Corona-Krise: Beobachtungen von DRA-Mitarbeiter zur Lage in den Regionen Donezk und Luhansk auf OpenDemocracy und im belgischen Fernsehen

In der ostukrainischen Stadt Slovjansk, in der sich das DRA-Ressourcenzentrum Drukarnia befindet (s. u.), herrscht seit Mitte März Ausnahmezustand. In der Ukraine wurde landesweit Quarantäne ausgerufen, alle Grenzen zu den Nachbarstaaten wurden geschlossen, sämtliche Flug- und Zugverbindungen gestrichen und die Ein- und Ausreise zu den beiden vom bewaffneten Konflikt betroffenen Regionen Donezk und Luhansk quasi eingestellt. Unruhe herrscht bei vielen vor allem, weil sämtlichen politischen wie auch gesellschaftlichen Akteuren bewusst ist, dass das unterfinanzierte ukrainische Gesundheitssystem der pandemischen Bedrohung kaum standhalten kann. Vor allem in den Frontstädten in der Ostukraine sind Krankenhäuser und das medizinische Personal katastrophal schlecht ausgestattet.

Der Büroleiter der Drukarnia, Igor Mitchnik, lernte nach einem – letztlich irrtümlichen – Verdacht auf eine Covid-19-Infektion Mitte März ein Krankenhaus in der Stadt Kostiantynivka (Oblast Donezk) 48 Stunden lang von innen kennenlernen. Wie die Situation derzeit in der Region aussieht und welche Risiken er und andere Aktivist/innen für die kriegsgebeutelte Region befürchten, beschreibt Mitchnik in einem längeren Artikel für OpenDemocracy (englisch bzw. russisch).

Auch für den öffentlich-rechtlichen Sender Belgiens hat Mitchnik von der Situation in der Ostukraine berichtet. Das Video finden Sie hier (englisch).

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