DRA Newsletter März 2005


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder Fördermitgliedschaft! Der Verein finanziert sich ausschließlich durch projektgebundene Zuwendungen, Mitgliedsbeiträge und private Spenden. Ohne Ihre Unterstützung ist unsere Arbeit unmöglich. Herzlichen Dank!    

Jetzt spenden!

Besuchen Sie den DRA auf Facebook: facebook.de/DRAberlin


Inhalt

1) Spannende Diskussion und Informationen beim DRA-Alumnitreffen

Zu einem großen Erfolg wurde beim DRA-Alumnitreffen am 11.3. in Berlin die Podiumsdiskussion zu Fragen der deutschen Russlandpolitik und deren Auswirkungen auf die anderen Staaten Osteuropas. Jörg Himmelreich (Planungsstab des Auswärtigen Amtes), Kazimierz Woycicki (Leiter des Instituts für Nationales Gedenken in Stettin) und die Journalist_innen Olga Kitowa (Moskau) und Markus Wehner (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) bestritten unter der Moderation von Stefan Melle (Politikredakteur der Sächsischen Sonntagszeitung, ehem. DRA-Freiwilliger) eine fesselnde Debatte voller interessanter Impulse. Anschließend wurden die Alumni-Angebote des DRA vorgestellt, die darauf abzielen, die Bildung von Kontaktnetzen und einen lebhaften Informations- und Meinungsaustausch zu ermöglichen. Alle ehemaligen Freiwilligen sind nochmals herzlich eingeladen, sich auf der Alumni-Website (www.austausch.org/alumni) im Verteiler einzutragen und das Diskussionsforum zu nutzen. Der DRA dankt Manuela Putz, die als ehemalige Freiwillige diese Plattform ehrenamtlich administrieren wird, und freut sich auf Beiträge.

2) Neue Lehrpläne zu Politik und Gesellschaft für ukrainische Schulen

In der Ukraine beginnt im April ein EU-Projekt im Bereich der „Civic Education“, das der DRA in Partnerschaft mit Cambridge Education (GB), dem Centre for Civic Education (Warschau) und der Step by Step Foundation (Kiew) koordinieren wird. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft und Bildung der Ukraine sollen landesweit gültige Schulcurricula zur gesellschaftspolitischen Bildung entwickelt werden. Die in der Einstiegsphase anstehenden Aufgaben umfassen die Bestimmung der Pilotregionen, in denen neben Kiew schwerpunktmäßig gearbeitet werden soll, die Planung der Komponenten und Durchführungsphasen und die Kontaktaufnahme zu den Ansprechpartnern im Ministerium, beim landesweiten Verbund von LehrerInnen der Geschichte und Sozialwissenschaften „Nowa Doba“ (Lwiw) und sonstigen Partnern. Außerdem wird das britisch-niederländische Kernteam in Kiew weitere ukrainische und westeuropäische ExpertInnen zur Mitwirkung auswählen.

3) Internat in Peterhof erhält fachliche Unterstützung

Die modellhafte Umstrukturierung einer Abteilung des Psycho-neurologischen Internats für Menschen mit Behinderungen in Peterhof bei St. Petersburg ist Gegenstand einer im April anlaufenden, EU-geförderten Gemeinschaftsunternehmung. Die Einrichtung wird dabei mit der Petersburger NGO Perspektivy, der Hamburger Werkstatt und der Behindertenhilfe Hamburg kooperieren. Der DRA übernimmt Monitoring und Evaluierung. Ein Begleitprogramm, das Seminare in St. Petersburg und längere Hospitationen in Hamburg umfasst, wird einer Anzahl von Mitarbeiter_innen des Internats die Auseinandersetzung mit modernen therapeutischen und pädagogischen Methoden ermöglichen. Die Gesamtergebnisse der auf zwei Jahre angelegten Arbeit sollen später an andere Behinderteneinrichtungen in der Region weitervermittelt werden.

4) Neues DRA-Projekt in Belarus fördert europäische Beziehungen

Den Aufbau Europäischer Informationszentren in den beiden westlichen Regionen von Belarus schlug der DRA der EU im vergangenen Jahr zur Förderung vor. Gemeint sind Institutionen mit der Aufgabe, genauere Kenntnisse über Strukturen, Funktionen und die neue Nachbarschaftspolitik der EU zu vermitteln. Ein Evaluierungskomitee der Europäischen Kommission hat über diesen Antrag nun positiv entschieden. DRA-Partner vor Ort sind die NGOs „Nascha Vescha“ aus Brest sowie die „Gesellschaft belarussischer Schulen“ aus Grodno; bei der letzteren handelt es sich um eine Neugründung der bekannten Organisation „Ratuscha“, die 2003 von den belarussischen Behörden verboten wurde. Möglicherweise muss das Vorhaben in Belarus registriert werden, was seinen Beginn erheblich verzögern könnte. Der DRA hofft, im Frühherbst mit der Umsetzung beginnen zu können.

5) Festival in St. Petersburg – Sofortbewerbung noch möglich

Zum zweiten Mal findet Anfang Juni in St. Petersburg ein Low-Budget-Festival statt, das die Begegnung der jungen russischen Kulturszene in Deutschland und in St. Petersburg zum Ziel hat. „REmigration 2005“ ermöglicht den Austausch zwischen den Hiergebliebenen und den Emigrierten, zwischen KünstlerInnen, die in der eigenen oder in einer fremden Gesellschaft arbeiten, zwischen den Grenzgängern beider Seiten. Veranstalter sind das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in St. Petersburg und der DRA. Russischsprachige Musiker_innen, Künstler_innen und andere Kreative, die ihre Arbeit in St. Petersburg vorstellen möchten, können sich noch bis zum 25. März bewerben.