DRA Newsletter Oktober 2004


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) DRA St. Petersburg lädt zu Jubiläumsfeier

Seit bereits 12 Jahren ist der DRA in St. Petersburg aktiv. Die Organisation, die 1992 dort als Partnerbüro des DRA Berlin die Arbeit aufnahm, hat heute zwei Nachfolger: Das „Zentrum für die Unterstützung von NGOs“ (CRNO), das 1997 in russische Trägerschaft überging und das Erbe des DRA im Bereich NGO-Beratung antrat, und den im Herbst 1999 wiedergegründeten „Deutsch-Russischen Austausch“ (Nemecko-Russkij Obmen / NRO), der in erster Linie multilaterale Bildungs- und Freiwilligenprojekte durchführt. Der fünfte Jahrestag dieser Gründung soll am 26.11. gefeiert werden. Zu dem Fest, mit dem zugleich der renovierte Veranstaltungssaal von CRNO und NRO am Ligovskij Prospekt 87 eingeweiht wird, sind alle Petersburger Partner, Mitglieder, Ehemaligen und FreundInnen des Vereins herzlich eingeladen.

2) Ukraine: Konferenz zu NGO-Kooperationen mit Staat oder Wirtschaft

In Riwne (Westukraine) findet am 29./30.11. die Abschlusskonferenz zu dem EU-Projekt „NGO Development - Kiev and selected regions“ statt. Im Mittelpunkt stehen die Themen „Soziale Partnerschaft“ (zwischen staatlichen Stellen und NGOs) und „Soziale Investionen“ (im Sinne der Zusammenarbeit von Wirtschaft und NGOs). Zu letzterem Punkt werden Social-Partnership-Modelle eines deutschen Unternehmens vorgestellt, das sich in der Ukraine sozial engagiert. An der Veranstaltung werden Vertreter der EU-Kommission in Kiew und des Ministeriums für Familie und Jugend der Ukraine sowie Expert_innen aus Polen und Frankreich teilnehmen.

3) Hilfe für Flüchtlinge und MigrantInnen in Südrussland

Rund 4.000 zumeist tschetschenische Flüchtlinge und Migrant_innen leben in und um Kamyschin, einer Stadt 200 km nordöstlich von Wolgograd. Sie brauchen dringend Hilfe in rechtlichen und praktischen Fragen; gleichzeitig bauen die zuständigen Stellen Fachpersonal ab. Die Organisation „Komitee der Hoffnung“ (einer von sechs Partnern des DRA im Netzwerkprojekt „Stärkung der Interessenvertretung sozial benachteiligter Gruppen in Südrussland“) veranstaltete angesichts dieser Notlage in Absprache mit der Stadt Kamyschin am 13.-15.10. ein dreitägiges Seminar für rund 70 Betroffene. Die Teilnehmer_innen wurden über die neuesten rechtlichen Regelungen informiert und übten Situationen der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche und Dokumentenbeschaffung. Mittlerweile entstand eine Selbsthilfegruppe, die sich in Zusammenarbeit mit dem „Komitee der Hoffnung“ um den Aufbau eines ständigen Beratungsangebots bemüht.

4) Neue Kooperation von DRA St. Petersburg und Diakonie

Mit einem viertägigen Einführungsseminar für 15 Zivildienstleistende und Freiwillige haben der DRA St. Petersburg und die Diakonie Hamburg im laufenden Monat eine kürzlich vereinbarte Zusammenarbeit aufgenommen. Ein Jahr lang wird der DRA in St. Petersburg neben den vom ihm selbst vermittelten Freiwilligen auch sechs Petersburger Zivildienstleistenden der Diakonie die Möglichkeit geben, bei regelmäßigen Zusammenkünften aktuelle politische Fragen, das Leben in Russland und das Arbeiten in NGOs zu diskutieren. Mittelfristig soll der Bereich der politischen Bildung durch ähnliche Kooperationen mit anderen Freiwilligenorganisationen, die in Russland keine Vertretung vor Ort haben, weiter ausgebaut werden.

5) Fachtag der Berliner Freiwilligenagenturen zu Schülerengagement

Der diesjährige 7. Fachtag der Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Freiwilligenagenturen (LAGFA), an dessen Vorbereitung der DRA über seine Deutsch-Russische Ehrenamtsbörse beteiligt ist, befasst sich mit dem Thema „Service Learning an Berliner Schulen“. Gemeint ist eine neue Form der Wissensvermittlung: SchülerInnen engagieren sich in gemeinnützigen Projekten und Organisationen, ihre dabei erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen werden in der Schule pädagogisch reflektiert. Dieses Konzept soll auf dem Fachtag vorgestellt und diskutiert werden. Eingeladen sind Vertreter_innen Berliner Schulen und gemeinnütziger Organisationen sowie sonstige Interessierte. Zeit und Ort: 17.11.2004, 10.00-16.00 Uhr, Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Berlin-Kreuzberg.