Umwelt

Online-Schulung zu Umweltverträglichkeitsprüfungen in Russland

In Russland wird die Öffentlichkeit an der Prüfung der Umweltverträglichkeit potentiell die Umwelt gefährdender Projekte in öffentlichen Anhörungen eingebunden. Die Entscheidung über die Zulässigkeit eines Projekts wird jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der staatlichen ökologischen Expertise getroffen. Die Schlussfolgerungen des Expert:innengremiums werden nicht veröffentlicht. Lediglich die Information, ob ein positiver oder negativer Bescheid erfolgt ist, wird veröffentlicht. Nichtregierungsorganisationen können die Ergebnisse der staatlichen Prüfung auf zwei Arten beeinflussen: Durch eine freiwillige öffentliche Umweltverträglichkeitsprüfung oder durch die Anfechtung der Ergebnisse der staatlichen ökologischen Expertise vor Gericht. Diese Initiativen können z.B. den Bau von Deponien und Müllverbrennungsanlagen, Pipelines und Schweinefarmen und die Grenzziehung von Naturschutzgebieten beeinflussen oder verhindern.

Im Rahmen des DRA-Projekts "Stärkung umweltrechtlicher Instrumente in Russland" führt das Russisch-Deutsche Büro für Umweltinformationen (RNEI) zusammen mit Expert:innen des Kompetenzzentrums EKOM eine Online-Schulung für Umwelt-Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und Umweltexpert:innen durch. Die Schulung findet vom 9. bis 14. Dezember statt.

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