Konflikt findet Stadt: die Erfahrung des Drukarnia-Resourcenzentrums in der Ostukraine

Der Büroleiter des DRA-Resourcezentrums Drukarnia – Civil Society Center Sloviansk Igor Mitchnik hat auf der Konferenz „Konflikt findet Stadt. Wie können Konflikte im kommunalen Kontext bearbeitet werden?" in Loccum die Arbeit seines Teams in der Ostukraine vorgestellt. Im Rahmen des Panels „Kommunale Versöhnungsarbeit, Vergangenheitsbewältigung und zukunftsgerichtete Kooperation über Grenzen leben“ erzählte Mitchnik über die Schwerpunkte des Zentrums: Umweltschutz, politische Partizipation und internationale Zusammenarbeit.

Mitchnik beschrieb einige Konfliktlinien in der Stadt, die etwa 70 Kilometer von der Kontaktlinie entfernt liegt. Diese gesellschaftlichen und politischen Dynamiken wirken sich auch unmittelbar auf ihre Arbeit vor Ort aus. Themen, die Menschen in der Stadt bewegen sind unter anderem Ressourcenkonflikte zwischen Binnengeflüchteten und der Aufnahmegemeinschaft, grassierende Korruption, Armut, der Einfluss lokaler und regionaler Oligarchen sowie der anhaltende russische Informationskrieg durch Medienpropaganda. Drukarnia bietet einen Raum, in dem diese Probleme offen diskutiert werden können. Auf eine Nachfrage hin, unter welchen Bedingungen sie Dialog derzeit in der Stadt gestalten könnten, betonte Mitchnik, dass für das Drukarnia-Team die territoriale Integrität der Ukraine nicht zur Disposition steht.

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