Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)
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Mit seinem achtzigsten Geburtstag im Februar diesen Jahres hat Dr. Hans-Jochen Vogel seine Mitgliedschaft im Beirat des Deutsch-Russischen Austauschs e.V. niedergelegt. Herr Dr. Vogel gehörte mit Franz von Hammerstein, Lew Kopelew und Dietrich Goldschmidt zu den Gründungsmitgliedern des Beirats und hat den Verein seit 1992 durch Rat und Tat aktiv unterstützt. Mit seiner Hilfe konnte der Verein, der seit seiner Gründung ohne institutionelle oder parteiliche Anbindung agiert, immer wieder interessante und perspektivreiche Kontakte knüpfen. Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Vogel für die langjährige Unterstützung, die nicht nur hilfreich, sondern auch menschlich immer sehr bereichernd war, an dieser Stelle sehr herzlich!
Bei den Präsidentschaftswahlen in Belarus am 19.3. wird Alexander Lukaschenko allen Voraussagen zufolge mit großer Mehrheit für eine dritte Amtszeit gewählt werden. Wichtigster Gegenkandidat ist Alexander Milinkievich. Bis 2004 war er Leiter einer NGO in Grodno, mit der der DRA seit 2001 eng zusammenarbeitet. Unabhängig vom Verlauf der Stimmauszählung steht schon jetzt fest, dass die Wahlen nicht demokratischen Standards entsprechen. So wurde Milinkievich in seinem Wahlkampf massiv behindert; zahlreiche Wahlkampfhelfer wurden inhaftiert, und er selbst hatte so gut wie keine Möglichkeit, sein Programm über Fernsehen, Radio oder Zeitung vorzustellen. Abgesehen davon kam schon das Ergebnis des Referendums von 2004, das Lukaschenko die Möglichkeit gab, ein drittes Mal als Präsident zu kandidieren, nicht demokratisch zustande. Der DRA wird auch zukünftig mit seinen Partner in Belarus für grundlegende Rechte wie Presse- und Meinungsfreiheit eintreten und sie beim Aufbau einer demokratischen Zivilgesellschaft unterstützen.
Im Rahmen eines Pilotprojekts zur Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen veranstaltet die Konferenz unabhängiger NGOs beim Europarat vom 24.-26.3. in Warschau einen dreitägigen Regionalkongress. 150 führende Vertreter_innen von NGOs vorwiegend aus Deutschland, Polen, Belarus und der Ukraine werden bei dieser Zusammenkunft über Formen der Unterstützung von NGOs in Belarus, über die Stärkung von Menschenrechtsbewegungen, die Rolle der politischen Stiftungen bei der Konsolidierung von demokratischen Gesellschaften und die neue europäische Nachbarschaftspolitik in Bezug auf Belarus und die Ukraine diskutieren. Der DRA ist auf dem Kongress vertreten und wird die Gelegenheit nutzen, seine Kontakte zu polnischen Partnerorganisationen auszubauen und mit Partnern aus Belarus und der Ukraine neue Kooperationsprojekte zu besprechen.
Bereits im fünften Jahr ist das NGO-Übersetzungsprojekt des DRA St. Petersburg russischen Nichtregierungsorganisationen bei der Überwindung von Sprachbarrieren behilflich. Zurückgegriffen wird dabei auf ein Netzwerk freiwilliger Übersetzer_innen aus Russland, Deutschland, England, den USA und anderen Ländern, die zumeist nur online eingebunden sind. Die Übersetzungsanfragen der NGOs betreffen vor allem Anträge an Stiftungen, die nur auf Englisch oder Deutsch gestellt werden können, Eigenveröffentlichungen, Kooperationsvereinbarungen zwischen russischen und nicht-russischen NGOs, aber auch etwa englische und deutsche juristische Fachtexte. Neben den online-Übersetzer_innen gibt es Freiwillige, die für einige Monate vor Ort in St. Petersburg an umfangreicheren Translationsprojekten mitwirken. Ihnen allen sei an dieser Stelle für ihr Engagement sehr herzlich gedankt!
Anlässlich des von der UN ausgerufenen Internationalen Tags gegen den Rassismus am 21.3. veranstaltet der DRA St. Peterburg gemeinsam mit der Union Junger Sozialdemokraten eine Film- und Diskussionswoche. Das kleine Festival zeigt unter anderem den französischen Film „Hass“, den in Deutschland umstrittenen amerikanischen Film „The Believer“ und den soeben mit dem Oskar ausgezeichneten „L.A. Crash“. Im Anschluss an jeden Film finden nach kurzen Experten-Inputs Diskussionen statt. Thematisiert werden sollen rassistische Übergriffe in St. Petersburg, die Jugendkultur der Skinheads in Russland, aber auch die aktuelle globale Karikaturendebatte u.a.m. Die Aktionswoche wird von einer breiten Koalition Petersburger Organisationen unterstützt.
Im Berliner Büro des DRA ist ab Anfang April ein Vollzeitpraktikum zu vergeben. Es handelt sich um die Assistenz der Projektleiterin der Deutsch-Russischen Ehrenamtsbörse. Das Praktikum hat eine Laufzeit von sechs Monaten und wird vergütet. Gute Russisch- und PC-Kenntnisse sind Voraussetzung. Sehr gern berücksichtigt werden Bewerbungen von Interessent_innen mit russischer Muttersprache, wenn sie über sichere Deutschkenntnisse verfügen. Bewerbungen sind noch bis zum 22.3.06 möglich. Eine detaillierte Beschreibung des Tätigkeitsfeldes und Hinweise zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter: www.austausch.org.