DRA Newsletter Februar 2007


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) Qualitätssiegel für DRA-Ehrenamtsbörse

Die Berliner Deutsch-Russische Ehrenamtsbörse des DRA erhält das Qualitätssiegel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa). Zusammen mit fünf weiteren Freiwilligenagenturen aus dem Bundesgebiet wurde dem DRA das Siegel am 5.2. im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages verliehen. Dafür hat sich die Ehrenamtsbörse einer umfassenden Qualitätsprüfung gestellt. Eine unabhängige Expertengruppe beurteilte die Arbeit des Jahres 2006 auf der Grundlage einer umfangreichen Dokumentation der Börse unter anderem zur Beratung und fachlichen Unterstützung von Freiwilligen und Organisationen sowie zur öffentlichen Präsenz der Angebote. Die Einführung des Qualitätsmanagement-Systems der bagfa wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

2) Bericht zur Lage russischer NGOs im evangelischen Wolga-Arbeitskreis

Über die Situation der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in Russland sowie die Entwicklung in dem Land vor den Duma- und Präsidentenwahlen sprach der Geschäftsführer des DRA, Stefan Melle, am 29.1. auf einem Treffen des Wolga-Arbeitskreises des Berliner Missionswerks. Während der Wohlstand in Russland allmählich steigt und der Mittelstand wächst, werden unabhängige Medien und politische Kritik immer stärker in Randbereiche abgedrängt. Erste Erfahrungen mit dem NGO-Gesetz von 2006 zeigen, dass es für die Bürgerinitiativen vor allem eine immense bürokratische Mehrbelastung bedeutet. Den meisten NGOs wurde die Umregistrierung gewährt, oft jedoch erst nach mehreren Anläufen. Die Organisationen sind mit behördlichen Entscheidungen konfrontiert, denen es an Transparenz mangelt, und müssen über ihre Projekte und Förderer detailliert Rechenschaft ablegen. Belastet werden davon auch Vor-Ort-Kooperationen, wie sie der Wolga-Arbeitskreis betreut. Dem von Pfarrer Lars Haake geleiteten Gremium gehören VertreterInnen zahlreicher evangelischer Kirchengemeinden in Berlin-Brandenburg an, die seit Jahren mit Partnergemeinden im Wolgagebiet zusammenarbeiten oder dort Sozialprojekte unterstützen.

3) Mit Filmen und Debatten für ein multikulturelles St. Petersburg

„Augen auf!“ – „Otkroj glasa!“: Unter diesem Titel findet vom 21.-25.3. in Petersburg ein Filmfestival statt, mit dem zahlreiche NGOs der Stadt gemeinsam ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für das multikulturelle Zusammenleben setzen wollen. Gezeigt werden Filme aus aller Welt, die sich mit Aspekten des Themas befassen. Ebenfalls vorgesehen sind Diskussionen mit Wissenschaftler_innen, Filmschaffenden, Projektorganisator_innen und VertreterInnen von Politik und Behörden aus Russland und Deutschland. Der Eintritt ist frei. Die Koordination des Festivals haben der DRA St. Petersburg und der Sozialdemokratische Jugendverein (SDSM) übernommen. Finanziert wird es vom Moskauer Fond „Totschka opory“ zur Unterstützung der Zivilgesellschaft sowie voraussichtlich durch die Stadtverwaltung St. Petersburg.

4) DRA entsendet erneut Freiwillige in die Ukraine

Am 10.2. fand in Berlin das Vorbereitungsseminar für fünf DRA-Freiwillige statt, die ab dem 1.3. für sechs Monate in die Ukraine gehen. Sie werden dort in den vom DRA mit aufgebauten Zentren für soziale Partnerschaft in Tscherniwzi, Donezk, Riwne, Cherson und Sumy arbeiten und lokale NGOs aus dem sozialen Bereich unterstützen. Das Seminar diente dem Kennenlernen, der Vermittlung wichtiger Einblicke in die ukrainische Kultur und Lebensart sowie der Einführung in die anstehende Freiwilligenarbeit. Alle fünf Freiwilligen interessieren sich lebhaft für die Länder Osteuropas wie auch für zivilgesellschaftliche Fragen und sehen der Abreise Richtung Kiew mit großer Motivation und Vorfreude entgegen.

5) Abenteuer Schüleraustausch – mit Russland als Reiseziel

Schützenhilfe von Schülerseite erhielt der DRA bei seiner für die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch übernommenen Aufgabe, an Schulen die Neugier auf Russland zu wecken. Sechs Schülerinnen aus Neubrandenburg reisten gemeinsam mit ihrer Lehrerin und der DRA-Projektleiterin Susanne Müller nach Karlshagen auf Usedom, um an der dortigen Regionalschule 40 gespannt lauschenden Altersgenossen von ihrem Austauschaufenthalt in Petersburg zu erzählen. Sie berichteten vom fremden Schulalltag, dem Leben in den Gastfamilien und der Begegnung mit der russischen Kultur und hatten außerdem eine eindrucksvolle Foto-Show mitgebracht. Die Karlshagener revanchierten sich mit der Präsentation ihrer Projektarbeiten zum Thema Russland. Die praktischen Tipps zur Organisation eines Schüleraustauschs, die bei der Veranstaltung ebenfalls vermittelt wurden, ließen für die Usedomer SchülerInnen eine Reise nach Russland in greifbare Nähe rücken: Noch dieses Jahr wollen sie einen Antrag bei der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch einreichen.

6) Mitwirkung willkommen: DRA-Ehrenamtlichentreffen 2007

Haupt- und Ehrenamtliche des DRA trafen sich am 14.2. in der Berliner Geschäftsstelle des Vereins zu einem Gedankenaustausch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der aktuelle Bedarf an ehrenamtlicher Mitwirkung und die thematischen Interessen der freiwilligen HelferInnen aufeinander abstimmen lassen. Geschäftsführung und Projektleiter_innen berichteten aus der laufenden Arbeit und skizzierten mögliche Aufgabenfelder. Die Tatkraft und die Impulse der Ehrenamtlichen sind für den DRA ein großer Gewinn. Allen, die die Aktivitäten des Vereins – zum Teil schon seit Jahren – mit ihrem Engagement unterstützen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

7) Praktikumsstelle im Berliner DRA-Büro zu besetzen

In der Berliner Geschäftsstelle des DRA ist ab Ende März ein vergütetes Vollzeitpraktikum von sechs Monaten zu vergeben. Es handelt sich um die Assistenz der Projektleitung der Deutsch-Russischen Ehrenamtsbörse. Das Praktikum umfasst die selbstständige Vermittlung von Ehrenamtlichen, Projektpräsentationen, die Kommunikation mit Kooperationspartnern und laufende Büroarbeit. Gute Russisch- und PC-Kenntnisse und selbstständiges Arbeiten sind Voraussetzung. Sehr gern berücksichtigt werden Bewerbungen von Interessent_innen mit russischer Muttersprache, sofern sie über sichere Deutschkenntnisse verfügen. Weitere Informationen unter www.austausch.org.