Seminar 1: Selbstverständnis und Öffentlichkeitsarbeit in Organisationen

25. April 2008

Referent: Florian Mindermann, Dipl. Sozialpädagoge


Wie präsentiere ich meine Organisation und mein Anliegen wirkungsvoll?

Ziel des Seminars war ein inhaltlicher und praxisorientierter Einstieg in die Themen Öffentlichkeitsarbeit, Präsentation und Zielgruppenanalyse.  Dazu wurde theoretisches Basiswissen vermittelt und vertieft, unter Einbeziehung der Erfahrungen und Fragen der TeilnehmerInnen.

Einen gelungenen Einstieg bot das "Fahrstuhlspiel". Bei dieser Partnerübung sollten die TeilnehmerInnen innerhalb von  ca. 30 Sekunden ihrem Gegenüber während einer Fahrt im Aufzug die eigene Organisation vorstellen.

Im Anschluss wurden diese Vorstellungen von den Teilnehmerinnen gegenseitig bewertet: Ist es gelungen, das Wesentliche innerhalb der vorgegebenen Zeit verständlich und interessant zu vermitteln? Ist damit erreicht worden, dass der Andere gerne mehr über diese Organisation erfahren würde? Was gehört zu den wesentlichen Fakten und Informationen, auf die man sich bei zeitlicher Begrenzung konzentrieren sollte?

Eine Teilnehmerin bemerkte zu dieser Übung, die beispielhaft ähnliche Situationen simulieren sollte, dass sie Aufzugfahrten oft vermieden habe, um damit dieser Gesprächssituation aus dem Wege zu gehen.

In Vorbereitung auf das Seminar hatten die TeilnehmerInnen die Aufgabe, sich über die Stärken und Schwächen ihrer Organisation Gedanken zu machen und zu überlegen, wodurch ihr Verein einzigartig ist. Die Ergebnisse präsentierten sie in der Gruppe.

Streiflichter aus dem Seminar

Es wurden Wahrnehmungen, Erfahrungen und inhaltliche Anliegen bearbeitet, die die Teilnehmerinnen thematisiert hatten. Einige Beispiele:

- Eine wichtige Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit spielt die "Mund-zu-Mund-Propaganda", gerade unter MigrantInnen.

- Die negative Berichterstattung in der Presse überwiegt - positives interessiert niemanden. Wie können wir trotzdem Medienöffentlichkeit erreichen?

- Es gibt gute Kooperationen mit Migranten- und anderen Organisationen, Unterstützung z.B. durch die Verwaltung, aber auch die Erfahrung von Vereinnahmung, Ausnutzung und "Ideenklau".

- Gesunde Konkurrenz ist wichtig. Aber: Leider hat die mit Konkurrenz verbundene negative Erfahrung oft mangelnde Transparenz in der Öffentlichkeitsarbeit von Migrantenorganisationen zur Folge.

- Was können wir tun, damit wir akzeptiert und ernst genommen werden?

- Wie und warum passiert es, dass wir von anderen vereinnahmt werden?

- Wichtig ist, dass wir uns vom Objekt zum Subjekt entwickeln und so auch wahrgenommen werden.









 

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