DRA Newsletter Juli 2005


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

ist Ihnen etwas aufgefallen? Unser Newsletter hat ein neues Design - und nicht nur dieser! Unsere Website ist ebenfalls neu gestaltet und moderner geworden. Schauen Sie doch gleich mal nach unter www.austausch.org.

In diesem Newsletter informieren wir Sie wie immer über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder Fördermitgliedschaft! Der Verein finanziert sich ausschließlich durch projektgebundene Zuwendungen, Mitgliedsbeiträge und private Spenden. Ohne Ihre Unterstützung ist unsere Arbeit unmöglich.

Herzlichen Dank für Ihr Interesse! Wir wünschen Ihnen eine frohe Adventszeit. 

Ihr Stefan Melle (Geschäftsführer)

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Inhalt

1) Soziale Probleme kooperativ angehen: Seminar in Cherson/Ukraine

Wie lassen sich lokale Ressourcen optimal zur Lösung sozialer Probleme mobilisieren? Dieser Frage wird am 17-19.8. in Cherson eine Veranstaltung nachgehen, die im Rahmen des DRA-Projekts zur Stärkung der Zivilgesellschaft in der Ukraine stattfindet. Die Zusammenkunft von VertreterInnen lokaler NGOs, der Wirtschaft und der Behörden wird als Open-Space-Seminar gestaltet sein, bei dem sich die TeilnehmerInnen nach dem Prinzip der Selbstorganisation mit von ihnen gewählten Aspekten des Themas befassen. Die Moderation hat der Trainer und langjährige DRA-Kooperationspartner Jochen Töpfer. Weitere Informationen zum Projekt.

2) Freiwilligenengagement zu HIV/AIDS und zivilgesellschaftlichem Lernen

Für sieben DRA-Freiwillige aus Russland, der Ukraine, Belarus und Moldowa beginnt Ende August ein sechsmonatiger Aufenthalt in Berlin. Zwei Themen stehen dabei im Mittelpunkt: Drei der Freiwilligen werden in Einrichtungen mitwirken, die sich mit außerschulischer politischer Bildungsarbeit befassen; vier weitere Stellen sind in der Beratungs-, Betreuungs- und Präventionsarbeit zu HIV/AIDS angesiedelt (u.a. bei der Berliner Aidshilfe und bei Fixpunkt – Verein für suchtbegleitende Hilfen e.V.). Einführungs- und Begleitveranstaltungen werden den Teilnehmer_innen Gelegenheit zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Schwerpunktthemen bieten. Ermöglicht werden diese Freiwilligenprogramme durch Zuwendungen der Marion-Dönhoff-Stiftung, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ und der Stiftung West-Östliche Begegnungen.

3) Sommercamp erprobt kreative Annäherung an Geschichtsthemen

Gemeinsam mit der Berliner Theatergruppe „Ostarbeiter“ und mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ führt der DRA St. Petersburg Ende Juli im Nordwesten Russlands ein zweiwöchiges Sommerlager durch. Teilnehmen werden 40 Schüler_innen und Studierende aus Berlin, Sankt Petersburg, Moskau, Minsk und Irkutsk. Unter der Überschrift „Geschichte begegnen, erspielen, verstehen“ werden sie sich mit der Geschichte von Krieg und Verfolgung im Gebiet Pskow befassen. Vorgesehen sind Zeitzeugengespräche, die Auseinandersetzung mit Menschenrechtsfragen und Instandhaltungsmaßnahmen an einer Gedenkstätte, die an ein Pogrom in dem Städtchen Nevel erinnert, bei dem 1941 fast 2000 Juden ermordet wurden. Zusammen mit den Regisseuren der „Ostarbeiter“ und zwei Theaterpädagogen aus dem Bereich der Improvisationskunst sollen außerdem vier kleine Bühnenprojekte zum Thema „Geschichte und Menschenrechte“ auf die Beine gestellt werden. Die Arbeitsergebnisse werden am 30.7. in Welikije Luky und zu einem späteren Zeitpunkt auch in St. Petersburg vorgestellt. Das Camp ist Bestandteil des DRA-Projekts „Geschichte begegnen, Menschenrechte verstehen".

4) Wohin bewegt sich Russland? – Tagungsankündigung

„Russland heute - Aufbau der Zivilgesellschaft oder auf dem Weg in die Diktatur?“ So lautet der Titel einer Tagung, die vom 7.-9. Oktober in Berlin stattfinden wird. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung des DRA mit dem Internationalen Versöhnungsbund, dem Friedensausschuss der Deutschen Quäker, den Müttern für den Frieden und dem Bund für Soziale Verteidigung. Auf dem Programm stehen Vorträge und Diskussionen zur politischen Gesamtentwicklung in Russland, zur Lage in Tschetschenien, zur Tschernobyl-Thematik u.a.m. Erwartet werden neben anderen auch Juri Dschibladse vom Zentrum für Demokratie und Menschenrechte in Moskau und Fjodor Mikuschin von Eko-Logika aus Rostow am Don; mit beiden ist der DRA durch langjährige Zusammenarbeit verbunden.

5) Berliner Unterkunft für osteuropäische Freiwillige gesucht!

Für den Zeitraum vom 15.8.05 - 5.2.06 sucht der DRA für mehrere Freiwillige aus der Russischen Föderation, der Ukraine, Belarus und Moldowa möblierte WG-Zimmer in Berlin. Die Freiwilligen sind in der Regel Anfang bis Mitte 20 und werden hier in sozialen und politischen Organisationen mitarbeiten. Die Miete (max. 200 € warm) wird komplett vom DRA getragen.