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Ihr Stefan Melle und das Team des DRA
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Am 1. Juni 2018 startete im DRA das neue Projekt "INKuLtur" zur Förderung der kulturellen Teilhabe von Menschen mit Behinderung in mehreren Regionen Russlands. Das neue Team – Anja Kretzer (Projektleiterin), Marina Grinfeld und Kirsten Heyerhoff (Projektkoordinatorinnen) – hatte das Konzept unter Leitung von Irina Bukharkina detailliert entwickelt. Anfang Juli kamen sie in St. Petersburg zu einem zweitägigen Auftakt- und Planungstreffen mit Kolleg/inn/en der russischen Partner-NGOs "Blagoe Delo" ("Die gute Sache") aus Jekaterinburg und "Ja i ty" ("Ich und du") aus Pskov zusammen. Weitere Partner werden im Projektverlauf noch hinzukommen.
Das Projekt "INKuLtur" soll vor allem für die Ansätze Inklusion und Vielfalt sensibilisieren, um deren Akzeptanz zu stärken, zur Teilhabe zu ermutigen und die Hürden "in den Köpfen" zu mindern. Seit Russland 2012 die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat, die die Beteiligung von Menschen mit Behinderung am gesamten gesellschaftlichen Leben zum Ziel setzt, wurde bereits viel für ein barrierefreies Umfeld getan. Doch die unbeschränkte gleichberechtigte Partizipation am kulturellen Leben bleibt eine ungelöste Herausforderung: Vielfach fehlt es noch an der Infrastruktur, an vorurteilsfreien Einstellungen bzw. einer ausreichenden Schulung des Personals in den Kultureinrichtungen.
2018 sind daher zwei Seminare und 2019 vier Online-Seminare zu Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen vorgesehen. Sie wenden sich an Personen, die in Kultureinrichtungen tätig sind – von der Leitungsebene bis zu den Mitarbeiter/innen, die täglich im Kontakt mit Besucher/innen stehen. Parallel dazu wird eine Gruppe von Expert/innen aus den Bereichen Inklusion, Kultur und Recht ein umfassendes Konzept zur Umsetzung von inklusiven Strukturen in drei Arten solcher Einrichtungen – Kinos, Theater und Museen – entwickeln. Am Ende dieses Prozesses soll die Vergabe von Inklusionslabeln stehen, die nach konkreten Kriterien zur Barrierefreiheit und weiteren Merkmalen der Inklusion erfolgen wird. "INKuLtur" wird vom Auswärtigen Amt im Rahmen des Förderprogramms zur Zusammenarbeit der Zivilgesellschaften der Östlichen Partnerschaft und Russlands finanziert. Wir wünschen dem Projektteam und allen Partnern eine erfolgreiche Arbeit!
Ein Ereignis für die Menschen sollte es werden – "Cup for People" lautete daher der Titel einer Kampagne von rund 20 zivilgesellschaftlichen Initiativen und Aktivist/innen in St. Petersburg, die die Fußball-WM in Russland für die Interessen der Einwohnerschaft ihrer Stadt nutzen wollten: für kulturellen Austausch, für die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und um Journalist/innen und Gäste aus aller Welt mit Vertreter/innen der russischen Zivilgesellschaft bekannt zu machen. Das Programm wurde von der Bildungs-Initiative "Trava" unter Olga Polyakova und vom NRO (DRA) St. Petersburg (Elena Belokurova) führend mit organisiert.
Ein wichtiger Teil der Kampagne war die Eröffnung eines "Diversity House" in Kooperation mit dem internationalen FARE Network gegen Diskriminierung in der Welt des Fußballs. Das DH stand während der gesamten WM als sicherer, diskriminierungsfreier Raum für Begegnungen von ausländischen Fans und Bewohner/innen der Stadt, für Diskussionen, Spiele, Workshops und Ausstellungen, aber auch das gemeinsame Schauen der Fußball-Spiele zur Verfügung. Der NRO St. Petersburg trug u.a. zur Schaffung eines Bürger-Infozentrums bei und gestaltete mehrere Veranstaltungen und Präsentationen. Das "Diversity House" zog Hunderte von Besucher/innen an und wurde in zahlreichen führenden Medien Russlands und auch in der internationalen Presse thematisiert.
Der DRA Berlin unterstützte das "Cup for People"-Programm bei Veranstaltungen zu Ökologie und Urbanistik, so gemeinsam mit dem Zentrum für angewandte Urbanistik eine Diskussion zum moderierten Dialog zwischen Bürger/innen, Stadtverwaltung und Wirtschaft, eine Vorführung des Dokumentarfilms "Grassroots" (2018) über Öko-Aktivismus in Russland, einen Workshop zum Thema Mülltrennung sowie Vorträge zur Verschränkung globaler, nationaler und lokaler Aspekte bei der Durchführung internationaler Megaveranstaltungen.
Der DRA unterstützte außerdem die Erstellung eines Stadtplans von St. Petersburg zu verantwortungsbewusstem Konsum: Die "Map for People" – auf Russisch und Englisch im Internet zugänglich – zeigt, wo man in der Stadt essen, trinken und Souvenirs oder Kleidung kaufen und dabei lokale Projekte unterstützen kann, die sich ethischen und ökologischen Prinzipien verpflichtet fühlen. Dazu erarbeiteten sich die Aktivist/innen Kriterien für eine verantwortungsbewusste lokale Wirtschaft und befragten Unternehmer/innen nach deren Einhaltung dieser Kriterien, aber auch nach deren eigenen Zielen und Schwierigkeiten. Die Arbeit zum verantwortungsbewussten Konsum wird fortgesetzt und die Karte noch erweitert. Am 29. Juli trafen sich die Organisatoren von Cup for People und des Diversity Houses noch einmal, um über die Folgen der WM für die Zivilgesellschaft der Stadt zu sprechen und ihre weitere Zusammenarbeit zu planen. Weitere Informationen HIER.
Im Rahmen des FriEnt Peacebuilding Forums 2018, das am 13. und 14. Juni in Berlin stattfand, organisierte der DRA in Kooperation mit dem Menschenrechtsbündnis Civic Solidarity Platform (AG "Dialog Ukraine-Russland) einen Workshop zum Thema "Conflict Transformation in Donbas: Dialogue between Human Rights Activists and Peacebuilders".
Der Workshop ergänzte die Aktivitäten des DRA im Rahmen seines Projekts "Dialog für Recht und Verständigung: europäische NGOs für zivilgesellschaftliche Konfliktbearbeitung in der Ostukraine". Er thematisierte die komplexen Beziehungen zwischen Menschenrechts- und Friedensarbeit im Kontext des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine und schloss an das mehrtägige internationale Treffen an, das der DRA und die Schweizer Entwicklungs-NGO swisspeace im November 2017 in Berlin veranstaltet hatten. Vier engagierte NGO-Vertreter/innen aus der Ukraine, Russland, Deutschland und der Schweiz diskutierten mit internationalen Expert/inn/en von FriEnt über Möglichkeiten für die Zusammenarbeit von Menschenrechts- und Friedensaktivisten für die Konfliktbewältigung im Donbas. Leitend war dabei der Gedanke, dass die Bündelung aller zivilgesellschaftlichen Kräfte ihren Einfluss auf Prozesse der Konfliktbeilegung verstärkt.
Die gesellschaftliche Fragmentierung in der Ukraine zählt zugleich zu den Ursachen wie den Folgen des bewaffneten Konflikts. Maßgeblich dafür war und bleibt die direkte und indirekte Einwirkung Russlands auf gesellschaftspolitische Prozesse im Nachbarland. In Anbetracht der 2019 anstehenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Ukraine besteht die Gefahr, dass die russische Propaganda auf eine Zuspitzung der Polarisierungstendenzen hinwirken könnte. Auch die Gefahr einer in diesem Zusammenhang erneut aufbrechenden Gewalteskalation in der Ostukraine ist real. Zugleich stehen zivilgesellschaftliche Aktivist/innen aus der Ukraine und Russland, die sich für die Konfliktbewältigung engagieren, vor der Herausforderung, hinsichtlich eines Problems zu kooperieren, bei dem sie ihrer Herkunft nach unterschiedlichen Konfliktparteien angehören. Regelmäßige Konsultationen, Diskussionen über die Konsequenzen möglicher politischer Entscheidungen, die Entwicklung gemeinsamer Handlungsstrategien und der Erfahrungsaustausch zwischen Aktivist/innen beider Länder und ihrer internationalen Unterstützer können der politischen Instrumentalisierung der jeweiligen Identitäten – sowohl der Bevölkerung als auch der zivilgesellschaftlichen Akteur/innen – effektiv entgegenwirken und in einer vom Konflikt zerrissenen Gesellschaft zu einer gemeinsamen, positiv konnotierten Identität beitragen.
Der DRA wird diese Arbeit im Rahmen der von ihm mit initiierten, aufgebauten und koordinierten NGO-Plattform "CivilM+" zur Konfliktbearbeitung im Donbas sowie in seinem Monitoring der Menschenrechtslage in der Ukraine fortsetzen. Weitere Informationen dazu folgen im Newsletter August 2018.
Über anderthalb Jahre hinweg wurden im Rahmen des DRA-Projekts "Kriegsfolgen gemeinsam überwinden" – und erstmals in der Ukraine überhaupt – klinische Supervisor/innen ausgebildet. Ziel war die aktuelle und zukünftige professionelle Unterstützung der ukrainischen Zivilgesellschaft bei der psychosozialen Versorgung von traumatisierten und kriegsbetroffenen Menschen. Für in diesem Bereich tätige Fachkräfte werden die von Expert/innen aus Deutschland, der Ukraine und weiteren Ländern ausgebildeten 18 klinischen Supervisor/innen aus den Regionen Donezk, Charkiv, Mykolajiv, Tscherkassy, Dnipro, Kiev, Saporoschje und Luhansk von nun an professionelle Supervisionen anbieten, darunter in Form der individuellen Supervision, der Fallsupervision in Teams und Gruppen sowie der Teamsupervision. Damit stehen in der Ukraine nunmehr wichtige neue Möglichkeiten der psychosozialen Arbeit zu den Themen Psychohygiene, Burn-out-Prophylaxe und Qualitätssicherung zur Verfügung.
Das sechste und letzte Modul der Ausbildung fand vom 9.-13. Juni nahe Kiev statt. Dabei wurden die Abschlussarbeiten der Teilnehmer/innen präsentiert. Nora Balke, Ausbildungsleiterin des als Kooperationspartner beteiligten Berliner Zentrums "Überleben", und die Leiterin des Projekts "Kriegsfolgen gemeinsam überwinden", Maria Slesazeck, überreichten ihnen Zertifikate über den Abschluss der Ausbildung zum/r "klinischen Supervisor/in". Wir gratulieren allen, die teilgenommen haben, zu diesem Erfolg und wünschen gutes Gelingen bei den zukünftigen Supervisionen!
Weitere Informationen zu der Supervisionsausbildung und den Inhalten des sechsten Moduls HIER. Das Projekt "Kriegsfolgen gemeinsam überwinden" wird durch das Auswärtige Amt gefördert.
Auch "Strategien gegen häusliche Gewalt als Kriegsfolge" bilden einen wichtigen Arbeitsbereich im DRA-Projekt "Kriegsfolgen gemeinsam überwinden" (vgl. vorige Meldung). In diesem Rahmen wurde eine Schulungsreihe zur Aktivierung männlicher Multiplikatoren für die Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit gegen häusliche Gewalt als Kriegsfolge verwirklicht. Sie begann im April 2017 und wurde nun vom 17.-19. Juni in Kiev mit dem vierten Modul erfolgreich abgeschlossen. Die Teilnehmer, darunter ehemalige Kriegsteilnehmer und Binnenvertriebene, kamen aus sechs Regionen der Ukraine: Severodonezk, Charkiv, Kiev, Odessa, Tscherkassy und Dnipro.
Das im Projekt entwickelte Gesamtkonzept der Schulungsreihe basierte auf den Erfahrungen und der Expertise von Spezialist/innen aus früheren Konfliktregionen, u. a. dem russischen Nordkaukasus. Schon während der Durchführung verwirklichten die Teilnehmer ihrerseits eigene Seminare für kriegsbetroffene Männer, in denen die Ursprünge von kriegsbedingter häuslicher Gewalt und mögliche Reaktionsstrategien erarbeitet wurden. Außerdem führten sie von April bis Mai 2018 in sechs Regionen der Ukraine mit fachlicher und finanzieller Unterstützung durch das Projekt Informationskampagnen zur Prävention von kriegsbedingter häuslicher Gewalt durch. Ausführliche Berichte zu den Kampagnen "Männer gegen Gewalt" (Dnipro) und "Der Mann – Gewinner in seiner Familie?" (Odessa) finden sich auf der Projektwebsite www.kriegsfolgen-ueberwinden.de, Berichte zu den anderen vier Kampagnen folgen demnächst. Weitere Informationen zu der Schulungsreihe HIER.
Am 27./28. Juli wird als weitere Projektmaßnahme in Kiev ein internationales Rundtischgespräch zum Thema "Arbeit mit Männern zum Thema häuslicher Gewalt: effektive Präventionspraktiken, Arbeit mit Gewalttätern" stattfinden. An diesem Erfahrungsaustausch werden Expert/innen aus der Ukraine, Russland, der Republik Moldau, Kroatien, Georgien und Armenien teilnehmen (ausführlicher Bericht dazu im nächsten DRA-Newsletter). Zusätzlich werden am 27. Juli bei einer öffentlichen Abendveranstaltung die im Rahmen der oben beschriebenen Schulungsreihe durchgeführten sechs Informationskampagnen zur Prävention häuslicher Gewalt präsentiert.
Der DRA setzt das Menschenrechtsmonitoring bezüglich der ostukrainischen "Volksrepubliken" im Sommer kontinuierlich fort und veröffentlicht auf der Seite www.civicmonitoring.org regelmäßig Newsletter und Berichte. Darin schreiben der Osteuropaexperte Nikolaus von Twickel und die ukrainische DRA-Partnerorganisation Vostok-SOS über politische Entwicklungen und Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Teilen der Gebiete Luhansk und Donezk.
Zuletzt wurde unter anderem über den Fall des Journalisten Stanislav Aseyev berichtet, der im Sommer 2017 nach der Veröffentlichung kritischer Beiträge in Donezk verschwand und mutmaßlich durch das "Staatssicherheitsministerium" der Donezker "Volksrepublik" festgehalten wird. Er hat im Juni einen Hungerstreik begonnen, um auf seine unerträglichen Haftbedingungen aufmerksam zu machen.
Der Zugang zu den besetzten Gebieten ist für internationale Beobachter/innen und Journalist/innen stark begrenzt. Eine Ausnahme gilt für die Mitglieder der OSZE-Monitoringmission SMM, die die Einhaltung des instabilen Waffenstillstands überwachen. Allerdings wird auch deren Bewegungsfreiheit immer wieder von separatistischen Sicherheitskräften beschränkt. Zudem kam im Juli der Verdacht auf, dass Unterlagen der SMM an den russischen Geheimdienst weitergegeben wurden.
In den von Russland abhängigen ostukrainischen "Volksrepubliken" existiert keine Rechtstaatlichkeit. Für die Einwohner/innen gehören Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, die Gefahr willkürlicher Verhaftung sowie politische Indoktrinierung zum Alltag. Auch Jugendliche sind Ziel politischer Einschüchterung und Vereinnahmung. Die Quasi-Verwaltungen der "Volksrepubliken" planen, im Oktober Wahlen durchzuführen. Da es für Wahlen, die nach den Minsker Vereinbarungen nicht legitim wären, anscheinend noch keine Zustimmung aus Moskau gibt, herrscht politische Instabilität. Konkurrierende Mitglieder der Machtelite werden plötzlich verhaftet oder verschwinden unerwartet aus der Öffentlichkeit.
Den Newsletter zu den ostukrainischen "Volksrepubliken" kann man HIER bzw. civicmonitoring@austausch.org abonnieren.
Bereits zum fünften Mal unterstützte das Programm des DRA zu Umwelt- und Klimaschutz (Förderung: Brot für die Welt) zusammen mit dem Russisch-Deutschen Büro für Umweltinformation (RNEI) die Teilnahme russischer Aktivist/innen am NGO-Forum "Welterbe in Gefahr", das jeweils vor der jährlichen Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees veranstaltet wird. Dieses Mal fand es am 22./23. Juni in Manama (Bahrain) statt. Wie stets war es von dem internationalen zivilgesellschafltichen Netzwerk World Heritage Watch organisiert worden. Als Vertreterin des DRA St. Petersburg wirkte an der Vorbereitung auch Elena Belokurova mit.
Zu dem Forum kamen in diesem Jahr 45 Aktivist/innen aus 24 Ländern und von allen Kontinenten. Sie verabschiedeten und überreichten dem UNESCO-Komitee 25 Resolutionen zur zivilgesellschaftlichen Beteiligung am Schutz des Welterbes und zu gefährdeten Einzelobjekten.
An dem NGO-Forum wie auch an der offiziellen Sitzung des UNESCO-Komitees nahm mit Hilfe des DRA Alexandra Koroljova aus Kaliningrad teil. Die von ihr vertretene NGO "Ecodefense" ("Ekosaschtschita") setzt sich dafür ein, dass die als Weltnaturerbe anerkannte Kurische Nehrung ausreichend Schutz seitens der Gebietsverwaltung Kaliningrad erfährt. Bei dem NGO-Forum präsentierte Koroljova erstmals die spezielle Problematik dieses Falls und brachte dazu einen Resolutionsentwurf ein. Außerdem beteiligte sich an der Diskussion des UNESCO-Komitees zu dieser Thematik.
Auch zu weiteren in Russland gelegenen Welterbe-Stätten wurden Resolutionen verabschiedet. Sie betrafen den Westkaukasus, dem Baikalsee, die Urwälder von Komi sowie die Stadt St. Petersburg und hier besonders das Pulkovo-Observatorium. Außerdem gab das NGO-Forum Presseerklärungen zu den Themen Klimawandel und weltweite Wasser-Infrastruktur heraus.
Insgesamt trug das Forum erneut dazu bei, in die offizielle UNESCO-Sitzung umfassende unabhängige Informationen zum Zustand der Welterbe-Stätten einzubringen und damit deren wirksameren Schutz durch die UNESCO zu ermöglichen.
Konferenzprogramm sowie Text- und Fotosammlungen HIER bzw. www.world-heritage-watch.org
Zum diesjährigen Berliner jugendFORUM, das am 25. Juni auf dem Veranstaltungsgelände "Pfefferberg" stattfand, kamen auch drei ukrainische Vertreterinnen des DRA-Projekts "Mehr bewegen!" Die Kiever Aktivistinnen, die sich für das Thema Jugendpartizipation engagieren, bereicherten die Veranstaltung mit einem spannenden Projektmanagement-Workshop, interaktiven Impressionen zu ihren Projekten in der Ukraine und einem Gewinnspiel. An einem eigenen Projektstand konnten sie mit den rund 800 Besucher/innen des Forums in Kontakt kommen und Vertreter/innen deutscher Jugendorganisationen kennen lernen.
Die Teilnahme der ukrainischen Kolleginnen am Berliner Jugendforum diente nicht zuletzt der Vorbereitung des Kiever Jugendforums, das im Rahmen von "Mehr bewegen!" am 27. Oktober stattfinden wird. Im Anschluss an das Berliner Forum kamen die Kiever Expertinnen daher mit den Berliner Veranstaltern zu einem Austausch zusammen. Dabei besprachen sie vor allem Erfahrungen und Herausforderungen aus dem Organisationsprozess. Besonders interessant war für beide Seiten die Frage der Einbindung von Politiker/innen sowie von freiwilligen Helfer/innen.
"Mehr bewegen!" wird gefördert durch das Auswärtige Amt, die Berliner Senatsverwaltung und den Paritäter Berlin. Für die Ermöglichung der Austauschmaßnahme im Kontext des JugendFORUMS gilt unser besonderer Dank der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.
Website des Projekts: www.m18.org.ua
Der DRA vergibt zum 1. September 2018 ein dreimonatiges Praktikum in seinem Berliner Büro als Assistenz der Geschäftsführung in Vollzeit (39 h/Woche). Die Tätigkeiten umfassen die Unterstützung bei Projektarbeiten (Antragstellung, Durchführung, Abrechnung und Berichterstattung), die Unterstützung der Geschäftsführung, die Kommunikation mit Partnern, Recherchen, Zuarbeiten zu Analysen, Übersetzungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie allgemeine Büroorganisation. Das Praktikum wird betreut und mit 350 Euro monatlich vergütet. Interessierte senden ihre Bewerbungen bitte bis zum 12. August 2018 per E-Mail an assistenz@austausch.org. Die Bewerbungsgespräche finden am 17. und 20. August im DRA-Büro bzw. per Skype statt. Genauere Informationen finden Sie HIER.
In Kooperation mit dem Paritätischen Berlin-Brandenburg und den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) betreut der DRA Stellen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD). Das Programm wird vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) gefördert.
Zum 1. Januar 2019 besetzt der DRA einen einjährigen Bundesfreiwilligendienst in Vollzeit (40 Wochenstunden) oder Teilzeit (ab 30 Wochenstunden) in seinem Berliner Büro. Schwerpunkte sind die Mitwirkung an aktuellen Projekten und der Entwicklung künftiger Projekte sowie die Unterstützung der Geschäftsführung.
Zu den konkreten Aufgaben gehören außerdem u.a. die Korrespondenz/Kommunikation mit Partnern in Deutschland, Russland, der Ukraine und weiteren Ländern, Zuarbeit zur Datenbankpflege, allgemeines Büromanagement und Recherchen. Die Betreuung eines eigenen Projektes ist erwünscht und kann verabredet werden.
Besonders freuen wir uns auch über Interesse und Kompetenzen für die Mitwirkung an unserer Öffentlichkeitsarbeit (Website, Social Media u.a.m.) und/oder für IT-Fragen.
Vorausgesetzt werden u.a. Interesse an Osteuropa, an politischen und sozialen Fragen in Europa allgemein, an der Arbeit von NGOs und der internationalen Zusammenarbeit, Flexibilität und Freude an der Arbeit im Team, Deutsch als Muttersprache sowie nach Möglichkeit fortgeschrittene Englisch- und/oder Russischkenntnisse.
Weitere Informationen HIER.