DRA Newsletter August 2005


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) DRA-Freiwilligenvermittlung auf Belarus ausgeweitet

Auch nach Belarus vermittelt der DRA seit neuestem fortlaufend junge engagierte Freiwillige. Dort können sie zum einen in Institutionen mitwirken, die sozialraumbezogene Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung leisten, so beispielsweise im Kinderhospiz oder in der belarussischen Organisation „Hilfe für Kinder mit Behinderung“, beide in Minsk. Zum anderen besteht eine Projektkooperation mit der ebenfalls in der Hauptstadt angesiedelten Nichtregierungsorganisation POST, die im Bereich der Civic Education/des zivilgesellschaftlichen Lernens arbeitet. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

2) Ukrainische Schüler/innen forschen zu Zwangsarbeit

Sieben Schüler_innen aus Dnepropetrowsk und Kiew trafen am 15.8. zu einem vom DRA organisierten mehrtägigen Rechercheaufenthalt in Berlin ein. Sie sind erfolgreiche Teilnehmer_innen eines Wettbewerbs zum Thema "Ukrainer als Zwangsarbeiter in Deutschland während des 2. Weltkrieges", den die ukrainische Sektion der internationalen Bildungsorganisation ORT im Rahmen eines Förderprogramms der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ veranstaltete. In Teams erstellten die SchülerInnen im Alter von 16-17 Jahren Dokumentationen, bei denen die persönlichen Erinnerungen Überlebender an die Unrechtserfahrung der Zwangsarbeit in Deutschland im Mittelpunkt stehen. In Berlin (und teilweise in Neuruppin/Brandenburg) setzen die SchülerInnen ihre Untersuchungen fort. Außerdem besuchen sie zentrale Gedenkstätten, die der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland gewidmet sind.

3) Sumy/Ukraine: neue zivilgesellschaftliche Netzwerke in Entstehung

Das Social Partnership Centre (SPC) in Sumy war im vergangenen Monat erneut Schauplatz zahlreicher Aktivitäten. Die Einrichtung entstand 2003 im Rahmen eines EU-Projekts des DRA zur Stärkung von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in der Ukraine. Sie versteht sich nicht zuletzt als Ort der Begegnung und Forum für zivilgesellschaftliche Veranstaltungen. So stellte am 26.7. das Krisenzentrum Sumy sein neues Informationszentrum für regionale Frauenorganisationen vor; es folgte ein Gespräch am Runden Tisch zu den Problemen lokaler Frauenorganisationen und zu Möglichkeiten der Vernetzung. Seit Ende Juni wird die Arbeit des SPC durch ein weiteres EU-finanziertes DRA-Projekt unterstützt, das auch NGOs und Initiativen im sozialen Bereich fördert und die Entwicklung einer intensiveren Kooperation mit lokalen Behörden und der Selbstverwaltung vor Ort vorsieht. Auf einem Seminar im SPC am 27./28.7. wurden die LeiterInnen mobiler staatlicher Beratungszentren der regionalen sozialen Dienste über dieses neue Projekt informiert und die Perspektiven der zukünftigen Zusammenarbeit erörtert. Weitere Informationen (auf Englisch und Ukrainisch).

4) Osteuropäische Freiwillige aktiv in Berliner NGOs

Mit Unterstützung der Stiftung der Software AG vermittelte der DRA vier Freiwillige aus Belarus, Russland und Moldowa zu einem dieser Tage beginnenden halbjährigen Aufenthalt nach Berlin. Hier werden sie vor allem in Einrichtungen mitarbeiten, die Menschen mit Behinderungen unterstützen, so u. a. in der Panke-Schule für geistig behinderte Kinder und in der Wohneinrichtung Ulmenhof. Ergänzend nehmen sie an fachthematischen Seminaren und an Veranstaltungen zur politischen Bildung teil. Erstmals wird jedem/jeder Freiwilligen in Berlin ein/eine Mentor_in zur Seite gestellt, die vorwiegend in Alltagsfragen weiterhelfen wird. Die MentorInnen wurden mit zwei intensiven Informationstreffen auf ihre Aufgabe vorbereitet.

5) DRA wirbt für Berliner Freiwilligen Tag

Zum fünften Mal findet am 10.9. der Berliner Freiwilligen Tag statt. Der vom Treffpunkt Hilfsbereitschaft der Berliner Landesfreiwilligenagentur initiierte Mit-Mach-Tag wendet sich an alle Bürger_innen, die Lust haben, sich für einen guten Zweck ehrenamtlich zu engagieren. Die Deutsch-Russische Ehrenamtsbörse möchte in diesem Jahr gemeinsam mit der Jugendfreiwilligenagentur FREE zielgerichtet auch Spätaussiedler_innen und russischsprachige Migrant_innen für die Teilnahme gewinnen. Die Aktivitäten, die zu keinerlei weiterem Engagement verpflichten, geben Gelegenheit zu entdecken, wie vielfältig das thematische Spektrum im Ehrenamtsbereich aussieht und dass es Freude macht, anderen zu helfen. Auch Gruppenanmeldungen sind willkommen.