DRA Newsletter Juli 2004


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

ist Ihnen etwas aufgefallen? Unser Newsletter hat ein neues Design - und nicht nur dieser! Unsere Website ist ebenfalls neu gestaltet und moderner geworden. Schauen Sie doch gleich mal nach unter www.austausch.org.

In diesem Newsletter informieren wir Sie wie immer über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org).

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder Fördermitgliedschaft! Der Verein finanziert sich ausschließlich durch projektgebundene Zuwendungen, Mitgliedsbeiträge und private Spenden. Ohne Ihre Unterstützung ist unsere Arbeit unmöglich.

Herzlichen Dank für Ihr Interesse! Wir wünschen Ihnen eine frohe Adventszeit. 

Ihr Stefan Melle (Geschäftsführer)

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Inhalt

1) DRA-Alumni: Bitte melden! Netzwerk im Aufbau

Im Laufe seines mehr als zehnjährigen Bestehens hat der DRA Hunderte von Freiwilligen zur zeitweiligen Mitarbeit in NGOs vermittelt. Ursprünglich auf Deutschland und Russland beschränkt, bezieht dieser internationale Austausch nun schon seit Jahren etliche weitere europäische Länder ein. Für seine zahlreichen Alumni möchte der Verein jetzt ein besonderes Netzwerk knüpfen. Alle, die zu irgendeinem Zeitpunkt einen DRA-vermittelten Freiwilligendienst oder ein Praktikum in einem der DRA-Büros absolviert haben, sollen von einem Angebotspaket profitieren können, dass die gezielte Kontaktpflege, besondere Informationspools und Einladungen zu Veranstaltungen umfassen wird. Für den Herbst 2004 ist ein erstes Treffen geplant. Alle Alumni, die dazu mehr erfahren möchten, sind herzlich eingeladen, sich anzumelden bzw. andere Alumni, mit denen sie noch in Kontakt stehen, auf das neue Netzwerk aufmerksam zu machen.

2) Neue Wege der sozialen Arbeit in Wolgograd

Die Zusammenarbeit zwischen religiösen und nicht-religiösen Organisationen in sozialen Fragen zu fördern, gehört zu den Zielen des Projekts "Stärkung der Interessenvertretung sozial benachteiligter Gruppen in Südrussland" (DRA/Diakonisches Werk). Deutliche Erfolge in dieser Richtung erbrachte ein Arbeitstreffen von VertreterInnen beider Bereiche, das am 11.7. in Wolgograd (unter Mitwirkung von Michael Sturm, Gossner Mission) stattfand und in die Gründung des neuen Netzwerks "Sozialer Dienst" mündete. Die Beteiligten - die Russisch-Orthodoxe Kirche, die Katholische Kirche, Baptisten, Adventisten, die Jüdische Gemeinde, fünf religiöse gemeinnützige Vereine und zehn nicht-religiöse NGOs – vereinbarten Formen künftiger Kooperationen und bestimmte Grundsätze, so die Priorität der sozialen Arbeit vor dem Glaubensbekenntnis und die schwerpunktmäßige Ausrichtung auf Kinder und Jugendliche. Als erste gemeinsame Unternehmung ist nun ein Hilfsprojekt für benachteiligte Kinder in Planung. Besonderen Anteil am Aufbau des Kontaktnetzes hatte die DRA-Partnerorganisation Klub UNESCO, eine russische NGO, die sich v.a. für eine Verbesserung der rechtlichen und sozialen Situation von Kindern und von Menschen mit Behinderungen einsetzt.

3) Zu Toleranz erziehen – Lehrmaterialien für Russlands Schulen

Welche Möglichkeit haben Schulen, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein ihrer Schüler_innen zu wecken und zu fördern? Was ergibt ein internationaler Vergleich von Schulbüchern und Lehrmaterialien? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Rundtischgesprächs russischer Expert_innen mit der Gastreferentin Ellie Keen (UK), das am 23.7. in Moskau stattfand. Die Veranstaltung war Teil des EU-geförderten Programms "Interethnische Beziehungen und Bildung", dessen Ziel darin besteht, einschlägige russischsprachige Lehrmaterialien zu erarbeiten und zu erreichen, dass sie im Rahmen des Toleranzprogramms der russischen Regierung landesweit zur Anwendung kommen.

4) Osteuropäische Freiwillige in Berlin besuchen Institutionen des politischen Lebens

Für die seit Anfang Juli aufgrund Vermittlung des DRA in Berliner NGOs tätigen elf Freiwilligen aus Russland, Belarus, der Ukraine und Polen begann der Einstieg in das Begleitprogramm mit einer Gesprächsrunde in der Bundeszentrale für politische Bildung. Für die kommenden Wochen sind unter anderem Besuche in Bundeskanzleramt, Bundestag und Auswärtigem Amt, eine Fahrt zur Gedenkstätte Sachsenhausen sowie Treffen mit Vertreter_innen von ATTAC, des Bundes gegen ethnische Diskriminierung und einer Berliner Freiwilligenagentur vorgesehen. Erfahrungsgemäß werden die Gelegenheiten zum Gedankenaustausch, die sich durch die seitens des DRA regelmäßig organisierte begleitende politische Bildung bieten, auch von den jeweiligen Gastgebern immer wieder begrüßt.