Bilaterale Fachkonferenz: Berufsbildungsaustausch muss stärker gefördert werden

Der Berufsbildungsaustausch zwischen Deutschland und Russland ist bisher noch zu gering entwickelt, trotz zahlreicher eindrucksvoller Einzelprojekte. Dies ist das Resümee einer Fachkonferenz zu dem Thema, zu der sich vom 14.-16. Juni in Berlin rund 75 Vertreter_nnen von Bildungsträgern, Behörden, NGOs, Politik und bilateralen Unterstützungsinstitutionen trafen, darunter auch der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (Hamburg), der Moskauer staatlichen „Stiftung für Internationalen Jugendaustausch“ und des gemeinsamen Jugendrates.

Die mangelnde Förderung des Berufsbildungsaustauschs benachteiligt bisher Jugendliche aus nichtakademischen Bereichen, wie in anderen gesellschaftlichen Feldern auch. Dabei besitze dieser Austausch großes Potential für die Verständigung in Europa, die Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch die Bewältigung des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels, heißt es in einem Schlussdokument, an dem der DRA wesentlich mitgearbeitet hat. Viel leisten könne der Austausch auch für neue Bildungstechnologien und gemeinsame Standards sowie für die soziale Kompetenz, Selbstverwirklichung und höhere Mobilität der Azubis und jungen Berufstätigen.

Nötig seien dafür jedoch u.a. unbürokratische, föderale Förderprogramme beider Seiten, die in Deutschlands thematisch über den „Kinder- und Jugendplans (KJP)“ hinausgehen müssten. Empfohlen wurden u.a. auch die Schaffung gemeinsamer Datenbanken und Zertifikate sowie die Einführung geeigneter Visa- und Arbeitsrechtsregelungen. Veranstalter der Konferenz waren – unterstützt durch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (www.stiftung-drja.de) – der Internationale Bund (IB) (www.internationaler-bund.de) und das Zentrum für Berufsbildung „Tair“ (Moskau).

Das Ergebnis-Dokument der Konferenz auf Deutsch finden Sie HIER

Итоговой документ конференции по–русски Вы найдете ЗДЕСЬ

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