DRA Newsletter Oktober 2005


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) Belarus: DRA begrüßt Einigung der Opposition auf gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten

Auf einem Kongress der demokratischen Kräfte, der am 1./2.10. in Minsk stattfand, wurde Alexander Milinkievich zum gemeinsamen Kandidaten der Opposition bei den Präsidentschaftswahlen in Belarus gewählt, die voraussichtlich nächstes Jahr im Juli stattfinden werden. Der DRA arbeitet seit 2001 mit Milinkievich und der von ihm geleiteten (und inzwischen verbotenen) NGO Ratusha zusammen. Im vergangenen Jahr entwickelte der DRA in Kooperation mit Milinkievich und zwei weiteren unabhängigen Organisationen in Grodno und Brest ein Projekt zur Einrichtung europäischer Informationszentren in den westlichen Regionen von Belarus. Das Vorhaben wurde von der EU bewilligt, konnte allerdings aufgrund der ungeklärten Registrierung in Belarus noch nicht beginnen. Der DRA hofft, dass Milinkievich als Oppositionskandidat auch von den bislang zurückhaltend auftretenden westeuropäischen Regierungen innerhalb der EU anerkannt wird und dass vor allem auch die deutsche Bundesregierung, den Dialog mit Milinkievich suchen wird.

2) Deutsch-russische Herbstgespräche zu Russlands Aussenpolitik

Die 10. Deutsch-Russischen Herbstgespräche zum Thema „Abschied vom Imperium - Russland und seine westlichen und südlichen Nachbarn“ finden in diesem Jahr eintägig am Freitag, dem 18.11. in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Berlin statt. Die Diskussion mit ExpertInnen aus Deutschland und Russland beginnt um 16 Uhr. Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung des DRA, der Evangelischen Akademie und der Heinrich Böll Stiftung. Im Anschluss lädt die Stiftung Deutsch-Russischer Austausch zu ihrem Jahresempfang ein. Wegen begrenzter Platzzahl wird dringend um Anmeldung unter assistenz@austausch.org gebeten.

3) DRA-Freiwilligenagentur fördert Kompetenzaustausch zu HIV/AIDS

In den GUS-Staaten steigt – bei weitgehend restriktiver Politik der Behörden und fehlender Aufklärung - die Zahl der von HIV und AIDS betroffenen Menschen in den letzten Jahren dramatisch an. Gleichzeitig kommt es auch in Teilen Westeuropas wieder vermehrt zu Neuinfektionen. Als östlichste und bevölkerungsreichste deutsche Großstadt ist Berlin von dieser Entwicklung besonders betroffen. Von den HIV-Infizierten unter den hier lebenden osteuropäischen MigrantInnen kennen und nutzen nur wenige die vorhandenen Hilfsangebote. Vor diesem Hintergrund werden von November 2005 bis April 2006 drei vom DRA vermittelte russische Freiwillige mit Förderung durch das EU-Programm JUGEND in einschlägigen Berliner Einrichtungen mitarbeiten. Die Aufnahmeorganisationen werden von den sprachlichen und fachlichen Kenntnissen der Freiwilligen profitieren, während diesen umgekehrt die hier gesammelten Erfahrungen in ihrem Heimatland von Nutzen sein werden.

4) Kiewer Gespräche als neues Forum des Dialogs mit der Ukraine

Vom 11.-13.11. finden in Berlin die ersten Kiewer Gespräche statt. Das neu eingerichtete deutsch-ukrainische Dialogforum für Persönlichkeiten aus Zivilgesellschaft und Politik unter der Schirmherrschaft von Volker Rühe und Katrin Göring-Eckardt ist eine gemeinsame Initiative des neu gegründeten Europäischen Austauschs und der Robert Bosch Stiftung. Es wird in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und der Deutschen Welle organisiert. Auf mehreren Podien werden ReferentInnen aus der Ukraine und Deutschland sowie Gäste aus Polen, Russland und Belarus zum Thema „Bürgergesellschaft und politischer Umbruch“ diskutieren. Die öffentliche Auftaktveranstaltung findet am 11.11. um 16 Uhr in der Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung in der Bismarckstraße 71 (Berlin) statt (weitere Informationen).

5) DRA St. Petersburg beteiligte sich an internationaler Bildungsmesse

Erstmals hat der DRA Petersburg auf der jährlichen Petersburger Messe für internationale Bildungsprogramme „Vse flagi v gosti“ („Alle Länder zu Gast“) seine Angebote für russische Schüler_innen, Studierende und Freiwillige vorgestellt. Informiert wurde zu Stipendien, zu den Veranstaltungsreihen des DRA und zu möglichen Freiwilligeneinsätzen vor Ort. Das zahlreich erschienene und interessierte Publikum bestand vor allem aus Studierenden und Lehrer_innen. Der Messeauftritt erfolgte gemeinsam mit AFS Russland, dem neuen Partner des DRA im Bereich Schüleraustausch.

6) Projektleiter_in für EU-Russlandseminare gesucht

Für die Leitung eines von der EU geförderten Projekts zur Information über die Beziehungen zwischen der EU und Russland sucht der DRA ab Januar 2006 eine/n ProjektleiterIn. Im Lauf des Jahres 2006 sollen eine Reihe von Seminaren zu zentralen Fragen der EU-Russlandbeziehungen mit internationalen ReferentInnen für Studierende russischer Hochschulen in der Russischen Föderation veranstaltet werden. Der DRA bewirbt sich derzeit um die Durchführung des Projekts. Arbeitsbeginn bei Zusage wäre im Januar 2006 mit einer Laufzeit von 11 Monaten bei Möglichkeit der Verlängerung auf 23 Monate. Geforderte Qualifikationen: sehr gute Englisch- und Russischkenntnisse, abgeschlossenes Hochschulstudium der politischen Wissenschaften, zu internationalen Beziehungen, der Verwaltungswissenschaften oder verwandter Fächer, mindestens 5 Jahre Erfahrung mit Konferenzveranstaltungen in der Russischen Föderation. Bewerbungen bitte per E-Mail bis zum 25. Oktober an assistenz@austausch.org.

7) WG-Zimmer in Berlin für osteuropäische Freiwillige gesucht

Der DRA sucht im Zeitraum vom 1.11.05 bis 30.04.06 für zwei Freiwillige aus der Russischen Föderation möblierte WG-Zimmer in Berlin. Die Freiwilligen sind Anfang 20 und werden in Berliner Organisationen mitwirken, die zum Thema HIV / AIDS arbeiten. Die Miete (max. 200 € warm) wird komplett vom DRA getragen.