DRA Newsletter Januar 2004


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) Anti-Diskriminierungs-Gesetze: Training für russische Jurist_innen

Im Rahmen des DRA-Projekts "Promotion of Tolerance and Improving Interethnic Relations" findet vom 04.-08. Februar in Moskau das dritte von vier Trainings für eine Gruppe von 19 JuristInnen aus ganz Russland statt. Thema sind dieses Mal die Anti-Diskriminierungs-Gesetze und ihre Implementierung in westeuropäischen Ländern. Geleitet wird die Fortbildungsveranstaltung von den internationalen Experten Carmen Thiele (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder), Barbara Cohen (Großbritannien) und Prof. Juha Tolonen (Finnland).

2) Ukraine: NGO-Förderung durch Multiplikatorenschulung

Gemeinsam mit seinem langjährigen ukrainischen Partner, dem NGO-Support-Zentrum GURT, veranstaltet der DRA vom 03.-05. Februar in Sumy/Ukraine für 15 Mitarbeiter_innen örtlicher NGOs ein Training zu Methoden des Freiwilligenmanagements. Veranstaltet wird es im Rahmen des zweijährigen Projekts "NGO Development - Ukraine, Kyiv and selected regions", an dem der DRA neben weiteren Organisationen mitwirkt. Das von Stephan Malerius (DRA Berlin) geleitete Training wird die Grundlage für die Entwicklung eines Lehrmoduls bilden, mit dem in Zukunft ukrainische Trainer landesweit Fortbildungen zu diesem Thema durchführen können.

3) NGO-Netzwerk in Südrussland wächst weiter

Seit Dezember 2003 beteiligen sich drei weitere und damit nun insgesamt sechs örtliche NGOs an dem Projekt "Stärkung der Interessenvertretung sozial benachteiligter Gruppen in Südrussland", das der DRA mit Unterstützung des Diakonischen Werks in Wolgograd durchführt. Mit Öffentlichkeitsarbeit und Beratungs- und Fortbildungsangeboten engagieren sich diese russischen Partnerorganisationen für die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, Drogenabhängigen, Menschen mit HIV-AIDS, Flüchtlingen, Sozialwaisen und Strafgefangenen. Durch die themenübergreifende Zusammenarbeit von NGOs mit unterschiedlichen Zielgruppen entsteht hier ein neues Netzwerk zur Durchsetzung der Menschenrechte sozialer Minderheiten.

4) 20 Freiwillige aus 7 osteuropäischen Ländern unterstützten Berliner NGOs

Durch Vermittlung des DRA kamen im September 2003 zwanzig junge Freiwillige aus Belarus, Polen, Russland, der Ukraine, Lettland, Estland und Litauen nach Berlin, um hier ein halbes Jahr in NGOs mitzuarbeiten. Sie lernten dabei Organisationen kennen, die sich aktiv mit den Problemen von Ausländer_innen, Migrant_innen und ethnischen Minderheiten auseinandersetzen. Zum Abschluss kommt ihr Freiwilligendienst mit einem Seminar am 16.-18.2. in Rostock, das eine Evaluierung des Aufenthalts und die Frage der Rückintegration zum Inhalt haben wird. Ermöglicht wurde diese Freiwilligenvermittlung durch das EU-Programm European Volunteer Service.

5) Neues Buch zu Zivilgesellschaft in Russland

Bereits im Oktober 2003 erschien das Buch "Russland auf dem Weg zum Rechtsstaat? Antworten aus der Zivilgesellschaft". Herausgeber ist das Deutsche Institut für Menschenrechte. Die redaktionelle Leitung lag bei Stefanie Schiffer, der Geschäftsführerin des DRA. Das Buch mit Beiträgen von A. Daniel, S. Kowaljow und über 20 weiteren russischen AutorInnen umfasst analytische Artikel und 22 Kurzporträts russischer NGOs aus verschiedenen Regionen. Es ist gegen eine Schutzgebühr von 9 Euro erhältlich (ISBN: 3-9808112-7-1).