Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)
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Der DRA ruft die Öffentlichkeit dazu auf, die Vorgänge in Belarus weiterhin aufmerksam zu verfolgen. Noch sind die Hintergründe des brutalen Bombenanschlags auf die Minsker Metro am 11. April unbekannt, obwohl mutmaßliche Täter bereits zwei Tage später präsentiert wurden. Offiziell bekannt wurde dafür mit Alexander Lukaschenkos „Jahresbotschaft an das Volk“ vom 21. April der „Ekel“ des Präsidenten angesichts einiger demokratieähnlicher Ansätze in Belarus vor der Präsidentschaftswahl im Dezember (vgl. - auf Russisch – HIER). Auch wurden nach Lukaschenkos Ankündigung in derselben Rede, nun alle „feindlichen“ Kräfte „niederringen“ zu wollen, bereits mehrere oppositionelle Journalisten zu kurzfristiger Haft verurteilt oder verwarnt (vgl. HIER). Weitere massive Rechtsverletzungen sind zu befürchten – denn auch mitten in Europa und trotz des Drucks der EU und Russlands ist eine isolationistische, diktatorische Regierungsform lange durchzuhalten, solange die Nachbarn keinen Weg finden, auf die Minsker Führung real einzuwirken, und solange sie weiter konkurrierende Anbindungsinteressen in den Vordergrund stellen. Die Leidtragenden dieses Verhaltens sind die Menschen in Belarus und insbesondere unabhängige Akteure in Medien, Nichtregierungsorganisationen und der politischen Opposition. Für ihren Schutz müssen die EU-Staaten alle legitimen und öffentlichen Mittel nutzen. Schon jetzt werden die Grundrechte auch jenseits unmittelbarer Menschenrechtsanliegen verweigert. So verboten die belarussischen Behörden sogar eine Gedenkdemonstration, die am gestrigen 26. April in Gomel an die Tschernobyl-Katastrophe vor 25 Jahren erinnern sollte – und das, obwohl diese Stadt von dem Atomunfall mit am schwersten betroffen war und ist.
Der erste Lenkungsausschuss (Steering Committee, SC) des Ende März in Prag gegründeten EU-Russland-Zivilgesellschaftsforums hat seine Arbeit aufgenommen. Anfang Mai soll eine erste Ausgabe eines künftig zweimonatlichen russisch- und englischsprachigen Email-Newsletters erscheinen (Bestellungen möglich unter info@eu-russia-csf.org. Das Hauptaugenmerk soll in den nächsten Monaten auf der konkreten Tätigkeit der vier Arbeitsgruppen zu den Themen „Menschenrechte/Rechtsstaat“, „Umweltschutz“, „Soziales und Bürgerengagement“ sowie „demokratische Prozesse und Kontrolle“ liegen. Außerdem sollen erste Initiativen für den EU-Russland-Gipfel Anfang Juni in Nischnij Novgorod vorbereitet werden. Nähere Informationen zum Gründungskongress, darunter ein Verzeichnis aller bislang beteiligten Organisationen und zahlreiche Fotos, stehen inzwischen auch auf der Website des Forums www.eu-russia-csf.org, die von Polina Baigarova (DRA) im Auftrag des SC betreut wird. Ebenfalls einsehbar sind hier internationale Presseberichte zur Gründung des Forums.
Im Herbst 2011 möchte der DRA fünf jungen Erwachsenen einen sechs- bis zwölfmonatigen Freiwilligendienst in der Ukraine und Belarus ermöglichen. Engagieren werden sie sich im „Zentrum für soziale Partnerschaften“ im ukrainischen Tscherkassy beziehungsweise in den belarussischen gemeinnützigen Organisationen „Soziale Projekte“ (Gomel) und „Golubye Berega“ (Mogilev). Leider reicht die Förderung durch das weltwärts-Programm des BMZ nicht für alle Ausgaben, die bei der Verwirklichung dieser Freiwilligendienste anfallen. Rund 4.000 € bleiben ungedeckt. Deshalb bitten wir Sie herzlich um Ihre zweckgebundene Spende! Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie soziale Anliegen in Belarus und der Ukraine und die partnerschaftliche Kooperation mit unabhängigen Trägern in diesen Ländern. Schon jetzt danken wir Ihnen herzlich für Ihre Hilfe! Das Online-Spendenformular finden Sie HIER, das Spendenkonto lautet: Konto-Nr. 33 181 01, BLZ 100 205 00, Bank für Sozialwirtschaft, Kennwort „Weltwärts“.
Eine Dokumentation zu den 15. Deutsch-Russischen Herbstgesprächen, die im Oktober 2010 vom DRA, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Evangelischen Akademie in Berlin veranstaltet wurden, ist ab sofort als PDF HIER abrufbar. In publizistisch aufbereiteter Form präsentiert sie Inhalte und Ergebnisse der Tagung zum Thema „Russland schrumpft – Der Wandel der Familien- und Sozialstruktur. Herausforderungen und Chancen“. Sie informiert über die derzeitigen demografischen Entwicklungen in Russland und Deutschland, erläutert aktuelle Maßnahmen zur Bewältigung des demografischen Wandels und referiert kritische Anmerkungen aus den Tagungsdebatten sowie die Forderungen der ReferentInnen an die Familien- und Sozialpolitik beider Länder. Verfasserinnen der Dokumentation sind Polina Baigarova und Silke Junge (DRA). Ermöglicht wurde die Veröffentlichung durch die Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung. Eine russischsprachige Fassung der Dokumentation wird in Kürze folgen.
Im Rahmen der fortlaufenden Arbeit des Russisch-Deutschen Umweltinformationsbüros (RNEI) des DRA organisierte dessen Mitarbeiterin Angelina Davydova (RNEI) beim Umweltfestival „GreenCamp“ im Moskauer alternativen Veranstaltungszentrum „Flakon-Werk“ am 22. April einen Workshop über „Möglichkeiten zur Entwicklung der Jugendumweltbewegung“. Referent von deutscher Seite war der Freiwilligenkoordinator der BUND-Jugend Björn Obmann (zum GreenCamp siehe HIER). In St. Petersburg hat das RNEI die Ausstellung „Ökologie. Design. Synergie“ des Goethe-Instituts mit vorbereitet, die am 19. April anlässlich der Deutschen Woche in St. Petersburg im Projektgebäude „LOFT-Etashi“ eröffnet wurde und dort noch bis 21. Mai zu sehen ist (vgl. HIER). Zum Begleitprogramm gehörte u.a. ein Runder Tisch zum Thema „Nachhaltige Architektur: Utopie oder Realität der Zukunft?“ am 17. April, an dem deutsche und russische Architekten, Ingenieure und Umweltschützer beteiligt waren, darunter der Architekt Stefan Behnisch und Alexander Karpov, Direktor des Expertisezentrums EKOM. Interviews mit beiden sind auf der Website RNEI.de zu finden.
Jugendliche aus Deutschland oder Österreich, die noch 2011 am Deutsch-Russischen Schüleraustausch des DRA teilnehmen möchten, können sich dafür bis zum 31. Mai bewerben. Das Auswahlseminar findet vom 24.-26. Juni in Berlin statt. Die Teilnehmer_innen fahren im November/Dezember für ein bis zwei Monate nach St. Petersburg, Petrosavodsk oder Kaliningrad. Dort leben sie in der Gastfamilie ihres Austauschpartners und gehen wahlweise zur Schule oder absolvieren ein Praktikum in einer sozialen Einrichtung. Der Gegenbesuch der russischen Schüler_innen findet im Januar/Februar 2012 statt. Wichtigster Kooperationspartner beim Schüleraustausch ist weiterhin der DRA St. Petersburg. Dessen neue Koordinatorin für diesen Bereich, Elena Rasumovskaia, stellte am 18. April im Rahmen der Deutschen Woche in St. Petersburg zusammen mit drei Programmteilnehmer_innen alle vom DRA in Berlin und vom DRA St. Petersburg gebotenen Möglichkeiten für junge Menschen zu Aufenthalten in Russland bzw. Deutschland vor. An dieser Stelle sei nochmals daran erinnert, dass der DRA auch gern Bewerbungen von Familien in Deutschland annimmt, die eine/n Schüler/in aus Russland für einen bis drei Monate bei sich aufnehmen möchten, ohne selbst ein/e Jugendliche/r zum Gegenbesuch nach Russland zu entsenden. Näheres unter Schüleraustausch.
An alle Interessierten bis zu 27 Jahren: Der Videowettbewerb „Werde professija.DE-Reporter!“ ist in vollem Gange! Noch bis zum 15. Juni 2011 könnt ihr uns eure Videos zusenden und tolle Geldpreise gewinnen. Dreht einen Kurzfilm über russischsprachige Unternehmer_innen in Deutschland. Zeigt uns ihren Berufsalltag - im Betrieb, bei der Ausbildung von Jugendlichen, in ihrem Engagement für unsere Gesellschaft! Die Videos sollen zwischen 20 Sekunden und 5 Minuten lang sein und können mit einem Handy oder mit einer Kamera erstellt werden (Format: bevorzugt flv; ebenfalls möglich: wmv, mpg, avi, mov). Wir sind gespannt auf eure Beiträge!
Mitte Mai geht der vom DRA und dem Jugendministerium der russischen Teilrepublik Udmurtien getragene Fachkräfteaustausch zwischen Berlin und Ischevsk in die nächste Runde. Unter Leitung des stellvertretenden Jugendministers Maxim Sorokin kommt eine fünfköpfige Fachgruppe vom 15. bis 22. Mai nach Berlin, um sich über die Arbeit freier Träger der Jugend- und Sozialarbeit zu informieren und auszutauschen. Schwerpunktthema der diesjährigen Reise ist die Straßensozialarbeit, behandelt werden auch die Bereiche Suizidprävention, Familienhilfe und Freiwilligenarbeit sowie die Kooperation zwischen den Behörden und den freien Trägern. Ferner werden die 2009 gestarteten wechselseitigen Hospitationsaufenthalte für junge Fachkräfte der Jugend- und Sozialarbeit fortgesetzt. So werden als nächstes von September bis November 2011 sechs Fachkräfte aus Udmurtien in Berliner gemeinnützigen Organisationen mitarbeiten. Ein Bericht über das Programm von 2009 findet sich in der aktuellen Ausgabe von „Dawaj“ (Nr. 5 vom 18. April), dem Infoheft der Hamburger Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, die ebenso wie der Paritäter Berlin das Udmurtienprogramm des DRA unterstützt (Download des Berichts HIER; weitere Infos zu „Dawaj“ HIER.
Mit einem ganztägigen Fest begeht das Deutsch-Russische Museum in Berlin am 8. Mai den 66. Jahrestag des Kriegsendes in Europa. Der DRA wird gemeinsam mit dem Deutsch-Russischen Forum mit einem Stand vertreten sein und lädt alle Interessierten herzlich ein, die Veranstaltung zu besuchen. Der Infoflyer zum spannenden, vielfältigen Programm – das u.a. auch eine Podiumsdiskussion zum Überfall von Nazideutschland auf die Sowjetunion vor 70 Jahren umfasst - steht auf der DRA-Homepage HIER zum Download bereit.
Engagierte Menschen aus Russland, Belarus und der Ukraine, die gut Deutsch sprechen, lädt der DRA auch in diesem Jahr dazu ein, sich um ein Stipendium zu bewerben, das Ihnen einen von September 2011 bis Februar 2012 dauernden Freiwilligendienst in Berlin ermöglicht. Neben der Mitarbeit in einer Berliner NGO umfasst der Aufenthalt auch ein umfangreiches Begleitprogramm, das Einblicke in die Geschichte, Gesellschaft, Politik und Kultur Deutschlands vermittelt. Darüber hinaus werden die Teilnehmer_innen gemeinsam an einem Projekt zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement“ arbeiten. Bewerbungen können noch bis zum 20. Mai eingereicht werden.
Journalistinnen und Journalisten aus Mittel- und Osteuropa, aber auch aus Deutschland können noch bis zum 30. April 2011 an dem Wettbewerb „Journalistenpreis Osteuropa“ teilnehmen. Er wird in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam vom evangelischen Hilfswerk „Brot für die Welt“ und von „Renovabis“, der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, vergeben. Thematisch sollen die Beiträge ihren Blick auf die osteuropäischen Gesellschaften, ihre Dynamik, ihre Hoffnungen und Ängste, ihre Probleme und Herausforderungen richten. Voraussetzung für die Teilnahme: Der entsprechende Beitrag muss zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. April 2011 im europäischen Raum in einem Print- oder Online-Medium erschienen sein. Eine unabhängige Jury aus Medienfachleuten entscheidet über die Gewinner der jeweiligen Kategorien (Beiträge aus Deutschland / Beiträge aus MOE), die zur Verleihung der mit 3.000 Euro dotierten Preise nach München eingeladen werden. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie HIER.