Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)
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Sehr geehrte Freunde und Freundinnen, liebe Mitglieder, Unterstützer_innen und Interessent_innen des Deutsch-Russischen Austauschs! Im Namen unseres Vereins und aller Mitarbeiter_innen wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und im neuen Jahr viel Tatkraft, Gesundheit und persönliches Wohlergehen. Uns allen wünschen wir für 2010 einige erkennbare Fortschritte bei der Lösung der großen Aufgaben der Menschen – der Armutsbekämpfung, der Durchsetzung der Menschenrechte, dem Umwelt- und Klimaschutz, der interkulturellen Toleranz, der Stärkung von Bildung und solidarischen, kultur- und geschichtsbewussten Gesellschaften. Wir danken sehr herzlich allen Zuwendungsgebern, Kolleg_innen, unseren Mitgliedern, Fördermitgliedern und Spender_innen, die uns darin unterstützt haben, in der konkreten Zusammenarbeit mit Partnern in Russland und weiteren osteuropäischen Ländern erneut so zahlreiche verschiedene Projekte mit vielen Hundert Teilnehmer_innen und Tausenden Gästen zu realisieren – besonders auch jenen, die während unserer vor kurzem begonnenen Fördermitglieder-Werbeaktion „100 für den DRA“ neu zu uns gestoßen sind. Wir würden uns sehr freuen, wenn noch viele von Ihnen sich dem anschließen – und uns so dabei helfen, dem Engagement des Vereins eine stabile Basis zu geben. Mit herzlichen Grüßen – Stefan Melle und das Team des DRA
Die Chance, die UN-Konferenz in Kopenhagen zum Ausgangspunkt verbindlicher Klimaschutzaktivitäten zu machen, darf nicht ungenutzt bleiben! Dies fordert der DRA gemeinsam mit unzähligen Organisationen, Fachleuten und -zig Millionen Menschen weltweit am heutigen Abschlusstag der Konferenz. Auf Einladung des DRA und der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) Moskau berichteten auch sechs Journalist_innen landesweiter russischer Medien aus Kopenhagen, darunter der Zeitung Kommersant, des Radiosenders Echo Moskau und der Agentur RIA Novosti. Unterstützt werden sie dabei von Angelina Dadydova (DRA) und Alisa Nikulina (HBS), die ihnen u.a. Kontakte zu russischen und internationalen Nichtregierungsorganisationen sowie Regierungsvertreter_innen vermitteln. Darüber hinaus sind beide selbst gefragte Expertinnen und wirken an der Gestaltung des Internet-Blogs russischer Bürgerinitiativen zum Gipfel „Weniger als 2 Grad“ mit. Der Aufenthalt wurde vom Diakonischen Werk der EKD, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der HBS gefördert. Obwohl die Arbeitsbedingungen für Medien und NGOs am Konferenzort teilweise inakzeptabel waren, haben die russischen Journalisten intensiv über die Verhandlungen informiert und das Interesse an Klimafragen auch in Russland vergrößert. Zuletzt hatte sich auch die russische Regierung – anders als noch vor dem Sommer – bereit erklärt, nennenswerte Emissionssenkungen bei Treibhausgasen mitzutragen.
Russlands Präsident Dmitrij Medvedev hat die Staatsduma gestern aufgefordert, das 14. Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention von 2004, mit dem die Arbeitsfähigkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) verbessert werden soll, zu ratifizieren und so die jahrelange Blockade der Reform zu beenden. Medvedev sagte vor den Ministern für Justiz und Äußeres, dem Vorsitzenden der Duma und dem Leiter der Präsidialadministration, das Protokoll und die effektive Arbeit des EGMR seien wichtig und etliche Wünsche Russlands nun berücksichtigt. Vorgestern hatte die Menschenrechtsorganisation Memorial in Moskau erklärt, sie werde ihre Arbeit in Tschetschenien wieder aufnehmen, die sie im Juli nach dem Mord an ihrer dortige Mitarbeiterin Natalja Estemirova ausgesetzt hatte. Die unzähligen Rechtsverletzungen in der Kaukasusrepublik müssten weiterhin aufgeklärt und angeklagt werden. Dies werde gemeinsam mit Organisationen wie der Moskauer Helsinki-Gruppe, Amnesty International, Human Rights Watch und der Menschenrechtsföderation FIDH geschehen. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrov, dem quasi-diktatorische Amtsführung und viele Gewaltverbrechen vorgeworfen werden, erhielt diese Woche den Rang eines Generals der Polizei.
In Kooperation mit der belarussischen Organisation „Soziale Projekte“ führt der DRA seit dem Frühjahr 2009 in Gomel ein Projekt durch, das speziell unter älteren Menschen für ein freiwilliges Engagement wirbt und damit zugleich das aktive Miteinander von Jung und Alt stärkt. Welche Modelle es dazu in Deutschland gibt, erfuhren vier Mitarbeiterinnen des Projekts im Rahmen einer vom DRA vorbereiteten Studien- und Begegnungsreise, die sie vom 29. November – 4. Dezember nach Berlin führte. Hier besuchten sie zahlreiche Organisationen und Netzwerke, darunter insbesondere Freiwilligenagenturen und Träger, in denen generationsübergreifende Freiwilligendienste bereits verwirklicht werden. Dabei bestand reichlich Gelegenheit zum kollegialen Austausch über Methoden, Ansätze und Ideen rund um das Thema. Ein wichtiger Gewinn waren außerdem neue Kontakte und Kooperationsperspektiven sowie allgemeine Einblicke in die Struktur der deutschen Zivilgesellschaft. Allen beteiligten Gesprächspartnern in Berlin möchten wir, auch im Namen unserer belarussischen Kolleginnen, herzlich danken! Die Studien- und Begegnungsreise wurde durch das Kontaktprogramm Belarus der Robert-Bosch-Stiftung und durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert.
Zum „Internationalen Freiwilligentag“ am 5. Dezember lud der DRA St. Petersburg Freiwillige zahlreicher gemeinnütziger Organisationen und Einrichtungen der Stadt zu einem großen Treffen in seinen Veranstaltungssaal. Um Kontakte zu knüpfen und zu stärken, sich auszutauschen und miteinander zu feiern, kamen freiwillige Mitarbeiter_innen u.a. von Greenpeace, der Obdachlosenhilfe „Notschleschka“, der Behindertenhilfeorganisation „Perspektivy“, der Krebshilfestiftung AdVita, der internationalen Studentenorganisation AIESEC, des Roten Kreuzes und des Freiwilligendienstes der Eremitage. Geboten wurden ein Kurzfilm über die Arbeit gemeinnütziger Organisationen in Petersburg, ein Tauschflohmarkt, Musik – und reichlich Gelegenheit zu intensiven Gesprächen. In St. Petersburg hat sich in den vergangenen Jahren eine aktive Zusammenarbeit von Freiwilligenorganisationen entwickelt, zu der der DRA St. Petersburg wesentlich beigetragen hat.
Für die Sieger_innen eines Essay-Wettbewerbs, den die Staatliche Geisteswissenschaftliche Universität (RGGU) in Moskau zum 20-jährigen Jubiläum des Falls der Berliner Mauer auslobte, organisiert der DRA vom 8.-12. Februar 2010 einen thematischen Aufenthalt in Berlin. Die Siegerinnen erhalten die Reise in Anerkennung ihrer hervorragenden Einsendungen. Sie steht unter dem Motto „Das wiedervereinigte Deutschland 1990-2010: Ansichten aus Russland und Deutschland“. Geplant sind u.a. ein gemeinsamer Workshop mit Studierenden der Humboldt-Universität, Treffen mit Zeitzeugen der Wende und des Vereinigungsprozesses sowie Besuche von Erinnerungsorten und von Institutionen der Geschichtsaufarbeitung und der aktuellen Politik. Die Begegnung wird von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, der Robert-Bosch-Stiftung und dem Koordinationsbüro für den deutsch-russischen Jugendaustausch in Moskau gefördert.
Drei Monate lang in Russlands „zweiter Hauptstadt“ Petersburg, im karelischen Petrosavodsk oder weit östlich des Ural in Novosibirsk zur Schule gehen und in einer Gastfamilie wohnen? Am 31. Januar 2010 endet die Bewerbungsfrist für deutsche Schüler_innen, die 2010 an diesem kostenpflichtigen Programm des DRA teilnehmen möchten. Der Aufenthalt fällt in die Monate September – November, der Gegenbesuch der russischen Partnerschüler_innen ist bereits für Mai - Juli 2010 vorgesehen. Der DRA Berlin organisiert den Schüleraustausch in Kooperation mit dem DRA St. Petersburg, der Organisation „Iniziativa“ in Petrosavodsk und dem Sibirischen Institut für Umweltinitiativen in Novosibirsk. Möglich sind auch mehrwöchige Praktika in gemeinnützigen Organisationen. In diesem Fall ist der Bewerbungsschluss für den nächsten Turnus (Praktikum in Russland im Oktober/November 2010; Gegenbesuch der Partner in Deutschland im Januar/Februar 2011) der 31. März 2010. Alle weiteren Informationen unter www.austausch.org/schueleraustausch.
Die Internationale Jugendmenschenrechtsbewegung (YHRM) in Russland ruft in Zusammenarbeit mit osteuropäischen Partnerorganisationen junge engagierte Menschen aus Deutschland – darunter Studierende und junge Vertreter_innen von Wissenschaft, NGOs und Medien – auf, sich an dem Langzeitprogramm „Vergangenheit und Zukunft der Demokratie in Osteuropa“ zu beteiligen. Bis 27. Januar können Bewerbungen bei YHMR eingereicht werden. Das Programm umfasst auch Belarus und die Ukraine und widmet sich Menschenrechts-, antifaschistischer und Friedensarbeit. Details unter www.afc.ynnet.org/ru/node/106.