„Kriegsfolgen gemeinsam überwinden“ (Ukraine): Kampagnen zu Traumatherapie und Chancen des sozialen Unternehmertums sowie gegen häusliche Gewalt

Mit dem Ziel, die Ressentiments gegenüber psychologischen und psychotherapeutischen Hilfsangeboten in der Ukraine zu verringern und die Zahl therapierter Traumata zu erhöhen, wurden im Rahmen unseres Projekts „Kriegsfolgen gemeinsam überwinden“ von September bis Dezember 2017 zwei überregionale Informationskampagnen durchgeführt. Sie umfassten Video- und Printveröffentlichungen in den Medien und zahlreiche Experten-Interviews. Dabei richtete sich die Kampagne „Traumatherapie – Der Weg zurück ins Leben“ (Durchführung: NGO „Mir domu Vaschemu“/„Frieden Ihrem Haus“, Kiev) an Ehrenamtliche und Sozialarbeiter/innen, die mit kriegstraumatisierten Menschen arbeiten. Unter dem Titel „Ich vertraue dem Psychologen“(Durchführung: Regionaler Wohlfahrtsfond aus Saporizhzhja „Ulybka rebenka“/“Kinderlächeln“) wurden hingegen unmittelbar Binnengeflüchtete, (ehemalige) Kriegsteilnehmer/innen sowie Menschen angesprochen, die im Kriegsgebiet in der Ostukraine leben.  
Unsere (ausschließlich für männliche Teilnehmer bestimmte) Schulungsreihe  „Von der Rehabilitierung hin zur Aktivierung von Männern für die Öffentlichkeitsarbeit gegen häusliche Gewalt als Kriegsfolge” wurde vom 27. bis 31. Januar in Odessa mit dem dritten von vier Modulen fortgesetzt. Nach den ersten zwei Modulen im Vorjahr haben die Teilnehmer in den Regionen Tscherkassy, Dnipro, Lugansk, Charkiv, Kiev und Odessa bereits selbst Seminare mit vom Krieg betroffenen Männern durchgeführt. Im dritten Modul lernten sie nun, unter Einbeziehung von Medien, sozialen Netzwerken und persönlichen Gesprächen Infokampagnen gegen häusliche Gewalt zu verwirklichen, und entwarfen erste Konzepte zu solchen Kampagnen, die sie von März bis Mai 2018 in den oben genannten sechs Regionen der Ukraine realisieren werden. 
 Auch im Rahmen unserer Projektkomponente „Soziales Unternehmertum als effektives Instrument in der sozioökonomischen Konfliktnachsorge“ wurden von September bis Dezember 2017 zwei überregionale Informationskampagnen ausgeschrieben und realisiert. Mit Kurzvideos über erfolgreiche ukrainische und internationale soziale Unternehmen im Bereich der Konfliktnachsorge sowie mit Plakatwänden in sieben Regionen der Ukraine u.a.m. zielten sie darauf ab, das soziale Unternehmertum als ein Instrument der sozioökonomischen Konfliktnachsorge zu popularisieren. Dabei wandte sich die Kampagne „Tu, was Du liebst, und hilf dadurch anderen!“ (Durchführung:Unternehmerverband ehemaliger Kriegsteilnehmer/innen) vorrangig an Kriegsveteranen und die Kampagne „NgoBiz“ (Durchführung: „Krigolam“)  vor allem an Binnengeflüchtete, NGO-Vertreter/innen sowie Business-Akteure aus östlichen Gebieten der Ukraine (Donezk, Luhansk und Charkiv).

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