DRA Newsletter Mai 2005


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) DRA setzt Engagement für ukrainische NGOs fort

Erneut hat sich der DRA mit Erfolg auf die Mitwirkung bei EU-Aktivitäten zur Stärkung von sozialen NGOs in ukrainischen Regionen beworben. Im Rahmen des Vorläuferprogramms, das im letzten Dezember zu Ende ging, war der DRA bereits führend an der Einrichtung von drei Zentren der sozialen Partnerschaft für die Regionen Sumy, Cherson und Riwne beteiligt. Das auf zwei Jahre angelegte Folgeprojekt wird voraussichtlich schon im Juni beginnen. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau von zwei neuen Zentren voraussichtlich in Donezk und in Tscherniwzi sowie die nachhaltige Entwicklung der bereits gegründeten Einrichtungen. Das Projekt wird mit den vorigen Partnern aus Belgien (Transtec und ACE Europe) und der Ukraine (Ednanina) umgesetzt. Als Koordinatorin wird wieder die langjährige DRA-Mitarbeiterin Christine Leiser vor Ort tätig sein.

2) Belarus-Projekt kann vorerst nicht starten

Trotz Bewilligung durch die EU wird der DRA vorerst nicht mit dem Aufbau eines lokalen Freiwilligenzentrums in Slawgorod (Gebiet Mogiljow, Belarus) beginnen können. Aussichten auf einen raschen Start hatte die mögliche Aufnahme in das CORE-Programm eröffnet, mit der das aufwändige offizielle Registrierungsverfahren zu umgehen gewesen wäre. CORE (Cooperation for Rehabilitation) ist ein Zusammenschluss internationaler Institutionen, NGOs und belarussischer Behörden und befasst sich mit der Förderung von Projekten in den von der Tschernobyl-Katastrophe besonders betroffenen Regionen. Die Präsentation des DRA-Vorhabens auf einer CORE-Konferenz im April in Bragin (Belarus) verlief allerdings ergebnislos. Bedauerlich war insbesondere, dass die Deutsche Botschaft in Minsk ihren erheblichen Einfluss auf das CORE-Programm nicht zugunsten des von der EU-Kommission ausdrücklich befürworteten Projekts geltend machte. Nun könnte es erst im November erneut bei CORE eingereicht werden.

3) Konferenz zu Menschenrechtserziehung in Sankt Petersburg

Mit "Geschichtsdidaktik und Menschenrechtsbildung an Schulen in Deutschland, Belarus und Russland" befasst sich am 3.-5.6. in Sankt Petersburg eine internationale Tagung im Rahmen des Projekts "Geschichte begegnen, Menschenrechte verstehen". Diese Unternehmung von DRA St. Petersburg, DRA Berlin, des Moskauer Jugendzentrums für Menschenrechte und des Minsker Lehrerzusammenschlusses "Offene Gesellschaft" verknüpft die Frage nach der Bewältigung der totalitären Vergangenheit mit der Einbeziehung der Menschenrechte in die heutige schulische Bildung. Beispielhaft arbeiteten im Laufe des Schuljahrs 04/05 LehrerInnen und Schüler_innen in Moskau, Petersburg und Minsk zum Thema "Zwangsarbeit damals und heute" (Förderung: Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft", Stiftung für die Aufarbeitung der SED-Vergangenheit). Die Konferenz umfasst eine interne Auswertung der Schulprojekte sowie einen öffentlichen Teil, auf dem Fachleute den Stellenwert der Menschenrechte in Bildungsangeboten der drei beteiligten Länder diskutieren werden.

4) Alumni können ab sofort an Freiwilligenprogrammen mitwirken!

Die  Freiwilligenagentur des DRA bietet ihren Alumni, aber auch weiteren Interessierten jetzt die Möglichkeit, sich als unentgeltlich tätige MentorInnen an der Gestaltung der Austauschprogramme zu beteiligen. Damit sollen Erfahrungen und Kompetenzen genutzt und zugleich die Entstehung internationaler Kontakte gefördert werden. Von dem neuen Betreuungsangebot sollen zunächst die Programmteilnehmer_innen profitieren, die ab Mitte August diesen Jahres aus Moldawien, Russland, Belarus und der Ukraine zu einem Einsatz nach Berlin kommen. Am Samstag, dem 9.7. findet dazu um 14 Uhr im Büro des DRA in Berlin ein Informationstreffen statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind, die Interesse hätten, sich als MentorIn zu engagieren. Eine ganztägige systematische Einführung in das Mentoring wird Anfang August folgen.

5) Fortbildung führte zu ukrainisch-polnischer Projektpartnerschaft

Seit Juli 2004 organisiert der DRA eine Schulungsreihe für osteuropäische Organisationen, die mit Unterstützung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" Projekte für ehemalige Zwangsarbeiter_innen durchführen. In diesem Rahmen ist jetzt die erste neue Partnerschaft entstanden: Der Verband der Häftlinge und Opfer des Nationalsozialismus aus Dnepropetrowsk und die polnische Stiftung Pro Vita et Spe vereinbarten während einer gemeinsam besuchten Fortbildung im Mai in Kiew einen Freiwilligenaustausch. Bereits ab dem Sommer werden ukrainische Freiwillige die polnische Stiftung in Krakau ein Jahr lang bei der häuslichen Pflege für ehemalige Häftlinge von Konzentrationslagern und Ghettos unterstützen.