Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)
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Amnesty International, der DRA und Memorial e.V. rufen zur Beteiligung an einer Mahnwache auf, die am 31. März von 17-19 Uhr in Berlin vor der russischen Botschaft Unter den Linden stattfinden wird. Mit der Aktion sollen jene russischen BürgerInnen unterstützt werden, die seit 2009 jeweils am 31. eines Monats in Moskau und weiteren russischen Städten für die Einhaltung von Artikel 31 der russischen Verfassung demonstrieren. Dieser Verfassungsartikel schreibt die Versammlungsfreiheit fest und folgt damit den internationalen Menschenrechtsvereinbarungen. Dennoch werden in Russland öffentliche Demonstrationen, Meetings und Proteste immer wieder untersagt, an entlegene Orte abgedrängt, auseinandergejagt oder durch bürokratische Hürden verhindert. Dies betraf bereits mehrfach auch die Organisatoren der Demonstrationen für Artikel 31. Ihre für den 31. März geplante Aktion auf dem Moskauer Triumfalnaja-Platz ist unter Hinweis auf eine Veranstaltung kremlnaher Jugendorganisationen am gleichen Ort ebenfalls nicht gestattet worden.
Gemeinsam mit dem WWF Russland veranstaltete der DRA vom 11. bis zum 14. März im Nationalpark „Smolensker Seenlandschaft“ unweit von Moskau ein Seminar für russische Journalist_innen zu den Themen Öko-Journalismus, Klimawandel und Energieeffizienz. 15 in Moskau tätige Mitarbeiter_innen führender russischer Zeitungs- und Internetmedien nutzten die vier Tage zum Austausch über die Präsenz und Präsentation von Umweltthemen in den russischen Medien und zu Diskussionen mit den Fachreferent_innen. Oldag Caspar von der unabhängigen deutschen Expertenorganisation Germanwatch berichtete über den Klimagipfel von Kopenhagen einschließlich der Position, die Russland dort einnahm, und über die anstehenden weiteren Klimaschutzverhandlungen. Vertreter_innen des WWF und des DRA befassten sich in ihren Beiträgen mit der Entwicklung erneuerbarer Energien in Russland und schilderten europäische Erfahrungen zu dieser Frage. Experten der zur Weltbank gehörenden International Financial Corporation, des Moskauer nichtstaatlichen Forschungszentrums für Staatsfinanzen und der dänischen Dämmstofffirma Rockwool stellten aktuelle Einzelprojekte zum Thema „Energieeffizienz in Russland“ vor. Darüber hinaus erhielten die TeilnehmerInnen Gelegenheit, sich vor Ort über die Umweltarbeit in Nationalparks und Naturschutzgebieten zu informieren.
„Berlin gewinnt 1:1“! Diesen Titel gab das Team der Berliner regionalen Servicestelle der „Aktion zusammen wachsen“, an der auch der DRA beteiligt ist, seiner soeben erschienenen Broschüre zum Thema Patenschafts- und Mentoringprojekte. In den letzten Jahren hat sich diese noch relativ junge Form des bürgerschaftlichen Engagements sehr lebendig entwickelt. Gefördert und begleitet werden mit Projekten dieser Art vor allem Kinder und Jugendliche, die wegen ihres Migrationshintergrunds und/oder ihrer sozialen Lebenssituation besonderer individueller Unterstützung bedürfen. Die neue Broschüre bietet allgemeine Informationen und Hintergrundwissen zu Bildungspatenschaften für Kinder und Jugendliche und zur spezifischen Situation in Berlin. Zugleich ist sie als praktische Handreichung gedacht, die allen Interessierten dabei hilft, sich in der sehr vielfältigen Berliner Landschaft bestehender Patenschafts- und Mentoringprojekte, darunter Lesepatenschaften und ähnliche Angebote, zu orientieren. Informationen zur Bestellmöglichkeit sowie die gesamte Publikation als Download in Kürze auf der Webseite der regionalen Servicestelle www.aktion-zusammen-wachsen.de/berlin.
Kinder und Jugendliche, die sozial ausgegrenzt sind und sich gleichzeitig im Konflikt mit dem Gesetz befinden, zählen in der Ukraine zu den Menschen, die in der Öffentlichkeit kaum Solidarität erfahren und deren grundlegende Rechte regelmäßig verletzt werden. Mitarbeiter_innen von Kinderrechtsorganisationen berichten immer wieder von polizeilicher Willkür gegenüber Straßenkindern und von Verstößen gegen die Prinzipien eines fairen Jugendgerichtsverfahrens. In Zusammenarbeit mit der Polnischen Helsinki Stiftung und dem Menschenrechtszentrum Postup Lugansk (Ukraine) organisiert der DRA zwischen März und September 2010 einen Erfahrungsaustausch deutscher, polnischer und ukrainischer Expert_innen zur Rolle der Polizei, der Jugendgerichte und der Jugendhilfe in der Ukraine. Wir suchen ehrenamtliche Übersetzer_innen mit Praxiserfahrung, die bereit wären, gelegentlich einzelne Texte aus dem Russischen ins Deutsche und/oder aus dem Deutschen ins Russische zu übersetzen und so die Kommunikation zwischen den Fachleuten zu unterstützen. Schon jetzt danken wir herzlich für Ihr Engagement!
Jungen Menschen mit Erfahrung in der Jugendarbeit bietet der DRA die Möglichkeit, von Mitte Juli bis Mitte August 2010 in Ischewsk, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Udmurtien (Ural), zu leben und zu arbeiten. Voraussetzung sind die Bereitschaft zum sozialen Engagement und ein Interesse daran, die Jugend- und Sozialarbeit in Russland aus erster Hand kennen zu lernen. Zur Auswahl stehen eine Mitwirkung als pädagogische/r GruppenleiterIn in einem Kinder- und Jugendlager oder eine Hospitation in einer gemeinnützigen Einrichtung des udmurtischen Sozialministeriums.
Zum 19. April 2010, gern auch früher, besetzt der DRA eine sechsmonatige Praktikumsstelle als Assistenz der Projektleitung im Bereich „Arbeit mit Freiwilligen und Schüleraustausch“ (35 Wochenstunden). Die Tätigkeiten umfassen die Arbeit mit osteuropäischen Freiwilligen in Berlin (Betreuung, Vorbereitung von Programmen, Abrechnung, Dokumentation), die Mitarbeit beim DRA-Schüleraustausch (Programmgestaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Auswahl und Betreuung deutscher und russischer Schüler_innen, Vorbereitungsseminare) und allgemeine Bürotätigkeiten. Vorausgesetzt werden ein Interesse an Russland und Osteuropa, an politischen und sozialen Fragen sowie an der Arbeit von NGOs, gute kommunikative Fähigkeiten, gute Russischkenntnisse, selbstständiges Arbeiten, Flexibilität und Freude an der Arbeit im Team. Vorkenntnisse in der Jugendarbeit und/oder ein pädagogischer Hintergrund sind von Vorteil. Das Praktikum wird betreut und mit 300,- Euro monatlich vergütet. Ein Praktikumszeugnis wird ausgestellt.
Auf seiner Mitgliederversammlung am 13. März hat der DRA einen neuen Vorstand gewählt. Erstmals besteht er nun aus fünf Mitgliedern. Als die drei Vorsitzenden wurden Sabine Erdmann und Hanno Gundert erneut sowie Elfie Siegl erstmals gewählt. Tim Bohse und Jörg Albinsky wurden zu weiteren Vorstandsmitgliedern bestimmt. Volkmar Deile schied nach zweieinhalbjähriger Mitwirkung aus dem Vorstand aus. Wir danken ihm sehr herzlich für seine intensive, kluge und vorausschauende Mitarbeit, mit der er zu den Aktivitäten und der Position des Vereins viel beigetragen hat!