Internationale Konferenz: The Generation of Transition in Eastern Europe

Am 22./23. Nov. fand in Sofia eine Konferenz zur Vorbereitung der weiteren Arbeit zum Thema "Transition Dialogue" statt - eine Kooperation von Sofia Platform und DRA mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Erörtert wurde, wie sich die Erlebnisse - und oft Traumata - der Menschen aus den Transformationsjahren nach 1990 in den früheren sozialistischen Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas ausgewirkt haben - und auf politische Einstellungen und psychosoziale Verhaltensweisen nachwirken bis heute. Nicht selten sind sie eine wesentliche Quelle für die Rückschläge in der Demokratieentwicklung in den Ländern - weil der Wunsch nach Wiedererlangung von Stabilität vielerorts zur "Stabilocracy", einer autokratischen Verfestigtung der Machtstrukturen, führte.

 

Das Netzwerk zum Transition Dialogue war 2015 von Christine Wetzel (DRA) und Louisa Slavkova (SofiaPlatform) mit Partnern aus Russland, Bulgarien, Kroatien, der Ukraine, Rumänien und Deutschland initiiert worden. Eingeladen in den "Generator space" in Sofia waren auch ExpertInnen aus dem Baltikum und vom Balkan, aus Polen, Ungarn und weiteren Ländern.
Der Ort des Geschehens war dabei selbst ein eindrucksvolles Bild dieser Transformation: ein moderner, offener Co-Working-space von Designern am Rande der Stadt, als Loft umgestaltet im 5 Stock eines unsanierten Kastenbaus des sozialistischen Bulgariens, einem früheren Fabrikgebäude - und mit Blick auf weitere solche Gebäude in der Nachbarschaft. Ein Zeitenwechsel noch mitten im Verlauf.

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