Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
ist Ihnen etwas aufgefallen? Unser Newsletter hat ein neues Design - und nicht nur dieser! Unsere Website ist ebenfalls neu gestaltet und moderner geworden. Schauen Sie doch gleich mal nach unter www.austausch.org.
In diesem Newsletter informieren wir Sie wie immer über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).
Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder Fördermitgliedschaft! Der Verein finanziert sich ausschließlich durch projektgebundene Zuwendungen, Mitgliedsbeiträge und private Spenden. Ohne Ihre Unterstützung ist unsere Arbeit unmöglich.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse! Wir wünschen Ihnen eine frohe Adventszeit.
Ihr Stefan Melle (Geschäftsführer)
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Zur Anknüpfung zahlreicher Kontakte und einem umfassenden Informationsaustausch konnte der neue Geschäftsführer des DRA, Stefan Melle, seine Teilnahme an der internationalen Konferenz von Nichtregierungsorganisationen "Civil G8" Anfang Juli in Moskau nutzen. Unter anderem vereinbarte er die Fortsetzung der Kooperationen mit dem Menschenrechtszentrum Memorial und dem Zentrum für die Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten (Moskau). Die Assoziation "Mütter Tschetscheniens" interessierte sich für die Idee des DRA zu Bildungsvorhaben im Nordkaukasus; auch mit dem Moskauer Büro der britischen Charities Aid Foundation (CAF), dem Moskauer Jugendzentrum für Menschenrechte und Rechtskultur und der studentischen Assoziation junger Führungskräfte wurden mögliche gemeinsame Projekte besprochen. Auf Beharren der russischen NGOs waren die Menschen- und Bürgerrechte eines der zentralen Konferenzthemen. Von den Staatschefs der G8 forderten die NGOs unter anderem, kritische Bürgerinitiativen nicht unter dem Vorwand des Kampfs gegen den Terror zu verfolgen und ihre Arbeit nicht durch übermäßige Bürokratisierung oder die Gründung quasistaatlicher NGOs zu erschweren.
Fünf von der Europäischen Freiwilligenagentur des DRA vermittelte deutsche Freiwillige werden vom November 2006 bis April 2007 in sozialen Einrichtungen der ukrainischen Regionen Riwne, Sumy, Donezk, Cherson und Tscherniwzi (Czernowitz) mitwirken. Sie bekommen so einen Einblick in die Tätigkeit dortiger Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Belange gesellschaftlich benachteiligter Gruppen engagieren. Zugleich sollen die beteiligten regionalen "Zentren für soziale Partnerschaft", an deren Aufbau der DRA maßgeblich mitgewirkt hat, untereinander und mit deutschen NGOs vernetzt werden. Ein weiteres Anliegen des Projekts, das vom Fonds "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" finanziert wird, ist es, die Idee des bürgerschaftlichen Engagements in der Ukraine weiter zu verbreiten.
Für sieben deutsche Schülerinnen endete am 1.7. ein ereignisreiches Jahr in St. Petersburg - und für den DRA St. Petersburg die erste Runde seines 2005 gestarteten Schüleraustauschprogramms. Nach einem zweitägigen Auswertungsseminar und einem großen Abschiedsfest wurden die diesjährigen Teilnehmerinnen am Flughafen Pulkovo II tränenreich verabschiedet. Eindrucksvoll und intensiv war das Austauschjahr nicht nur für die Schülerinnen, sondern auch für alle anderen Beteiligten: die Petersburger Gastfamilien, die Mentor_innen und Schulbetreuer_innen und natürlich die Mitarbeiter_innen des DRA. Für die sieben Petersburger Schüler_innen, die vor einem Jahr in umgekehrter Richtung aufbrachen, endete der Aufenthalt in Deutschland ein wenig später: Am 14. Juli nahmen ihre Eltern und der DRA sie am Flughafen in Empfang. Unterdessen haben bereits die Vorbereitungen für das Austauschjahr 2006/07 begonnen.
Über 2000 Besucher_innen zog das von der russischen "Bewegung gegen Armut" organisierte Festival ART-SOBES an, das eine Woche vor dem G8-Gipfel auf die weltweite Armutsproblematik aufmerksam machte. Die Gesamtkoordination hatte der DRA St. Petersburg übernommen, der sich an der "Bewegung gegen Armut" beteiligt. Am 7.7. fand im Theater der Jugend ein sechsstündiges Open-Air-Konzert statt. Drei Tage darauf wurde im Achmatowa-Museum eine Ausstellung eröffnet, in der Installationen von 12 KünstlerInnen aus Berlin und Petersburg zu sehen sind. Gezeigt werden auch Videos und Plakate zur Werbung für soziale Anliegen, eine Fotoausstellung über Obdachlosigkeit, das Architekturprojekt "Ein Dach für die Obdachlosen" und eine Grafikausstellung zum Thema Armut. Zum Programm der Vernissage gehörten ein Runder Tisch zum Thema "Kunst und Politik", die Uraufführung einer Komposition von Wladimir Rannew (Köln), die Postkartenaktion "Gemeinsam gegen Armut" sowie verschiedene Performances. Zahlreiche Medien, darunter drei Fernsehkanäle und vier Nachrichtenagenturen, haben über das Festival berichtet. Finanziert wurde es von der britischen Hilfsorganisation Oxfam.
Mit einer speziell auf Migrant_innen zugeschnittenen Präsentation zum Thema "Freiwilliges Engagement" waren am 14.7. die Mitarbeiterinnen der Deutsch-Russischen Ehrenamtsbörse zu Gast an der Hartnackschule, einem Berliner Fremdspracheninstitut. Rund 30 Zuwanderer aus unterschiedlichsten Herkunftsländern, die an der Schule im Rahmen von Integrations- bzw. Universitätsvorbereitungskursen Deutsch lernen, nahmen mit regem Interesse an der Veranstaltung teil. Neben theoretischen Erläuterungen wurden Wege zu einem freiwilligen Engagement und konkrete Tätigkeitsfelder aufgezeigt. Derartige Präsentationen sollen künftig auch anderen Sprachkursträgern in Berlin angeboten werden.
In der Berliner Geschäftsstelle des DRA sind ab Ende September zwei vergütete Vollzeitpraktika von sechs Monaten Laufzeit zu vergeben. Es handelt sich um die Assistenz der Geschäftsführung und die Assistenz der Projektleitung der Deutsch-Russischen Ehrenamtsbörse. Das erstgenannte Praktikum umfasst v. a. allgemeine Verwaltungsaufgaben (Büroorganisation, Korrespondenz, Datenbankpflege). Zugleich bietet es die Möglichkeit zur Mitwirkung an der Projektarbeit und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Vorausgesetzt werden gute Russisch-, Englisch und PC-Kenntnisse. Die Assistenz bei der Ehrenamtsbörse umfasst die selbstständige Vermittlung von Ehrenamtlichen, Projektpräsentationen, die Kommunikation mit Kooperationspartnern und laufende Büroarbeit. Gute Russisch- und PC-Kenntnisse sind Voraussetzung. Sehr gern berücksichtigt werden Bewerbungen von Interessent_innen mit russischer Muttersprache, wenn sie über sichere Deutschkenntnisse verfügen. Bewerbungen mit Lebenslauf und Motivationsschreiben sind in beiden Fällen bis zum 31.8.06 einzureichen. Weitere Informationen ab 1.8. unter www.austausch.org.