Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,
hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)
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Am 21.3. legte der ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko sein Veto gegen ein Gesetz zur Regelung von freiwilligem Engagement in der Ukraine ein. Es war am 23.2. vom Parlament verabschiedet worden. In seiner jetzigen Form, so Juschtschenko, sei es geeignet, die weitere Entwicklung einer Freiwilligenbewegung im Lande eher zu behindern als zu fördern. Dieser Entscheidung war eine intensive politische Lobbyarbeit ukrainischer zivilgesellschaftlicher Organisationen vorausgegangen, die zahlreiche Regelungen in dem Gesetz als ungeeignet ablehnten. Initiiert worden war die Kampagne von dem EU-Projekt zur Stärkung der Zivilgesellschaft in der Ukraine, an dem auch der DRA mitwirkt. Gemeinsam mit NGOs, aber auch MinisteriumsvertreterInnen waren in diesem Zusammenhang auch umfangreiche Empfehlungen zu der Gesetzesvorlage erarbeitet worden, die jedoch so gut wie unberücksichtigt blieben.
Zum sechsten Mal trat Anfang des Monats eine Gruppe Jugendlicher aus mehreren Ländern Europas in St. Petersburg einen über den EVS (European Voluntary Service) der EU finanzierten Freiwilligendienst an. Die Vorbereitung, Vermittlung und Betreuung der Freiwilligen hat erneut der DRA St. Petersburg übernommen. Gemäß dem Motto der diesjährigen Programmrunde „Volunteers for Children“ werden die fünf neuen Teilnehmer_innen, die aus Deutschland, Italien und Österreich kommen, sechs Monate lang in Organisationen mitwirken, die Kindern helfen, so u.a. in der Initiative „Perspektiven“, die Angebote für Kinder mit Behinderungen macht, oder im Zirkus „Upsala“, einem Projekt für Straßenkinder.
Gleich zwei Konferenzen, die im Mai in Warschau stattfinden und an denen der DRA sich beteiligen wird, sind dem Thema „politische Bildung“ gewidmet. Das polnische Zentrum für politische Bildung CEO (Centrum Edukacji Obywatelskiej), das zu den DRA-Partnern im EU-Projekt „Civic Education“ / Ukraine gehört, und die Bundeszentrale für politische Bildung veranstalten im Rahmen des deutsch-polnischen Jahres 2005/06 vom 12.-16.5. die Konferenz „Politische Bildung in Deutschland und Polen – Erfahrungen und Herausforderungen“. Eine Sektion wird das Thema auch im Hinblick auf die Ukraine beleuchten. Vom 25.-29.5. findet ebenfalls in der polnischen Hauptstadt der Weltkongress zur politischen Bildung statt. Die Organisatoren sind das CEO und das amerikanische Center for Civic Education. Bei dieser Veranstaltung wird der Austausch von Informationen zum US-amerikanischen Civitas-Programm im Vordergrund stehen, über das seit zehn Jahren weltweit die politische Bildung gefördert wird. Der DRA wird beide Konferenzen nutzen, um die Zusammenarbeit mit dem CEO zu intensivieren und neue Kontakte zu einschlägigen osteuropäischen Organisationen zu knüpfen.
Die schnelle Verbreitung von HIV/Aids in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens hat dazu geführt, dass heute in diesen Regionen nach offiziellen Angaben mehr als 1,6 Millionen Menschen mit der Immunschwächekrankheit leben. Vor diesem Hintergrund findet vom 15.-17.5. in Moskau die erste „Eastern European and Central Asian AIDS Conference“ statt. Die Zusammenkunft unter dem Titel „Facing the Challenge“ („Der Herausforderung begegnen“) soll Vertreter_innen der Politik und der Zivilgesellschaft, Wissenschaftler_innen und Menschen mit HIV/ Aids ein Dialogforum bieten und die Entwicklung gemeinsamer Strategien im Kampf gegen HIV/Aids fördern. Die Europäische Freiwilligenagentur des DRA wird bei dieser Veranstaltung durch eine Mitarbeiterin und vier Programmteilnehmer_innen vertreten sein. Über die Präsentation des DRA-Freiwilligenprogramms „HIV und Aids: Prävention und Versorgung in West- und Osteuropa“, das noch bis Ende April in Berlin läuft, sollen neue Kontakte und Kooperationsmöglichkeiten eröffnet werden. Nähere Informationen hier.
Eine erfreulich hohe Zahl von Interessent_innen wendet sich derzeit an die Deutsch-Russische Ehrenamtsbörse des DRA in Berlin. Dabei überwiegen Anfragen von Spätaussiedler_innen und russischsprachigen Migrant_innen. Nicht ausschließlich, jedoch mehrheitlich sind es Frauen aller Altersgruppen, die den Wunsch haben, sich in einer gemeinnützigen Organisation zu engagieren. Zu den gewünschten Tätigkeitsbereichen gehören die Beratung und Unterstützung anderer Migrant_innen, Kunst und Kultur oder die Betreuung von Senior_innen. Die Ehrenamtsbörse wird kontinuierlich in deutsch- und russischsprachigen Berliner Medien vorgestellt, zuletzt unter anderem in der „Berlinskaja gazeta“ vom 9.4.06.