Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)
Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder Fördermitgliedschaft! Der Verein finanziert sich ausschließlich durch projektgebundene Zuwendungen, Mitgliedsbeiträge und private Spenden. Ohne Ihre Unterstützung ist unsere Arbeit unmöglich. Herzlichen Dank!
Besuchen Sie den DRA auf Facebook: facebook.de/DRAberlin
Das EU-Projekt zum Aufbau und zur nachhaltigen Stärkung von fünf „Zentren für soziale Partnerschaft“ in der Ukraine, an dem der DRA maßgeblich beteiligt ist, geht in sein zweites und letztes Jahr. Schon jetzt kann es als Erfolgsgeschichte gelten: Die einzelnen Maßnahmen in fünf Regionen des Landes (darunter eine vielfältige Beratungstätigkeit für kleinere NGOs und lokale Behörden, die Vermittlung von über 80 Freiwilligen sowie Kurse zum NGO-Management an ukrainischen Universitäten) wurden von den Zielgruppen – NGOs und sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten vor Ort – als sehr hilfreich und effektiv gewertet. Auch bei einer Evaluierung durch die EU erhielt das von der DRA-Mitarbeiterin Christine Leiser geleitete Projekt zum Teil Höchstnoten, die nur sehr selten vergeben werden. Damit ist es gegenwärtig eines der erfolgreichsten innerhalb des Tacis-Programms der EU. In den verbleibenden 12 Monaten besteht das Ziel vor allem darin, die Zusammenarbeit der Zentren zu verstärken, Strategien für sie zu entwickeln, die über die Projektdauer hinausreichen, sowie Aktivitäten für ihre finanzielle Unterstützung auf den Weg zu bringen.
Innerhalb des EU-Projektes „Civic Education“ in der Ukraine, an dem der DRA mitwirkt, fand vom 17.-19.8. in Lwiw (früher Lemberg) ein Workshop für Lehrer_innen aus mehreren Regionen des Landes statt. Ziel war es, europäische Erfahrungen mit Kleinprojekten von Schüler_innen im Bereich der politischen Bildung zu vermitteln. Die Lehrer_innen sollen anschließend Schul- und Jugendgruppen beraten, die im Rahmen desselben EU-Projektes eine Förderung für außerschulische demokratiefördernde Vorhaben erhalten haben. Für den polnischen Projektpartner, das Warschauer Centrum Edukacji Obwatelskiej, wirkte Malgorzata Bakalarz an der Veranstaltung mit. Der DRA hatte als Expertin Ingrid Halbritter entsandt, die im bosnischen Sarajewo das überaus erfolgreiche Projekt Daedalos aufgebaut hat - einen Unesco-Bildungsserver, der Informations- und Unterrichtsmaterialien zu politischer Bildung und Friedenserziehung in zahlreichen Sprachen bereitstellt. Frau Halbritter berichtete von ihren Erfahrungen mit außerschulischen Jugendprojekten auf dem Balkan.
Am 18./19.7. fand in Berlin das Festival „!Bewege“ statt, das freiwillig engagierten jungen Menschen aus mehreren Ländern Ost-, Mittel- und Südosteuropas sowie aus Deutschland die Möglichkeit bot, neue Kontakte zu knüpfen und binnen kürzester Zeit Projektideen zu entwickeln. Zu den 20 Organisatoren gehörten neben dem Deutsch-Russischen Austausch u.a. das Theodor-Heuss-Kolleg, Aktion Sühnezeichen, die Friedrich-Ebert-Stiftung und der Freiwilligendienst AFS. Auf einem Empfang in der Alten Feuerwache nahe dem Berliner Spittelmarkt wurden die im Laufe der zweitägigen Begegnung erdachten und durchgeführten Kurzzeitprojekte der Freiwilligen vorgestellt. Sie reichten von der Einladung an Passanten, schnell eine Postkarte an alte Bekannte zu verfassen, über Touristenführungen durch Berlin-Neukölln bis zum Straßenquiz über Tschechien. Sie alle standen unter dem Motto „!Bewege“ - dem der Mobilität, aber auch des bürgerschaftlichen Engagements. Für den DRA hatte Eveline Odermatt an der Vorbereitung mitgewirkt und Juliane Juergensohn eines der Trainings während der Veranstaltung geleitet.
Die Deutsch-Russische Ehrenamtsbörse des DRA in Berlin wird in diesem Jahr erneut beim Evangelischen Gemeindetag für Aussiedler_innen mit einem Informationsstand vertreten sein, um bei den Besucher_innen für ein ehrenamtliches Engagement zu werben. Zu dem Treffen laden die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg und das Diakonische Werk am Sonnabend, dem 16.9., von 10-16 Uhr in die Apostel-Paulus-Kirche in Berlin-Schöneberg ein. Am selben Tag findet auch der Berliner Freiwilligen Tag statt; für diese Veranstaltung und ihre Anliegen hat der DRA in den vergangenen Wochen vor allem bei den Vertreter_innen verschiedener Migrantenorganisationen gezielt geworben. Zu den konkreten Angeboten des Freiwilligentages.
In der Berliner Geschäftsstelle des DRA sind ab Ende September zwei vergütete Vollzeitpraktika von sechs Monaten Laufzeit zu vergeben. Es handelt sich um die Assistenz der Geschäftsführung und die Assistenz der Projektleitung der Deutsch-Russischen Ehrenamtsbörse. Das erstgenannte Praktikum umfasst Möglichkeiten zur Mitwirkung an der Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins sowie allgemeine Verwaltungsaufgaben (Büroorganisation, Korrespondenz, Datenbankpflege). Erwartet werden gute Russisch-, Englisch- und PC-Kenntnisse. Die Assistenz bei der Ehrenamtsbörse umfasst die selbstständige Vermittlung von Ehrenamtlichen, Projektpräsentationen, die Kommunikation mit Kooperationspartnern und laufende Büroarbeit. Gute Russisch- und PC-Kenntnisse sind Voraussetzung. Sehr gern berücksichtigt werden Bewerbungen von Interessent_innen mit russischer Muttersprache, wenn sie über sichere Deutschkenntnisse verfügen. Bewerbungen mit Lebenslauf und Motivationsschreiben sind in beiden Fällen bis zum 31.8.06 einzureichen. Weitere Informationen unter www.austausch.org.
Im Rahmen des vom Fonds „Erinnerung und Zukunft“ finanziell unterstützten Programms „Internationale Freiwillige in sozialen Projekten“ sind für die Zeit von November 2006 bis April 2007 fünf Stipendien an deutsche Freiwillige vergeben. Die Freiwilligen erhalten einen Einblick in die Tätigkeit ukrainischer Nichtregierungsorganisationen, die sich für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen engagieren. Zugleich sollen so die Idee des bürgerschaftlichen Engagements weiter verbreitet und die beteiligten Zentren für soziale Partnerschaft, an deren Aufbau der DRA mitgewirkt hat, untereinander und mit deutschen NGOs vernetzt werden. Die Projekte sind in den Städten Riwne, Sumy, Donezk, Cherson und Tscherniwzi (früher Czernowitz) angesiedelt. Bewerbungsschluss ist der 1.9.06. Weitere Informationen bei der Europäischen Freiwilligenagentur des DRA.