Die Reaktion der Arbeitsgruppe Umwelt des EU-Russia Civil Society Forum auf den Angriff auf Andrei Rudomakha

Am 28. Dezember 2017 wurden Andrei Rudomakha und seine Kollegen in Krasnodar überfallen.

Andrei Rudomakha ist Aktivist und Koordinator der zivilgesellschaftlichen Organisation „Ökologische Wacht am Nordkaukasus“ (ÖWNK). Er setzt sich gegen den Ausbau des Skiurlaubsortes Lagonaki, der sich auf dem Territorium des Naturschutzgebietes Nordkaukasus befindet, ein. Er hat an Aktionen zum Umweltschutz des Bergs Bolshoi Thach teilgenommen.

Den veröffentlichten Information nach griffen drei maskierte Unbekannte die ÖWNK Mitarbeiter an und raubten ihnen Foto- und Videotechnik sowie Dokumente. In der Umgebung des Angriffs sind viele Überwachungskamera installiert und es gibt außerdem Zeugen für diesen Überfall. Andrei Rudomakha erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma sowie einen Nasenbruch und wurde ins Krankenhaus einliefert.

Das Ausbleiben einer Reaktion seitens der Polizei führt bei vielen Kollegen von Rudomakha zur Befürchtung, dass die Ermittlungen ohne die nötige Aufmerksamkeit durchgeführt werden. Ähnliche negative Erfahrungen machten im Jahr 2016 die Mitarbeiter von Greenpeace und die freiwilligen Feuerwehrleute aus ÖWNK die ebenfalls Opfer eines Überfalls wurden.

In diesem Zusammenhang hat die "Umwelt"-Arbeitsgruppe des EU-Russia Civil Society Forum eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie fordert, umgehend auf den Angriff zu reagieren, polizeiliche Ermittlungen aufzunehmen und die Verantwortlichen für diesen und auch für die vorherigen Angriffe zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem müssen Maßnahmen zur Verhinderung von Verbrechen gegen gesellschaftliche Organisationen und Aktivisten getroffen werden.

Der DRA als Mitglied der Arbeitsgruppe Umwelt des EU-Russia Civil Society Forum bekundet seine Solidarität mit den Forderungen der Kollegen.

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