sind und fern von funktionierenden Demokratien. Und in der die russische Führung ihren autoritären und expansiven Druck gegen diese Länder nicht mindert. Wie stark diese Haltung bei russischen Regierungsvertretern weiter dominiert, war beim Petersburger Dialog (PD) in Potsdam zu erleben. Die harten Diskussionen sowie ersten Reformen auf deutscher Seite nach der Absage des Jahrestreffens 2014 haben sich in Potsdam deutlich als nützlich erwiesen. Erstmals war die Debatte tatsächlich offen und kamen so auch die heftigen Diskrepanzen zur Sprache, die zwischen beiden Gesellschaften - und auch in ihnen - existieren. Wie ganz am Ende der konservative Duma-Abgeordnete Vjatscheslav Nikonov mit zum Teil unhaltbaren Behauptungen und Falschinformationen auftrat und wie Viktor Subkov, der russische PD-Vorsitzende, Gazprom-Chef und frühere Premierminister, doch noch einen Eklat auslöste, in dem er ungebremst, rüde und unreflektiert den ganzen Ärger von Teilen der russischen Führungsschicht über die Zurückweisung ihrer Art von postsowjetischer Politik herauspolterte - das zeigte, dass dieser Teil der russischen Elite unverändert inakzeptable Regeländerungen und Sonderrechte beansprucht. Perspektivisch wird sich die russische Gesellschaft und Führung überlegen müssen, ob sie sich tatsächlich von solchen Vertretern international repräsentieren lassen möchte. Es änderte nichts daran, dass im Petersburger Dialog ein Anfang gemacht scheint für sinnvolle Diskussionen und gemeinsame Arbeit zumindest der 90 Prozent anderen Teilnehmer_innen, sofern die Reformen auf deutscher Seite fortgesetzt werden - inklusive einer Unabhängigkeit der PD-Geschäftsstelle - und sofern die russische Seite diese Änderungen zumindest konstruktiv akzeptiert. Der Eklat in Potsdam zeigt, dass grundsätzliche Differenzen viel zu lange umgangen wurden. Deeskalation durch die Zivilgesellschaften heißt, Probleme beharrlich zu benennen, gemeinsam zu bearbeiten und Schritt für Schritt zu lösen. (Eine längere Fassung des Kommentars finden Sie unter www.austausch.org

2) Am 12.11., Tucholsky-Buchhandlung Berlin: Lesung von Isaak Babels "Geschichten aus Odessa" mit der Übersetzerin der Neuausgabe Bettina Kaibach

Wie eng in der Ostukraine russische, ukrainische und jüdische Traditionen miteinander verwoben sind, darüber hat der Schriftsteller Isaak Babel in seinen "Geschichten aus Odessa" über die Schwarzmeerstadt Zeugnis abgelegt. Es sind zum Teil harte Erzählungen aus den Bürgerkriegsjahren nach der Oktoberrevolution. Die Heidelberger Slawistin Bettina Kaibach hat diese und alle weiteren Erzählungen des markanten, 1940 unter Stalin ermordeten Schriftstellers neu übersetzt und in Kombination mit Peter Urbans Übersetzung von Babels Roman "Die Reiterarmee" veröffentlicht. Die Neuausgabe sorgte bei ihrem Erscheinen Ende 2014 vor dem Hintergrund des unerwarteten Krieges in der Ukraine, aber auch wegen ihrer ungewöhnlich lebendigen Sprache für großes Aufsehen. Am 12. November, 20 Uhr, stellt Bettina Kaibach Babels Erzählungen in der Tucholsky-Buchhandlung in Berlin-Mitte vor, in einer von Marta Kirschner (DRA) organisierten Lesung. Der Abend gibt auch Einblick in die Vorgeschichte jener Stadt, die heute so dicht am militärischen Konfliktgebiet zwischen den ukrainischen Truppen und den von der russischen Regierung unterstützten Separatisten in der Südostukraine liegt und in der sich viele Einwohner_innen offenbar selbst hin- und hergerissen sehen wegen der verschiedenen Wurzeln in ihrem Leben. Ort: 10117 Berlin, Tucholskystr. 47 (Tel. + 49 (0) 30 2757 7663). Eintritt 5 EUR, ermäßigt 3 EUR. Mehr Informationen siehe www.austausch.org. Hinweise zum Buch und Rezensionen siehe auch bei Perlentaucher und bei der Forum-Edition der Universität Heidelberg.

3) Anmeldeschluss 13.11.! Die \"Deutsch-Russischen Herbstgespräche\" am 20./21.11. fragen, was Europa noch eint - György Dalos, Natalia Gevorkian und weitere renommierte Gäste erwartet

Renommierte Politolog_innen, Soziolog_innen, Schriftsteller_innen und Philosoph_innen, Journalist_innen und aktive Vertreter_innen der Zivilgesellschaft aus Deutschland, Russland, der Ukraine, Polen und Ungarn treffen sich am 20./21. November zur Konferenz "20. Deutsch-Russische Herbstgespräche" in Berlin, um in öffentlichen Diskussionen mögliche Entwicklungsmodelle für ein gemeinsames Europa und Auswege aus den aktuellen Krisen auf dem Kontinent zu erkunden. Wie sind die aktuellen Nationalismen zu verstehen und evtl. zu überwinden, was kann die Zivilgesellschaft gegen das derzeit rasante Auseinanderdriften in Europa tun, wie weit sind bilaterale deutsch-russische Formate noch tauglich zur Lösung europäischer Fragen? Zu diesen und weiteren Fragen treten u.a. die Politolog_innen Georgiy Bovt (Moskau), Oleksandr Sushko (Kiev), Hans-Henning Schröder und Sabine Fischer (Berlin) miteinander in Austausch. Der prominente russische Autor und Theaterregisseur Jevgenij Grishkovets (Kaliningrad) hat eigens für die Herbstgespräche eine Videobotschaft gesandt, in der er seine Sicht auf das heutige Europa erklärt. Gemeinsam mit Gesellschaftsforscher_innen wie Bettina Westle (Marburg), Andrey Andreev (Moskau), Tatiana Zhurzhenko (Wien) und Elena Omelchenko (St. Petersburg) sollen die Hintergründe der verschiedenen Europa-Wahrnehmungen diskutiert werden. Besonders freuen wir uns auch auf das Gespräch am Samstagvormittag mit der russischen Publizistin Natalia Gevorkyan (Paris), der Gründerin des "European Democracy Lab" Ulrike Guérot und dem ungarischen Autoren und Träger des Leipziger Buchpreises György Dalos (beide Berlin). Den Abschluss bildet eine Debatte zu Handlungsoptionen einer vereinten europäischen Zivilgesellschaft. Wir laden Sie herzlich dazu ein, an der Tagung und den Diskussionen teilzunehmen. Erforderlich ist dafür eine Anmeldung bei der Evangelischen Akademie zu Berlin, dem Partner der "Herbstgespräche\" (siehe HIER). Die Konferenz beginnt am Freitag, 20. November, 13.30 Uhr, und endet am Samstag, 21. November, um 12.30 Uhr. Ort: Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt, Berlin. Für die Konferenzgäste gibt es am Freitagabend einen Jubiläumsempfang. Nähere Informationen zum Programm und allen Panelist_innen siehe unsere Website www.austausch.org. Unterstützt werden die "Herbstgespräche\" auch in diesem Jahr von der Heinrich-Böll-Stiftung, der ZEIT-Stiftung und der Bundeszentrale für Politische Bildung.

4) Osteuropa-Forum vom 4.-11.11.2015 in Dresden, Cottbus und Zielona Gora über den "Wandel in Erinnerung" - Workshop für russisch-polnisch-deutsche Projektkooperationen mit dem DRA

25 Jahre Wiedervereinigung sind der Anlass für dieses trilaterale Forum unter dem Titel "Wandel in Erinnerung", das die Zeit nach der Perestroika, der Gewerkschaft Solidarnosc und dem Mauerfall erkundet und fragt, wie die Wahrnehmung der Vergangenheit die der Gegenwart und aktueller Entwicklungen bestimmt. Dabei könnte die Erinnerung an die 90er Jahre in Russland, Polen und Deutschland kaum verschiedener sein - bedeuten sie Freiheitsgewinn oder Zusammenbruch, Traum oder die Erfüllung eines Traums? Am 4./5. November startete das Forum im Rahmen des 25. FilmFestivals Cottbus, u.a. mit einer Multimediaausstellung über die Vorstellungen von Lenin ("Rethinking the Image") und einer Debatte zur Erinnerung an die 90er. Dazu gibt es mehrere Filme mit Autorengesprächen sowie Musik aus Osteuropa, die am 6. November in Zielona Gora (Polen) Station machten. Das Programm in Dresden vom 7.-11. November widmete sich nicht zuletzt dem spezifischen, schwierigen Gedenken an den II. Weltkrieg und die DDR in der Stadt und mündet in eine Podiumsdiskussion über die Erinnerung in Dresden und seinen Partnerstädten Breslau und Petersburg. Am 8. November fand, moderiert vom DRA-Geschäftsführer Stefan Melle, ein Projektlabor mit Dresdner Vereinen und Instituten statt, die mit Polen und Russland arbeiten und hier erstmals zusammen kommen, um über gemeinsame Interessen und Vorhaben im Rahmen der Städtepartnerschaften mit Breslau und Petersburg zu beraten. Weitere Interessenten aus der Stadt für das Projektlabor können sich noch bei der Kulturmanagerin Cornelia Reichel (Uljanovsk/Dresden, siehe HIER) anmelden, die das gesamte Programm des Forums initiiert und für MitOst e.V. vorbereitet hat (Kontakt: cornelia.reichel@kulturmanager.net). Genauere Informationen zum Programm siehe auf der Website www.wandel-in-erinnerung.de und auf Facebook.

5) EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum startet neue Projektperiode - Ausschreibung zur Kooperation der Mitglieder veröffentlicht

Mit einem Förderwettbewerb für gemeinsame Projekte seiner Mitgliedsorganisationen hat das EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum (CSF) einen neuen Projektzeitraum gestartet (siehe HIER. Bis Februar 2018 wird das Forum, dessen Sekretariat bis dahin noch einmal der DRA betreut, erneut von der EU-Kommission und weiteren Förderern in seiner Tätigkeit finanziell unterstützt. Dem Forum gehören derzeit 150 NGOs und Bürgerinitiativen an. Deren gemeinsame thematische Arbeit, öffentliche Positionierung und gegenseitige Unterstützung steht im Mittelpunkt des geplanten Engagements des Forums. Fortsetzen wird das CSF auch erfolgreiche Sonderformate wie das Programm Rechtsdialog, das "Forum für junge Fachleute EuropeLab", das aus dem "PiloramaLaboratorium" in Perm36 hervorging, oder die Rundtisch-Treffen für Stiftungen und andere Unterstützer zivilgesellschaftlicher Akteure. Neu hinzu kommen u.a. mehrere Publikationen und eine internetgestützte "E-Corner" zu Sachfragen der NGO-Praxis. Vom 6.-9. Dezember findet in Budapest die diesjährige Generalversammlung des CSF statt, für das bereits mehr als 200 Anmeldungen von Mitglieds-NGOs und Beobachter_innen vorliegen (Programm siehe HIER. Zudem steht das CSF in regelmäßigem Kontakt zu anderen zivilgesellschaftlichen Plattformen in Europa, wie der an die OSZE angelehnten Civic Solidarity Platform (www.civicsolidarity.org), dem Präsidentenrat für Zivilgesellschaft unter Michail Fedotov (www.president-sovet.ru), dem Komitee für Bürgerinitiativen von Aleksej Kudrin (www.komitetgi.ru) und dem NGO-Schwarzmeerforum (www.blackseango.org), das heute und morgen im georgischen Tbilisi mit Beteiligung des CSF stattfindet.

6) Flüchtlinge Willkommen - über das Engagement europäischer Bürger: Diskussion des EU-Russia-Civil Society Forums zum Internationalen Tag für Toleranz am 16.11., Berlin-Kulturbrauerei

Obwohl die Flüchtlingsströme in die EU drastisch gewachsen sind, fehlt eine politische Lösung weiter. Die Probleme lösten eine zunehmend feindliche Rhetorik gegenüber Flüchtlingen aus. Zugleich begannen Bürger europaweit, selbst Hilfe zu leisten - durch die Lebensmittelversorgung und Übersetzung von Info-Blättern, juristische Unterstützung oder Bildungsangebote bis zur Aufnahme in der Flüchtlinge in die eigene Familie. Am 16. November, dem Internationalen Tag für Toleranz, treffen sich von 18-21 Uhr auf Einladung des EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums (CSF) VertreterInnen europäischer Graswurzelinitiativen, Flüchtlinge, weitere zivilgesellschaftliche Akteure, Fachleute und andere Interessierte in Berlin zu der Diskussion "Flüchtlinge Willkommen: Europäische Bürger im Einsatz". Gemeinsam mit dem Publikum werden sie Antworten auf folgende Fragen suchen: Welche Aktivitäten zur Flüchtlingshilfe "von unten" gibt es in den europäischen Ländern? Wie kooperieren sie, welche Probleme behindern ihre Arbeit? Was sagt die Flüchtlingskrise über den Inhalt und Stellenwert europäischer Werte und der Menschenrechte und -freiheiten? Was sollte in Europa wie den Herkunftsländern getan werden, um die Flüchtlingskrise zu lösen? Wie können Behörden und Zivilgesellschaft kooperieren? Wie können ähnliche Krisen künftig vermieden werden? Teilnehmer_innen sind Julia Eriksson Pogorzelska (Rechtsberaterin, Schwedische Agentur für Migration, Stockholm), Nora Hauptmann (Koordinatorin für NGO-Angelegenheiten der Kiron University für Flüchtlinge, Berlin), Julija Kranjec (Zentrum für Friedensstudien, Koordinatorin der "Willkommen"-Initiative, Zagreb), Rossi Nkamani (Geflüchteter aus Kamerun, kam über das Mittelmeer in die EU, Berlin), Zsuzsanna Zsohár (Pressesprecherin, Budapest, Ungarn). Es moderiert Ralph du Long, Mitglied des CSF-Koordinationsrates und Rechtsanwalt bei UNITED for Intercultural Action (Amsterdam). Die Veranstaltung in der Literaturwerkstatt der Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, 10435 Berlin, wird simultan Englisch/Deutsch gedolmetscht. Kontakt und Anmeldung: Sergei Tereshenkov, Senior Coordinator für Öffentlichkeitsarbeit des CSF, E-Mail: tereshenkov@eu-russia-csf.org, Tel. +49 (0) 30 4466 8014.

7) DRA-Projekt "Mapping a Generation" auf Konferenz zur Politischen Bildung in Thessaloniki -Einfluss der Transformationszeit auf die Engagementbereitschaft untersucht

Mit dem Netzwerk-Projekt "Mapping a Generation in Transition" (www.transition-dialogue.com) beteiligte sich der DRA vom 22. bis 24. Oktober in Thessaloniki/Griechenland an der Konferenz "'Us' and 'Them' - Citizenship Education in an interdependent World" ("'Wir' und 'sie' - Politische Bildung in einer vernetzten Welt", www.nece.eu). Dort trafen sich ca. 350 Vertreter aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Bildung, Wissenschaft und Kultur aus über 30 Ländern. "Wie können Menschen dazu motiviert werden, ein Motor für Veränderungen in Übergangsgesellschaften zu werden?", lautete die Leitfrage des Workshops von Olena Pravylo (Congress of Cultural Activists, Kiew), Mandy Schulze, Dörte Grimm (beide Perspektive3, Berlin) und Christine Wetzel (DRA e.V.). Dazu präsentierten sie Beispiele ihrer Arbeit aus der Ukraine wie der ostdeutschen Lausitz und diskutierten mit den Teilnehmer_innen, unter welchen Bedingungen Menschen in gesellschaftlichen Umbruchphasen bereit sind, sich dauerhaft für die Entwicklung ihrer Gemeinde oder eines gesellschaftlichen Bereiches zu engagieren. Die Beispiele und Ergebnisse finden Sie im Projekt-Blog www.transition-dialogue.com). Im zweiten Workshop "Anderssein in den Augen der Transformationsgeneration" präsentierten Louisa Slavkova (NGO Sofia Platform), Rafaela Tripalo (Znanje na djelu, Zagreb) und Olena Pravylo die vorläufigen Ergebnisse einer Befragung in mehreren Ländern Süd- und Osteuropas. Dabei untersuchen sie - aus Anlass der Diskussion um den Umgang mit Geflüchteten in Europa -, welchen Einfluss die Erlebnisse in den gesellschaftlichen Umbrüchen der 90er Jahre darauf haben, wie Menschen ein "Anderssein" wahrnehmen (die Dokumentation folgt in Kürze). Die genannten Referentinnen sind Teil des Netzwerks "Mapping A Generation in Transition". Das vom DRA koordinierte Projekt vergleicht Transformationserfahrungen in Mittel-, Ost- und Südeuropa, um zu verstehen, wie diese heute auf zivilgesellschaftliches Engagement fortwirken. Das Projekt wird von der Bundeszentrale für Politische Bildung gefördert.

8) Dreijähriges Programm "EU-Study-Weeks" mit Seminar in Wladiwostok beendet - zufriedenen Student_innen standen nationalistische Demonstranten gegenüber

Mit einem Seminar in Vladivostok vom 2.-4. Oktober endete das dreijährige Programm der "EU-Study-Weeks", die der DRA (Berlin und St. Petersburg) seit Ende 2012 im Auftrag der EU-Delegation Moskau organisiert hat - und erstmals in der 18-jährigen Geschichte der Seminarreihe machte sie Halt im Fernen Osten Russlands. Für den DRA war es die 21. Study Week insgesamt und die 12. im Rahmen des aktuellen Programms. In diesen drei Jahren erstreckte sich ihr Radius von Pjatigorsk im Kaukasus bis nach Moskau, Ekaterinburg, Nishnij Novgorod, von Irkutsk am Baikal bis nach Vilnius in Litauen; rund 350 Studierende und Absolvent_innen der russischen Universitäten nahmen teil. Das Hauptthema - das Verhältnis Russland-EU - hat sie auf verschiedene Weise interessiert, je nach Region und eigenen Außenkontakten zuvor. Parallel zur Verschlechterung der Beziehungen EU-Russland kamen Student_innen, die sich nicht einfach dafür interessierten, sondern die gerade angesichts dieser Anspannung besorgt waren und in informeller Atmosphäre mit den Expert_innen aus Russland und zahlreichen Ländern der EU, aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien, Zivilgesellschaft und Kultur diskutieren wollten. Während 2013 noch viele Debatten die Euro-Krise, die grenzüberschreitende Kooperation, Migration, Visa- und Energiepolitik und andere längerfristige Herausforderungen betrafen, kam 2014 der Ukraine-Krieg hinzu - bis 2015 das EU-Russland-Verhältnis zur Schlüsselfrage wurde. Der unermüdliche Versuch des Seminarteams um Aigul Sembaeva, Elena Belokurova und Elena Razumovskaya, die Konfliktlagen vielseitig und vielstimmig zu bearbeiten, wurde von den Teilnehmer_innen unverändert hoch geschätzt. Die äußeren Umstände für die Seminare aber wurden schwieriger. Erstmals im Frühjahr 2015 wurde ein Seminar in Kostroma kurzzeitig von zwei schweigsamen "Aktivisten" belagert - und deren Aktion von Journalisten der Stadt verbreitet. In Wladiwostok stellten sich an zwei Tagen hintereinander Mitglieder der rechtsradikalen "Nationalen Befreiungsbewegung" (NOD) auf der Straße auf, die damit die "Souveränität Russlands" verteidigen wollten - gefilmt vom Regionalfernsehen, das die EU-Study-Week für eine US-Propaganda-Veranstaltung hielt und in 5 Minuten Sendezeit rund zehn faktische Fehler unterbrachte. Ein solches Verhältnis zwischen den Gesellschaften Russlands und der EU kann keine der Seiten brauchen. Daher wird es in den nächsten Jahren um die Wiederverbesserung dieser Beziehungen gehen - und weitere Seminare der EU-Study Weeks könnten dazu durchaus beitragen. Mehr Informationen zum Programm siehe www.eu-studyweeks.ru.

9) DRA / RNEI bei Deutsch-Russischen Umwelttagen in Kaliningrad: Region birgt großes Potential für erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit ist Thema für neue Lernformen

Am 22./23. Oktober 2015 fanden in Kaliningrad zum zwölften Mal die Deutsch-Russischen Umwelttage statt. Auf Einladung des Umweltbundesamtes Dessau und der Regierung des Kaliningrader Gebietes tauschten sich Fachleute beider Länder und vor allem aus der Region aus, um über aktuelle Entwicklungen und mögliche Kooperationsfelder zu sprechen. Im Fokus standen Bereiche wie Ökotourismus, Naturschutz und aktuelle Energietechnologien. Der DRA war durch Judith Kiss, Leiterin des Umwelt- und Klimaschutzprogramms, als Referentin in der AG "Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltinformation" vertreten (siehe www.rnei.de. Die AG erörterte insbesondere, wie zivilgesellschaftliche Akteure und Verwaltung in der Umweltinformation zusammenarbeiten können. Während in Deutschland die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit seit langem ausprobiert wird, scheint dies in Russland noch eher der einseitige Wunsch von Teilen der Gesellschaft zu sein. Die Kaliningrader Gebietsverwaltung möchte zwar das Verhältnis zur Gesellschaft verbessern, sieht sich aber selbst nicht in der Rolle, dies durch Neugestaltung von Vorschriften und Verfahren hin zu mehr Partnerschaft voranzubringen. Deutlich wurde außerdem, dass das Thema nachhaltige Entwicklung - jenseits der reinen Umweltbildung - in die Lernwelt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen integriert und im Kontext verschiedener Gesellschaftsbereiche (Kultur, Umwelt, Wirtschaft, Soziales) von der lokalen bis zur globalen Ebene betrachtet werden sollte. Dazu schlug Prof. Ute Stoltenberg, Nachhaltigkeitsforscherin der Leuphana Universität Lüneburg siehe neue Lernformen vor: Statt Nachhaltigkeit in bestehende Lehrfächer zu integrieren, sollten reale Gegenstände unserer Welt Teil des Unterrichts werden. So könnten globale Kreisläufe anhand eines Frühstücks über Fakten aus Biologie, Geografie, Wirtschaft, Politik etc. verständlich gemacht werden - und dies bereits in der Kita. Die Experten der AG "Aktuelle Technologien zur Energieeinsparung und zu erneuerbaren Energien" attestierten dem Kaliningrader Gebiet erstaunlicherweise ein immenses Potential für Erneuerbare Energien und daher eine sehr gute Basis für eine bilaterale Zusammenarbeit auf diesem Feld. Weitere Infos beim Umweltbundesamt sowie auf der RNEI-Webseite. Die Klima- und Umweltarbeit des DRA wird von Brot für die Welt unterstützt.

10) RNEI St. Petersburg: Vortrag auf dem OSZE-Umwelttreffen in Wien sowie Mitveranstalter von russischen Konferenzen zur Stadtökologie, Bürgerbeteiligung und zum UN-Klimagipfel

Seit September 2015 hat das Russisch-Deutsche Büro für Umweltinformation (RNEI, St. Petersburg) mehrere Tagungen mitveranstaltet: Vom 23-25. September lud RNEI Expert_innen aus mehreren russischen Regionen ein zur Konferenz "Ökologie der Städte Russlands - gesellschaftliche Initiativen", zu der unter Leitung der Umwelt-NGO "Bellona" insgesamt 180 Umweltschützer_Innen aus mehr als 50 Regionen des Landes kamen. Die RNEI-Direktorin Angelina Davydova moderierte mehrere Sektionen, darunter die Präsentation des Jahresberichts zu Umweltrecht-Verstößen in Russland, zu dessen Redaktion sie gehört. Zudem leitete Angelina Davydova einen Workshop zu Formaten des Umweltjournalismus für Journalist_innen, Blogger_innen und Umweltaktivist_innen. Am 20. Oktober hielt die RNEI-Direktorin auf der OSZE-Tagung "Umsetzung der Wirtschafts- und Umweltdimension" in Wien einen Vortrag zum Thema "Rolle des Journalismus bei der Stärkung einer transparenten Umweltpolitik". Am 27./28. Oktober war RNEI Mitorganisator der Konferenz "Klima und Energie - Lösungen für die Zukunft" für russische NGOs, die zu den Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und neue Energien aktiv sind. Koordiniert von der "Russischen Sozial-Ökologischen Union" und der NGO "Freunde der Ostsee", erörterten mehr als 70 Vertreter_innen aus über 30 Regionen die russische Klima- und Energiepolitik und erarbeiten eine Konsensposition zum UN-Klimaschutzgipfel im Dezember in Paris. Eine weitere von RNEI unterstützte Fachtagung widmete sich am 29. Oktober den Perspektiven einer grünen Wirtschaft in Russland, Hauptveranstalter waren die Hochschule für Wirtschaft (HSE), Moskau, und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Zentrum der Debatten standen u.a. der Einfluss des Klimawandels auf die Lebensqualität und die Suche nach einer Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Zum Kontext gehörte auf der Tagung auch der Austausch in Bezug auf soziales Unternehmertum sowie auf Nachhaltigkeit in Konsum, Abfallwirtschaft und umweltgerechtem Verkehr (z.B. Fahrrad- und Elektroverkehrsinfrastruktur) in Großstädten.

11) DRA-Projekt "Mehr bewegen!": 3.600 Kinder- und Jugendliche nahmen an erster Jugendwahl in der Ukraine teil - Programm in der Verchovna Rada vorgestellt

Im Rahmen des DRA-Projektes "Mehr bewegen!" zur politischen Jugendbildung in der Ukraine fanden am 17. Oktober erstmals in der Ukraine Jugendwahlen unter dem Titel "M18" (Molozhe 18 - Unter 18) statt. M18 ist die Adaption der "U18"-Wahlen, die bereits seit 1987 in Deutschland organisiert werden. Beide stehen dafür, Kindern und Jugendlichen, die noch nicht wahlberechtigt sind, die Möglichkeit zu geben, ihrer politischen Meinung Ausdruck zu verleihen und sich dabei mit politischen Themen, Parteien, Politiker_innen und dem Wahlverfahren zu befassen. Das Interesse war riesengroß: Gleich ca. 3.600 Kinder und Jugendliche in 20 Wahlbezirken der Projektstädte Kiew, Irpin und Saporoshje nahmen an der Jugendwahl teil. Sie ging kurz vor der offiziellen Kommunalwahl in der Ukraine am 25. Oktober vonstatten und wurde durch regionale Wettbewerbe, z.B. zum kreativen Entwerfen von Wahlplakaten und -urnen oder durch Workshops zum Thema Wahlen ("Wie lasse ich mich bei meiner Wahlentscheidung nicht manipulieren!") begleitet. An Info-Ständen erhielten die Familien der Jugendlichen Auskunft über das Projekt und seine Ziele und die Jugendlichen Informationen zu den jeweiligen lokalen Bürgermeisterkandidat_innen. Mit Begeisterung nutzten viele die Gelegenheit, auf Flipcharts Forderungen festzuhalten, die den Bürgermeistern der Städte später übergeben werden sollen. Neben Forderungen zu den Bereichen Soziales und Infrastruktur erhoben sie immer wieder die ganz grundsätzliche "Hört auf uns zu ignorieren!". Vor den Jugendwahlen vom 9.-11. Oktober waren im Rahmen des Projekts Vertreter_innen lokaler NGOs aus der politischen Jugendbildung geschult worden. Am 12. Oktober wurde das Jugendwahl-Projekt im ukrainischen Parlament, der Verchovna Rada, vorgestellt. Eine Zusammenstellung der Ergebnisse und der Medienberichte findet sich auf der Website von M18 und demnächst auch auf der DRA-Projektseite "Mehr bewegen!"). Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Agentur für Entwicklung der Bildungspolitik (AEPD, Kiew). Beide berichten in einem Radiobeitrag über das Projekt. Gefördert wird es aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin. Genauere Informationen zu den Methoden und auch einigen lokalen Herausforderungen des Projekts finden Sie auf der Website des DRA.

12) Ukraineprojekte: Schulungen zu Antidiskriminierung und Integration von Binnenvertriebenen

Ende Oktober fanden in Kiew die Aufbauseminare der zwei Schulungsreihen "Strategien gegen Vorurteile und Diskriminierungen" und "Commmunity Development als ein Instrument zur Integration von Binnenvertriebenen" statt. Zentraler Bestandteil des zweiten Blocks der Schulung zum Community Development war ein Austausch- und Vernetzungstreffen mit zwei Kolleg_innen aus der Flüchtlingsarbeit aus dem Kaukasus: einer Mitarbeiterin der armenischen Caritas und einem Mitarbeiter des georgischen ,Danish Refugee Council'. Mit den zwei genannten Schulungen sind insgesamt fünf der sechs Schulungsreihen des DRA-Projektes "Kriegsfolgen gemeinsam überwinden" abgeschlossen. Der zweite Teil der Seminarreihe "Ankerpunkte inmitten von Veränderungen - Forum-Theater als künstlerische Methode für die Arbeit mit Binnenvertriebenen" findet vom 3.-8.11.2015 in Lychen (Uckermark) statt. Das im Rahmen dieser Schulung erarbeitete Theaterstück ist bei der öffentlichen Veranstaltung im Haus der Demokratie und Menschenrechte am 10.11.2015 um 19.30 zu sehen, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen. Detaillierte Infos zu den Projektmaßnahmen sowie zu den aktuellen Projektereignissen finden Sie HIER und HIER Das Projekt "Kriegsfolgen gemeinsam überwinden" führt der DRA gemeinsam mit Krim-SOS (Kiew) durch. Es wird vom Auswärtigen Amt gefördert.

13) Ausschreibung bis 15.11.: "Vorurteile ins Abseits - ein deutsch-russisches Jugendprojekt gegen Antiziganismus" - DRA, Aspe und Deti Peterburga als Partner von Memorial Deutschland

Ihr seid 16 bis 19 Jahre alt, habt Lust, in die Geschichte zu schauen, um die Gegenwart zu verstehen, wolltet schon immer mal nach Russland und interessiert Euch dafür, wie Eure peers in St. Petersburg mit Diskriminierung umgehen? Dann bewerbt Euch jetzt für eine Jugendbegegnung in Berlin und St. Petersburg zum Thema Antiziganismus! Euch erwartet eine spannende Auseinandersetzung mit der Frage: Warum werden manche Gruppen überhaupt diskriminiert? Wie können wir dem wirkungsvoll begegnen? Woher kommen unsere Vorurteile, Klischees und Mythen über Sinti und Roma? Ihr besucht Gedenkstätten der Verfolgung von Sinti und Roma, führt Interviews mit Zeitzeugen in Berlin und St. Petersburg und sprecht mit Politikern, die in Eurer Stadt für das Zusammenleben mit den unterschiedlichsten Minderheiten verantwortlich sind. Ihr gestaltet eine Radiosendung, lernt von zivilgesellschaftlichen Organisationen in beiden Städten deren Projekte gegen Diskriminierung kennen, erfahrt, wie Ihr Euch selbst engagieren könnt, nehmt an einer Podiumsdiskussion in der Humboldt-Universität zu Berlin teil und, und, und... Eure Erfahrungen und die Ergebnisse Eurer Recherchen stellt Ihr auf eine gemeinsame Website. Teilnehmende sind je 10 Jugendliche aus Berlin und St. Petersburg, dazu vier Teamer. Die Hin-Begegnung ist vom 30. Januar bis 5. Februar 2016 in Berlin geplant, die Rückbegegnung vom 20. bis 26. März 2016 in St. Petersburg. Kosten: 120 EUR für das gesamte Programm inkl. Reisekosten. Bewerbung per Anmeldebogen (auf www.memorial.demarit.cremer@memorial.de. Fragen unter Tel. 0151-51728431. Partner von Memorial Deutschland sind die Petersburger NGO Deti Peterburga, der Berliner Jugendhilfeträger AspE e.V. mit seinem Rroma-/Südosteuropa-Schwerpunkt (www.aspe-berlin.de) sowie der DRA. Das Projekt wird vom Programm "Europeans for Peace" der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) gefördert.

14) DRA sucht Ehrenamtliche für Übersetzungen Deutsch-Russisch, Russisch-Deutsch sowie für Englisch und Ukrainisch zur Unterstützung der DRA-Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit

Projektarbeit macht Arbeit - und vielfältige, engagierte Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit Osteuropa lässt bei uns immer wieder die Notwendigkeit von Übersetzungen entstehen: mal für die Website, Facebook, den Newsletter und andere Öffentlichkeitsarbeit des DRA, mal für die Projektkommunikation, für Einladungen, Konzepte, Programme, Veranstaltungsankündigungen, Ausschreibungen und Verträge. Und immer mal wieder können die DRA-Mitarbeiter_Innen das allein nicht schaffen oder wir merken, dass wir mehr erreichen könnten, wenn wir noch Unterstützung hätten. Darum sucht der DRA interessierte, sprachgenaue und zuverlässige Ehrenamtliche mit Faible für NGO-Arbeit und internationale Kooperation für eine fallweise oder regelmäßige Zusammenarbeit auf möglichst langfristiger Basis. Wir freuen uns auf kurze Zuschriften mit Angaben zu den angebotenen Sprachen für das Übersetzen, evtl. zur Verfügbarkeit sowie der Motivation an die Email-Adresse assistenz@austausch.org. Wir bieten Kontakt zu einem spannenden Arbeitsfeld, wichtigen gemeinnützigen Aktivitäten und einem freundschaftlichen Team, da Vorzugsbedingungen bei Veranstaltungen des DRA. Vielen Dank schon jetzt! Die Mitarbeiter_innen des DRA. Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins siehe www.austausch.org sowie bei www.facebook.com/draberlin.

15) Bis 27.11. bewerben: Praktikum als Projektassistenz beim DRA ab 15. Februar 2016 für 3 Monate

Ab dem 15. Februar 2016 besetzt der DRA eine Praktikumsstelle als Projektassistenz in Vollzeit (39h) für 3 Monate in seinem Berliner Büro. Thematische Schwerpunkte des Praktikums sind die Zusammenarbeit mit russischen und anderen europäischen Nichtregierungsorganisationen, die Entwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und die Büroführung. Zu den Tätigkeiten gehören u.a. die Unterstützung der Projektentwicklung und -begleitung (Antragstellung, Projektdurchführung, Abrechnung und Berichterstattung), die Kommunikation mit Partnern in Deutschland, Russland, Ukraine und weiteren Ländern, Recherchen, Zuarbeiten zu Analysen, Übersetzungen, die Mitarbeit in der Veranstaltungsorganisation und verschiedenen Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit, die Unterstützung der Geschäftsführung und allgemeine Bürotätigkeiten. Erwartet werden ein intensives Interesse an Russland und Osteuropa sowie an politischen und sozialen Fragen in Europa, an der Arbeit von NGOs und internationaler Zusammenarbeit, gute PC-Kenntnisse (Word, Excel), sehr gute Deutsch- und Russisch- sowie möglichst Englischkenntnisse, gute kommunikative Fähigkeiten und Offenheit, selbstständiges Arbeiten. Die ausführliche Stellenausschreibung finden Sie HIER.