DRA koordiniert neues zweijähriges Projekt zur Konfliktbewältigung in der Ostukraine – Ausbau der internationalen Plattform CivilM+

Am 1. August 2018 haben der DRA und rund 15 Partner in Osteuropa das gemeinsame Projekt „Dialog für Verständigung und Recht: Europäische NGOs gemeinsam für Konfliktbewältigung im Donbass“ gestartet. Das zweijährige Projekt zielt auf die Stärkung der Handlungsfähigkeit und Reichweite zivilgesellschaftlicher Akteur/innen im Prozess der Konfliktbearbeitung in der Ostukraine. Es vereint zwei seit 2015 aufgebaute Arbeitsrichtungen: zum einen den Ausbau der im Dezember 2017 gegründeten internationalen NGO-Plattform CivilM+, deren Vorbereitung der DRA eineinhalb Jahre lang betreut hat, zum anderen das Monitoring der Menschenrechtsverletzungen im Konfliktgebiet und der Entwicklungen in den nicht-regierungskontrollierten Gebieten der Ukraine „D/LNR“.

CivilM+ soll tragfähige Konzepte von zivilgesellschaftlichem Konfliktmanagement für die Ostukraine entwickeln und wird dazu international aktive zivilgesellschaftliche Akteur/innen aus der Ukraine, den anderen europäischen Ländern und vermehrt auch aus Russland untereinander und mit lokalen Akteur/innen verbinden. Im Rahmen des Projekts sollen zudem Bürgerinitiativen vor Ort unterstützt, Völker- und Menschenrechtsverletzungen sowie andere konfliktfördernde Faktoren sichtbar gemacht und ein NGO-Expertengremium für die Begleitung der internationalen Verhandlungen zum Donbass etabliert werden. Weitere Teilprojekte fördern Maßnahmen zur Verständigung vor Ort über Ursachen und Folgen des Krieges, über verschiedene Erinnerungsnarrative sowie zur Verbreitung von Informationen zum Konflikt und künftige Mechanismen der „Übergangsjustiz“ („transitional justice“, siehe nächste Meldung) an die internationale Öffentlichkeit.

Für das Projekt-Team des DRA werden noch weitere Mitarbeiter/innen mit den Schwerpunkten PR- und Finanzmanagement gesucht (siehe folgende Meldung). Das Projekt wird finanziell vom Auswärtigen Amt gefördert.

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