Nachhaltige Perspektiven auf dem Land in Russland und der Ukraine

Ländliche Räume in Russland und in der Ukraine erleben einen strukturellen und demografischen Wandel. Neben den Sorgen, die diese Veränderungen den Menschen in den Regionen bereiten, können sie aber auch Chancen bieten, die betroffenen ländlichen Regionen zu stärken und die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern.

Mit dem Ziel, Zukunftsperspektiven zu eröffnen, wurden in zwei Regionen Russlands (Udmurtien und Kalmückien) sowie in sechs Gemeindeverbänden in der Ukraine konkrete Maßnahmen zur Förderung von Initiativen im ländlichen Raum entwickelt und durchgeführt.

Das Projekt startete bereits im April 2020. Zunächst analysierten Expert:innen gemeinsam mit Vertreter:innen der beteiligten Gemeinden die ökologischen, sozialen und ökonomischen Ressourcen der Regionen. Danach wurden dann in Trainings die Kapazitäten der Gemeindevertreter:innen erweitert, um lokale Stakeholder für eine Umsetzung von Entwicklungsprozessen zu gewinnen.

Schließlich entwickelten die Gemeindevertreter:innen zusammen mit Expert:innen Ideen für Roadmaps. Diese dienten den Initiativgruppen als Orientierung für das Ausarbeiten eigener Projekte in der Entwicklung von neuen Ökoinitiativen und Geschäftsmöglichkeiten, der Netzwerkbildung, regionalen Wertschöpfungsketten, der Umweltbildung sowie regionalem und nachhaltigem Tourismus. So wurde in Kalmückien ein Festival ins Leben gerufen, das mit vielfältigen Veranstaltungsformaten Aufmerksamkeit auf die kulturelle und umweltklimatische Einzigartigkeit der Region lenken sollte. Damit können touristische Potenziale realisiert, kreative Ökonomie gefördert und Investitionsanreize in der Region gestärkt werden.

Projektlaufzeit

April 2020 – Januar 2021

Projektphasen

Analyse- und Sensibilisierungsphase

  • Zunächst wählten die Partner und Expert:innen die einzelnen Orte in den Regionen und die Teilnehmer:innen für das Projekt aus. Es folgte eine Bestandsaufnahme und Analyse der ökologischen, sozialen und ökonomischen Ressourcen und Situation in den ländlichen Regionen in der Ukraine und Russland. Diese fand durch Expert:innen im Austausch mit lokalen Gemeinschaften statt.

Qualifizierungsphase

  • Online - Studienreise

    Die Teilnehmer:innen aus sechs ukrainischen Regionen und den beiden Regionen Kalmückien und Udmurtien aus Russland nahmen an sechs Vorträgen teil. Die vielfältigen Themen der Vortragsreihe waren an konkrete Praxisbeispiele geknüpft. Sie ersteckten sich von regionalen Wertschöpfungsketten aus Baden-Württemberg über die Regionalmarke Eifel und der ÖkoMarktGemeinschaft aus Ostthüringen bis zum Coworking auf dem Land in Schleswig-Holstein.

    Das Ziel unserer Online-Studienreise war es, die Best Practices mit Ihren Ansätzen zur regional-ländlichen Entwicklung in Deutschland aufzuzeigen und somit den Teilnehmern Impulse und Inspiration für die Entwicklung der eigenen Regionen zu geben.

  • Offline-Bildungsreisen in den Regionen

    Die nächsten Aktivitäten in dieser Phase waren regionale Besuche, um die Teilnehmer:innen mit erfolgreichen Praktiken der ländlichen Entwicklung vor Ort in Kontakt zu bringen.

Ausarbeitungsphase - Hubs of Ideas

  • Es fanden Online - Workshops (Hubs of Ideas) mit Vertreter:innen der teilnehmenden ländlichen Gemeinschaften der jeweiligen Regionen statt, zur gemeinsamen Ausarbeitung von Ideen und Roadmaps.

Implementierungsphase

  • Es wurden erste Schritte zur Umsetzung von Ideen und Roadmaps eingeleitet. Die Präsentation der Ergebnisse fand vor Vertreter:innen anderer Kommunen, politischen Entscheidungsträger:innen und Medienvertreter:innen statt.

Präsentation der ukrainischen Initiativen