Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
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Die "Advocacy von Menschenrechten" ist Thema einer deutsch-russischen Konferenz, die vom 20.-23.4.2004 in Wolgograd stattfinden wird. Veranstaltet wird sie von den dortigen Partnerorganisationen des DRA. Neben dem fachlichen Austausch mit drei aus Deutschland eingeladenen Experten werden Bestrebungen stehen, die Kooperation von NGOs und staatlichen Strukturen in Wolgograd weiter auszubauen. Ein solches Zusammenwirken der unterschiedlichen gesellschaftlichen Kräfte ist Voraussetzung für die Anerkennung der Menschenrechte und die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen, Flüchtlingen, Drogen-Gebraucher_innen, HIV-Infizierten und AIDS-Kranken, Sozialwaisen und Strafgefangenen in Russland.
Der DRA hat mit dem Aufbau einer Datenbank begonnen, die ukrainischen NGOs umfangreiche Informationen über für sie in Frage kommende Förderprogramme, potenzielle westeuropäische Partner und europäische NGO-Netzwerke zugänglich machen wird. Der Zugriff wird über www.ngodevelopment.org.ua möglich sein. Im Rahmen des Projekts "NGO-Development - Ukraine, Kyiv and selected regions" sind außerdem für den April in allen drei Projektregionen, d.h. in Sumy, Cherson und
Rivne, zweitägige Trainings zum Thema "Networking für lokale NGOs" in Vorbereitung.
Sechs Monate lang haben sieben Freiwillige aus Deutschland, Italien, Irland und Österreich in St. Petersburger Menschenrechts-, Umwelt- und Bildungsorganisationen mitgewirkt. Ihr von der Europäischen Kommission geförderter und vom DRA vermittelter sechsmonatiger Russlandaufenthalt endet in diesen Tagen. Ein bereits durchgeführtes Abschlussseminar, an dem auch Mitarbeiter der Aufnahmeorganisationen sowie ein Vertreter der St. Petersburger Stadtverwaltung teilnahmen, wurde unter anderem dazu genutzt, die städtische Jugendpolitik zu diskutieren und Perspektiven der weiteren Kooperation zu erörtern.
"Rückzug ins Private?- Gesellschaftliches Engagement von Jugendlichen in Russland": Mit dieser Fragestellung werden sich am 31.3. in Sankt Petersburg Studierende, junge Mitarbeiter von NGOs (amnesty international, Greenpeace, Memorial) und Vertreter der Jugendorganisationen der liberalen Partei "Jabloko" bzw. der Pro-Präsidenten-Bewegung "Idushchie vmeste" (wörtlich: "Die Zusammengehenden") auseinandersetzen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des DRA-Diskussionsklubs in den Räumen des Vereins am Ligovskij Prospekt 87 statt.
Der vom Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) herausgegebene Band "Russland auf dem Weg zum Rechtsstaat?" (vgl. DRA-Newsletter Januar 2004) liegt nun auch in einer russischen Fassung vor. Hinzugekommen ist ein umfangreicher Adressteil, der zahlreiche russische NGOs auflistet. Bereits zu Ende des vergangenen Monats präsentierten das DIMR, das Zentrum für die Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten und der DRA das Buch auf Veranstaltungen in Petersburg und Moskau der russischen Öffentlichkeit. Die anschließenden Podiumsdiskussionen zur politischen Rolle der Menschenrechtsorganisationen in Russland bestritten namhafte Menschenrechtsaktivisten, die stellvertretende Direktorin des DIMR Frauke Seidensticker und in Moskau auch die Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Claudia Roth. Erhältlich ist der Band über das Zentrum für die Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten in Moskau und den DRA in Berlin.
Stefanie Schiffer (Geschäftsführerin des DRA) und Jens Siegert (Leiter des Moskauer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung) sind die Autoren des Aufsatzes "Bürgergesellschaft ohne Bürger. Wie zivil ist die russische Gesellschaft?", der in diesem Monat in der Zeitschrift "Internationale Politik" (3/2004, 51-58) erschien. Vor dem Hintergrund der jüngsten politischen Entwicklungen werden Lage und Perspektiven des nicht-staatlichen Sektors in Russland erörtert.