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Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat der DRA mit zahlreichen Projekten Menschenrechtsorganisationen und nichtstaatliche soziale Einrichtungen in der Russischen Föderation, Belarus und der Ukraine unterstützt.
In seiner bisherigen Arbeit hat der Deutsch-Russische Austausch insgesamt 7 Beratungszentren für NGOs in Russland und in der Ukraine aufgebaut, mehr als 1250 NGOs in Russland, der Ukraine und Belarus unterstützt, gut 500 Seminare im Menschenrechts-, Bildungs- und Sozialbereich organisiert.
Etwa 10.000 Personen, darunter Journalist/-innen, Jugendarbeiter/-innen oder Jurist/-innen, nahmen an Trainings, Studienreisen und Fortbildungsveranstaltungen in Osteuropa und in Deutschland teil. Weit über 500 junge Freiwillige wurden von der Freiwilligenagentur des DRA in NGOs nach Osteuropa oder nach Deutschland vermittelt.
In den 13 Jahren seiner Arbeit hat der DRA ohne institutionelle Unterstützung insgesamt über 10 Millionen Euro Fördergelder zur Stärkung der Zivilgesellschaften in Osteuropa verwaltet. Die Spannbreite der Projekte reichte dabei von Mikro-Projekten mit einem Budget von wenigen tausend Euro bis hin zu mehrjährigen EU-Projekten mit einem Umfang von bis zu 2 Mio €.
Bei Rückfragen zu konkreten Projekten können Sie eine E-Mail an assistenz(at)austausch.org senden.
Belarus:
- Bürgerbeteiligung
- Lehrerinitiativen
- Demokratie von unten
Russland:
- Minderheitenschutz
- Stärkung der Interessenvertretung sozial benachteiligter Gruppen
- Städtepartnerschaft und Medienfreiheit
- Regionalmedien in der Zivilgesellschaft: Medienkonferenz in Samara
- Weiterbildungsprogramme für JournalistInnen aus regionalen Zentren der Russischen Föderation. Veröffentlichungen 1994-2001
Ukraine:
- Fotowettbewerb
Deutschland:
- Schulprojekt
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Partizipation durch Dialog: Stärkung der kommunalen Bürgerbeteiligung und der sozialen Partnerschaft in Belarus
Das Projekt "Partizipation durch Dialog: Stärkung der kommunalen Bürgerbeteiligung und der sozialen Partnerschaft in Belarus" startete im September 2003 und hat eine Laufzeit bis Juni 2004. Ziel ist die Interessenvertretung von BürgerInnen kleiner Städte in der Grodnoer Region - von telefonischer Beratung bis hin zur Unterstützung in Gerichtsverfahren - sowie der verstärkte Dialog der belarussischen Bevölkerung mit politischen Entscheidungsträgern auf lokaler Ebene. In Grodno, Lida und Mosty sollen junge NGO-Aktivisten in Methoden lokaler Interessenbildung und -artikulation und auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit geschult werden. In den drei belarussischen Kleinstädten werden Informationszentren eingerichtet, in denen sich die Einwohner mit der Arbeit von NGOs, Bürgerinitiativen, Bürgervertretungen und anderen zivilgesellschaftlichen Strukturen in Belarus vertraut machen können. Die im Laufe des Projekts gegründeten Bürgerinitiativen sollen auch nach dem Abschluss des Projekts aktiv bleiben. Zu dem Zeitpunkt sollten die Ortsgemeinden in Grodno ihre eigene Strategien ausgearbeitet und in ersten Schritten bereits auch angewendet haben, mit deren Hilfe lokale Probleme im Dialog mit den örtlichen Behörden gelöst werden können. Vorgesehen ist ebenso die Weitergabe die bis dahin gemachten Erfahrungen in der örtlichen Mitbestimmung und Partizipation an Vertreter anderer belarussischer Gemeinden. Im Rahmen des Projekts fand eine neuntägige Studienreise nach Berlin statt mit dem Ziel, VertreterInnen von Bürgerinitiativen aus Belarus, die sich für mehr Partizipation von BürgerInnen auf lokaler Ebene einsetzen, einen Einblick in die Projekte und Handlungsstrategien deutscher Bürgerinitiativen zu ermöglichen. Die Termine waren daher so vereinbart, dass die 8 TeilnehmerInnen trotz des knappen zeitlichen Rahmens – 26.03. bis 3.04. - möglichst viele verschiedene Einrichtungen und Initiativen, die zur selben Thematik arbeiten, besuchen konnten. Durch die Gespräche mit den ReferentInnen aus den Berliner Organisationen lernten die belarussischen AktivistInnen ihre Projekte, Strukturen, Handlungsfelder und Ansätze kennen und bekamen einen Überblick über die Methoden, mit denen einerseits Verwaltung, andererseits breite Bevölkerungsschichten für mehr Bürgerbeteiligung gewonnen werden können. Viel Anklang fand das Einführungsreferat von E.O.Müller – Forum Bürgerbewegung –, der in seinem Vortrag u.a. auf mögliche Lösungsstrategien bei Interessenkonflikten zwischen Lokalverwaltung und Bürgerinitiativen eingegangen ist. Sachlich und praxisbezogen fanden die TeilnehmerInnen Gespräche im Agenda-Büro, Nachbarschaftshaus Urbanstr., Stadtteilauschuß Kreuzberg u.a., weil dabei sowohl positive als auch negative Erfahrungen thematisiert und unterschiedliche Verfahren und Modelle der Bürgerbeteiligung anhand konkreter Projekte dargestellt wurden. Alle TeilnehmerInnen waren sich darin einig, dass die in Deutschland gemachten Erfahrungen helfen werden, gezielte Strategien der Partizipation in Belarus zu erarbeiten. Auch die deutschen ReferentInnen fanden die Gespräche interessant und bereichernd, was auf weitere Kooperationen und Aufrechterhaltung der geknüpften Kontakte hoffen läßt. Träger des Projekts auf belarussischer Seite sind die Organisationen VIT, Vereinigung junger Wissenschaftler in der Region Grodno, und Dritter Sektor, ein Support-Center für Bürgerinitiativen in Grodno. Deutscher Kooperationspartner ist der Deutsch-Russische Austausch e.V. Finanziell gefördert wird das Projekt im Rahmen des "Förderprogramms Belarus 2003 -2004" aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ)und durch die Stiftung West-Östliche Begegnungen. Projektleitung: Bettina Bofinger.
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Stärkung regionaler Lehrerinitiativen
Das Projekt „Stärkung regionaler Lehrerinitiativen zur Förderung der schulischen politischen Bildung (civic education) in Belarus“ wird durchgeführt von August 2003 bis Oktober 2004. Zielgruppe sind vor allem belarussische Lehrer der Fächer Geschichte und Gemeinschaftskunde. Das Projekt hat die Stärkung privater Initiativen und Förderung der schulischen politischen Bildung in ganz Belarus zum Ziel. Es will den bereits bestehenden Lehrerinitiativen in zwei überregionalen Seminaren zum Thema politische Bildung und in sechs regionalen Seminaren zum Thema NGO-Management Hilfeleistung zur Entwicklung eigener Initiativen in der politischen Bildungsarbeit geben. Ein weiteres Anliegen besteht in der Ausarbeitung eines methodischen Lehrbuchs „Grundlagen der Demokratie“ für Lehrer der Fächer Geschichts- und Gemeinschaftskunde in Belarus. Bereits im ersten Monat des Projekts begann der Aufbau einer Website, die eine Datenbank für regionale Lehrerinitiativen beinhaltet. Auf ihr werden Informationen über bereits bestehende Initiativen und Schulungsmöglichkeiten gesammelt und systematisch überregional bereitgestellt. Die Seite wird mit Auszügen aus den Texten der Seminare und Lehrmaterialien aus dem Lehrbuch „Grundlagen der Demokratie“ angereichert werden.
Das Projekt „Stärkung regionaler Lehrerinitiativen zur Förderung der schulischen politischen Bildung (civic education) in Belarus“ wird von dem DRA in Kooperation mit den belarussischen Partnern Stiftung Open Society und Informational Analytical Center for NGOs durchgeführt.
Projektleitung: Bettina Bofinger
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Das "Civil Society Development Programme Belarus" wurde im Rahmen des EU-Hilfsprogramms Tacis Democracy im Sommer 2001 gestartet - aufgrund der politischen Entwicklung in Belarus erst vier Jahre nach Auflage des Programms und zwei Jahre nach der Gegenzeichnung durch die belarussische Regierung.
Ziel des Programms ist die Ausweitung und Professionalisierung der Aktivitäten von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) als Basis für die Entwicklung einer Zivil-Gesellschaft.
Der Deutsch-Russische Austausch koordiniert als Partner der EU die Arbeit von elf NGOs in fünf Regionen von Belarus (siehe Karte). Die elf Partner unterstützen als Ressource-Center die Arbeit von NGOs und anderen Multiplikatoren u.a. durch Information, Rechtsberatung, Fortbildungen zu Themen der Demokratieentwicklung und Trainings für Aktivisten zur Organisationsentwicklung, Finanzierung, Projekt- und Konfliktmanagement.
Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt außerhalb der großen Städte, wo das Bewusstsein für politische Alternativen und eigenes Engagement außerhalb staatlicher Strukturen besonders niedrig ist. Der DRA ist mit einer Projektleiterin in Minsk vertreten und unterhält ein Projektbüro bis Ende November 2002.
Ausführliche Informationen mit Fotos in englischer Sprache.
Die Partner des DRA und ihre Projekte Orakul: Regionale Rechts-Akademie Förderung des Rechtsbewusstseins von jugendlichen Aktivisten und Lehrern in den Bereichen Menschenrechte, Verfassungs- und Zivilrecht und internationales Recht durch Seminare, Runde Tische, Konferenzen; Veröffentlichung des Magazins "Law Academy". | Ecohome: Entwicklung von Umwelt-NGOs Aufbau einer Datenbank von aktiven Umwelt-NGOs; Trainings für Aktivisten; Herausgabe eines Umwelt-Magazins; regelmäßige Beratung und Internet-Training | Fialta: Regionale "Grass Roots" Training von Studenten in regionalen Bildungs-Instituten - potentielle Mitglieder von NGOs - durch aktive Trainings-Seminare. | Aslona: Aufbau eines regionalen Informations- und Rechtsberatungsbüros in Volkovysk Rechtsberatung für die lokale Bevölkerung durch einen Anwalt, z.T. Unterstützung bei Gerichtsverfahren; monatliche Herausgabe eines Info-Briefes zu den Themen Steuerrecht u.a. Rechtsfragen für die Bevölkerung und NGO-Aktivisten. | Crossroads: Entwicklung von Jugend-NGOs in Vitebsk Netzwerk-Bildung von 10-15 Jugend-Organisationen und-Clubs; Training von jugendlichen Aktivisten für ihre Arbeit in kleinen Städten in der Region Vitebsk; Herausgabe eines Newsletter über die Tätigkeit von NGOs. | United Way: Organisationsentwicklung und öffentliches Bewusstsein über NGO-Aktivitäten Vor-Ort-Beratungen von NGOs in kleinen Städten sowie regelmäßige Beratungen in rechtlichen und finaziellen Fragen; Internet-Trainingskurse; Veröffentlichung eines Handbuches über aktive NGOs; Aufbau einer NGO-Bibliothek in Mogilev. | Youth Information Center: Beratung von Jugend-NGOs in Belarus Unterstützung der Aktivitäten von Jugend-Organisationen in Belarus durch regionale Seminare und ein Abschluss-Seminar in Minsk; Herausgabe eines Info-Briefes für die Zielgruppe. | VIT, Third Sektor: Aktivierung und Unterstützung von NGOs durch Information Seminare zu Aspekten der Organisationsentwicklung und des "3. Sektors" in der Region Grodno; Seminare zur Entwicklung von Jugend-Organisationen; Regional-Konferenz zum 3. Sektor mit 60 Teilnehmern in Grodno; Herausgabe eines Info-Briefes; Runde Tische mit je 30 Teilnehmenden. | Open Society: Aufbau eines nationalen Trainings-Zentrums für regionale NGOs Trainings und Seminare für NGO-Aktivisten aus den Bereichen Menschenrechte, Jugendarbeit, Umweltschutz, politische Bildung, Sozialprojekte; Trainings zur Demokratieentwicklung für (Hochschul)-Lehrer aus den Regionen. | Ratusha: Aufbau eines Netzwerkes von regionalen Ressource-Centers in der Region Grodno Regelmäßige Beratung, Trainings und Seminare; Aufbau einer Datenbank über aktive NGOs; Aufbau eines e-mail-Netzwerkes und einer Internet-Schule; Durchführung von Seminaren durch kleine Initiativen |
Projektleitung: Susanne Müller
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Promotion of tolerance and improving interethnic relations - RussiaDer DRA koordiniert in den Jahren 2003-2004 ein neues Projekt, das zu einer Verbesserung der interethnischen Beziehungen in Russland beitragen soll. Es verfolgt darüber hinaus das Ziel, bei der Entwicklung einer Kultur der Toleranz zu helfen, um ein friedliches Zusammenleben von ethnischen Gruppen in Russland zu sichern. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Tacis-Programms der Europäischen Kommission. Die westeuropäischen Projektpartner sind führende Organisationen im Bereich der interethnischen Beziehungen, Minderheitenrechte und Konfliktprävention – International Alert, Westminster Foundation for Democracy aus London, INCORE aus Londonderry und Dialogue Development aus Dänemark. Die Projektdauer beträgt zwei Jahre. Die Projektaktivitäten finden in Moskau und zwei Pilotregionen (Tschuwaschien und Stawropol) statt. Der russische Projektpartner ist das „Network for Ethnic Monitoring and Early Warning (EAWARN)“, dessen Direktor Prof. Walery Tishkow ist. | 
| Die Schwerpunkte des Projektes sind: - die Reform der gegenwärtigen russischen Gesetzgebung in Bezug auf ethnische Minderheiten und eine Angleichung der regionalen Gesetze an die Bundesgesetze - die Ausbildung von Rechtsanwälten, Beamten, Minderheiten NGOs, lokalen Regierungen und Journalisten im Bezug auf Minderheitenrecht - Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit von NGOs, lokalen Regierungen und Medien, um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für das Minderheitenthema zu wecken.
Projektleitung: Stephan Malerius
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Das Projekt begann im März 2003. In seinen Zielsetzungen, der Auswahl der Partnerorganisationen, dem thematischen sowie methodischen Schwerpunkt ist es das Resultat der über sechsjährigen Zusammenarbeit von DRA und Diakonischem Werk der EKD in Wolgograd. Der soziale Frieden wird in Südrussland weiterhin durch Krieg und Vertreibung, die rasante Ausbreitung von HIV/AIDS sowie die falsche oder mindestens fragwürdige Prioritätensetzung staatlicher Sozialpolitik bedroht. Menschenrechte werden wenig geachtet. Ziele des Projekts sind: - die Verbesserung der Lebenssituation sozial benachteiligter Gruppen im Wolgograder Gebiet
- die Stärkung des Methodenbewusstseins und der Fachkompetenz regionaler Interessenvertreter der sozial und gesundheitlich benachteiligten Menschen durch Vernetzung und Wissenstransfer
- die Ausarbeitung von Mechanismen zur Kooperation zwischen nichtstaatlichen und staatlichen Akteuren auf lokaler Ebene, um die soziale Sicherung der Zielgruppen zu verbessern
- menschenrechtspolitische Sensibilisierung der südrussischen Bevölkerung im Allgemeinen und der sozialpolitisch Verantwortlichen im Besonderen.
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Teilnehmer/innen des Seminars zur HIV/AIDS-Prävention, s.u. |
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| Prävention von HIV/AIDS: Theorie und Praxis. Erfahrungen in Russland und DeutschlandVom 29.-31.07.2004 fand zu diesem Thema ein dreitätiges Seminar statt. Lesen Sie hierzu einen Bericht. Förderung gesellschaftlicher Zusammenarbeit zum Schutz von Menschenrechten und Interessen sozial benachteiligter BevölkerungsgruppenZu diesem Thema fand vom 20. - 23.04.2004 eine russisch-deutsche Konferenz in Wolgograd statt. PartnerorganisationenIm Rahmen des Projekts werden zur Zeit folgende Initiativen in Wolgograd unterstützt. „Marija – Mütter gegen Drogen“ unterstützt HIV-Infizierte Drogenabhängige und deren Familien durch Organisation von Selbsthilfegruppen. In oft schwieriger Kooperation mit den staatlichen medizinischen Einrichtungen und Behörden wirkt die Organisation der allgemeinen Ignoranz der HIV-AIDS Problematik entgegen und gibt ein Beispiel für einen menschlichen Umgang mit den Betroffenen. „Klub UNESCO - Würde des Kindes“ fördert das Rechts- und Selbstbewusstsein von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderungen. Durch Beratungsangebote und die Initiierung eigener Projekte werden Möglichkeiten des selbstständigen, selbstbestimmten Lebens für Menschen mit Behinderungen aufgezeigt. In der Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen ist das Ziel u.a. auch die Etablierung von Monitoring-Verfahren zur Bewertung der Effektivität sozialer Dienstleistungsangebote.http://www.openworld.volgograd.ru/unesco.shtml Das "Komitee der Hoffnung" unterstützt Flüchtlinge aus Tschetschenien und anderen Ländern durch juristische Beratung, Hilfe bei der Erstellung von Dokumenten und Vertretung vor Gericht sowie materielle Hilfe, die durch Spenden ermöglicht wird. Die Seminare, die das Komitee der Hoffnung in den ländlicheren Regionen des Wolgograder Gebiets durchführt, sind oft Anstoß zur Gründung neuer Selbsthilfegruppen vor Ort. Die Organisation „Zivilgesellschaftliche Initiativen des 21. Jahrhunderts“ unterstützt Strafgefangene mit HIV und AIDS durch Gespräche und Diskussionen, Trainings-Seminare zum Umgang mit den Kranken für das Personal der Strafvollzugsanstalten, sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Projekt arbeitet zusammen mit Priestern und anderen Vertretern der orthodoxen Kirche, die offen für die HIV-AIDS-Problematik sind. Die „Vygotskij-Gesellschaft“ fördert mit ihrem Projekt den Aufbau von Zentren zur sozial-psychologischen und medizinischen Beratung und Therapie für Kinder mit Behinderungen in drei ländlichen Regionen des Volgograder Gebiets. Es entsteht ein Netzwerk der Beratungsstellen für Familien mit behinderten und chronisch kranken Kindern. Die Organisation „Welt des Kindes“ zielt mit ihrem Projekt „Kinder-Recht“ auf die Unterstützung von Sozialwaisen und Kindern in Kinderheimen durch Förderung des Rechtsbewusstseins. Durch spielerische Aktionsformen wie Wettbewerbe wird versucht, den Kindern ein Bewusstsein ihrer Rechte und Pflichten und Selbstwertgefühl als Mitglieder der Gesellschaft zu vermitteln. |
HIV/AIDS-Seminar (pdf, 118.28 Kb)
Projektleitung: Constanze Stoll
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Seit 1992 organisiert der DRA jährlich Hospitationsprogramme für russische JournalistInnen auf der Ebene deutsch-russischer Städtepartnerschaften. Ziel ist es, die seit 1993 in Rußland verfassungsrechtlich verankerte "Freiheit der Massenmedien" aktiv zu unterstützen.
Schwerpunkt: die Regionen
Der DRA richtet sich mit seinen Fortbildungen gezielt an JournalistInnen staatlicher und privater Medien in den Regionalen Zentren. Gerade dort fehlt es an finanziellen Mitteln für professionelle Weiterbildungen, obwohl die Bedeutung der Regionalmedien in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist.
Demokratische Auswahl der Teilnehmer vor Ort
Das Auswahlverfahren für die TeilnehmerInnen findet nach demokratischen Prinzipien statt. Die KandidatInnen bewerben sich direkt auf eine öffentliche Ausschreibung nach einem klar formulierten Kriterienkatalog.
Einblick: Journalistische Arbeitsweisen und kommunale Strukturen in Deutschland
Während der vierwöchentlichen Fortbildung in Deutschland hospitieren die russischen JournalistInnen bei den Presseämtern und den lokalen Medien ihrer Partnerstädte. In Seminaren werden Fragen des Medienrechts behandelt und journalistische Arbeitsweisen diskutiert.
Stimmen zum Programm
Richard W. Dill (ehemals ARD-Auslandskoordiantion, München: "Ohne Pressefreiheit keine Demokratie. Ohne Demokratie keine Pressefreiheit."
Aleksandr Potapov ("Kolokol", Rjasan): "Die Deutschen arbeiten sehr operativ, schreiben kurz und knapp. Nur der Humor bleibt dabei leider auf der Strecke. Die Arbeitsbedingungen sind hervorragend; kurz, das Praktikum war tatsächlich eine Schule deutscher Journalisitk."
Svetlana Latschinova ("Offene Zeitung", Uljanovsk, 1997): "Dieser Praktikumsaufenthalt in Deutschland hat mein Weltbild verändert und mich für meine weitere Arbeit in Rußland motiviert. Schön wäre es, auch in Zukunft von den deutschen Kellegen lernen zu können, denn da gibt es viel, was man von ihnen lernen kann."
Elena Pawelina ("Magnitogorskij Rabotschij", Magnitogorsk, 1997): "Was mich an Deutschland interessierte? Mich interessierte alles. Zum ersten Mal in Deutschland, interessierten mich die Menschen, ihr Leben, der Einfluß der Wiedervereinigung auf die Wirtschaftsentwicklung und nicht zuletzt Arbeit und Einfluß der Massenmedien auf das gesellschaftspolitische Leben."
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Eine Medienkonferenz in Samara
Medienfreiheit in der Russischen Föderation? Auch heute noch ein Thema. Inzwischen dürfte allgemein bekannt sein, wie JournalistInnen in der täglichen Arbeit behindert werden, sehr eindrücklich dargestellt z.B. in der ARD-Dokumentation über die Verfolgung der Journalistin Olga Kitowa von Seiten des Belgoroder Gouverneurs. Wir wissen, dass nur sehr wenige Medien in Russland unabhängig arbeiten können. Besonders in der Provinz, wo örtliche Machthaber sich wie kleine Könige aufführen.

| Aus diesen Städten in der Russischen Föderation kamen JournalistInnen nach Deutschland |
Doch solange es engagierte JournalistInnen und unerschrockene Verleger gibt, bleibt die Hoffnung auf Veränderungen, die sich - in Moskau deklariert - mit der voranschreitenden "Entstaatlichung" ankündigen. Wir trafen uns in der südrussischen Stadt Samara mit JournalistInnen und ChefredakteurInnen aus 10 regionalen Zentren der Russischen Föderation, mit KollegInnen, die in ihrem Beruf bereits viel Mut und Fantasie zum eigenen Bestehen gezeigt haben.
Die TeilnehmerInnen waren ausnahmslos AbsolventInnen eines Recherche- und Praktikumsprogramms in Deutschland in den Jahren 1993 - 2001. Wir wollten von ihnen erfahren, welche beruflichen Veränderungen sie persönlich nach ihrer Rückkehr erfuhren und welchen Weg russische Regionalmedien heute eingedenk einer "Politik der Informationssicherheit" unter Präsident Putin gehen können. Im Gegenzug berichteten wir über den Stand deutscher Regionalmedien und Veränderungen in ihrer Landschaft.

| Karin Wolf |
Mögen Medien in einem demokratischen Staat arbeiten oder in einer Transformationsgesellschaft, stets haben sie Balance zu halten zwischen der Sicherung von Auflagen und Quoten und dem Ansprechen gesellschaftlich relevanter Impulse wie Solidarität und Verantwortungsgefühl. Welches sind journalistische Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, die solche Impulse geben können, und in wie weit sind sie für Menschen aus beiden Ländern interessant? Diese Frage war uns eine Diskussion wert mit MultiplikatorInnen, die beide Gesellschaften kennen, die mit journalistischen Methoden und interkultureller Erfahrung Probleme und Lösungsmöglichkeiten zu übersetzen wissen. Deshalb betitelten wir diese Konferenz mit
Projektleiterin: Karin Wolf
Druckversion (pdf)
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MEDIENECHO
Veröffentlichungen im Rahmen des Weiterbildungsprogrammes für JournalistInnen aus regionalen Zentren der Russischen Föderation
Liebe Leserinnen und Leser,
Sieben Jahre Weiterbildungsprogramme für Journalistinnen und Journalisten aus regionalen Zentren der Russischen Föderation in Deutschland. Sieben Jahre Bemühungen, an Deutschland interessierte und besonders talentierte VertreterInnen eines Berufes zu finden, dessen Ausübung schlecht bezahlt und teilweise sogar lebensgefährlich ist. Wir gehen direkt in die russischen Regionen, sprechen mit MedienmacherInnenn, ChefredakteurInnenen und manchmal auch mit VertreterInnen der örtlichen Verwaltungen. Die Auswahl zur Teilnahme erfolgt nach persönlichen Gesprächen, nachdem Sprachkenntnisse, Bedürfnisse und eigene Ideen der Bewerber erkundet sind, denn wir arbeiten gerne teilnehmerbezogen. Ein Stückchen Deutschland zeigen wir den KollegInnen, vieles über Politik und Kultur unseres Landes erfahren sie sowohl bei den Seminaren als auch bei ihren Aufenthalten in deutschen Partnerstädten. Und sie zahlen mit barer Münze zurück. Mit zahlreichen deutschen Medien vor Ort entstanden "Informationsbrücken" hinüber und herüber, und uns erreichten Veröffentlichungen aus den russischen Regionalmedien. Ergiebige Reisen erfordern lange Berichte. Wobei es sich in unserem Falle als positiv erwies, daß die Leser in russischen Regionen bis heute der Gewohnheit frönen, ausführliche Beschreibungen zu lesen. Die bis zu 17 (!) Seiten umfassenden Werke der heimgekehrten Kollegen lasen wir mit großem Interesse. Die Sichtweise russischer Journalisten auf das westeuropäische Deutschland, auf Strukturen in Politik, Wirtschaft und Kultur, stellen wir Ihnen in diesem Reader vor, in gekürzter Fassung, aus Veröffentlichungen in den Jahren 1996 - 98, inklusive einiger Berichte aus deutschen Regionalmedien. Bis es zu einer Veröffentlichung solcher Artikel, Hörfunk- und Fernsehbeiträge in russischen Medien kommen kann, rühren sich in der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation viele Hände. Unser großer Dank gilt allen am Programm Beteiligten als da sind der Rat der Regionen und Gemeinden Europas, Presse- und Partnerschaftsämter der deutschen Kommunen, Regionalmedien und Freundschaftsvereine vor Ort, das Bundespresseamt, die Vertretungen Deutschlands in der Russischen Föderation und den MitarbeiterInnen in Deutschland und Rußland.
Für den Deutsch-Russischen Austausch e.V. Karin Wolf Projektleitung Medienprogramme
Auswahl der Texte:"ICH MAG RUSSISCHE POLITIKER NICHT, ABER MEINE SEELE GEHÖRT DEM RUSSISCHEN VOLK." VON IRINA CHUDOVA (Isdatelskii dom "Sterch" 2001)
BILDER AUS DEUTSCHLAND Noch eine Portion Reiseeindrücke von der unlängst unternommen Europafahrt VON NATALJA JEMELJANOWA (Sewernii rabotschi Januar 2001)
"SPRECHEN SIE DEUTSCH, IWAN ANDREJTSCH?" VON NATALJA EMELJANOWA (Sewernii rabotschi Januar 2001)
DAS GLÜCK EINES DEUTSCHEN WIDERSTEHT DEM BÖSEN BLICK VON NATALJA EMELJANOWA (Sewernii rabotschi Januar 2000)
RUSSISCHE UND DEUTSCHE SCHLUSSFOLGERUNGEN - KEIN VERGLEICH? VON JUNIA WALAMINA (Wecherni Murmansk 2000)
WEHMÜTIG WEINT DIE HARMONIKA AUF DEM ALEXANDERPLATZ VON JUNIA WALAMINA (Wetscherni Murmansk 2000)
EINE BRÜCKE INS 21. JAHRHUNDERT VON NATALJA JEMELJANOWA (Sewerny Rabotschi 2000)
SO LÄSST SICH'S LEBEN Deutschland mit den Augen eines jungen Dagestaners VON ALBERT MECHTICHANOW (Molodjosch Dagestana 1998)
WAS KOSTET DIE DEUTSCHEN DIE GESUNDHEIT? EINDRÜCKE AUS DEM KOFFER - BESUCH IN DER PARTNERSTADT CELLE VON KIRA KALININA (Sibirski Posad 1998)
EINE GEMEINSAME SPRACHE FINDEN WIR ALLE BESSER STÄDTPARTNERSCHAFT: ÜBERWINDUNG DER SPRACHBARRIEREN VON JELENA ARTJOMOWA (Petergofskij Westnik 1998)
LYRISCHER RUNDFLUG ÜBER DIE HERZOGSTADT Leben in Celle aus neuer Sichtweise VON KIRA KALININA (Cellesche 1998)
SUCHE NACH AUGENZEUGEN REDAKTEUR LEONID MUCHIN AUS SIBIRIEN ZU GAST IN PFORZHEIM VON DOROTHEE KNURA (Pforzheimer ZEITUNG 1998)
"LEICHTES ATMEN" AM WASSER PHANTASIE AUF DEN STRASSEN - EINDRÜCKE VON BREMERHAVEN VON INNA KORNELÜK (NZ 1998)
EINGETAUCHT IN DIE DEUTSCHE WELLE ERFAHRUNGEN IM GROSSEN UND IM KLEINEN VON JULIJA LARINA (Wetschernaja Kasan - 1997)
WARMES BROT STATT "KALTER KRIEG" EINE MÜHLE UND EINE BÄCKEREI AUF DEM RAKETENSTARTPLATZ VON JULIA LARINA (izvestija)
MAGNITOGORSK - BRANDENBURGS PARTNER DER NOTIZBLOCK WAR DABEI - REISEAUFZEICHNUNGEN VON JELENA PAWELINA (Magnitogorskij rabotschij 1996)
DEN GÄSTEN STEHT ALLES OFFEN - VON DER KANTINE BIS ZUR BUCHHALTUNG DER 3. MAI IST DER INTERNATIONALE TAG DER PRESSEFREIHEIT VON JELENA FADEJEWA (Simbirskij Kurjer 1996)
SCHÖN IST DAS LAND DEUTSCHLAND EINE DIENSTREISEVON KURSK NACH SPEYER VON SWETLANA RUDAKOWA (Molodaja Gwardija 1996)
"MAN MUSS BRÜCKEN SCHLAGEN" PRIVATKAPITAL SOLL MIT HILFE DER BEHÖRDE DIE WIRTSCHAFT ANKURBELN VON JURIJ PESTOW (märkischer bote 1996)
WIE EIN MÄRCHEN DER GEBRÜDER GRIMM Mit Wiktor Chotejew, dem stellvertretenden Chefredakteur der Tageszeitung "Snamja", und Alexander Wassiljew vom privaten Fernsehen "NIKA TV" sprach Hans-Jürgen Kehr. (Suhler Allgemeine 1996)
ACH - DIESE "SCHLAUEN" DEUTSCHEN WARUM HINTERFRAGT NIEMAND DIE "EUROPÄISCHE" SEELE? VON DALGAT ACHMEDCHANOW (Nowoe Delo 1998)
IM DEZEMBER SINGEN DIE NACHTIGALLEN... ÄHNLICHKEITEN UND UNTERSCHIEDE ZWISCHEN KURSK UND SPEYER VON SWETLANA DAIBOWA (Kursklaja Nedelja 1996)
ÜBERRASCHT VON DER OFFENHEIT VON MARIA RASUMOWA (Yaroslavskaja Nedelja 1996)
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Im Rahmen des Projektes „Ost und West – zwei Ufer eines Flusses“ findet ein Fotowettbewerb zum Thema „Alltag meiner Region“ statt. Die hundert Werke, die die aktuellen Unterschiede zwischen den Gebieten in der Ukraine am besten widerspiegeln, werden für eine Woche im Theater „Verlängertes Wohnzimmer“ in Berlin ausgestellt, und die besten Fotografen werden nach Berlin eingeladen, wo sie die Möglichkeit haben werden, bei der Eröffnung dieser Ausstellung dabei zu sein und an einer spannenden Diskussion mit ihren deutschen Kollegen zum Thema „Erfahrungen im wiedervereinigten Deutschland in Kontext der kulturellen Auseinandersetzung zwischen der Ost- und Westukraine“ teilzunehmen.
Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, muss man bis zum 25. Oktober bis zu fünf Fotos und einen ausgefüllten Teilnahmebogen an die Adresse photography.competition(at)gmail.com einsenden. An dem Wettbewerb können sowohl professionelle ukrainische Fotografen, als auch junge Amateure aus der Ukraine teilnehmen.
Projektleitung:
Alexandra Luchyk, Bund ukrainischer Studenten in Deutschland e.V. Oleksiy Druzhinin, Deutsch-Russischer Austausch e.V.
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Seit Oktober 2006 realisiert der Deutsch-Russische Austausch e.V. das Programm „Vom anderen erfahren – Schüler, Freiwillige und Experten stärken den Deutsch-Russischen Schüleraustausch“ in Kooperation und aus Mitteln der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (www.stiftung-drja.de). Weitere Kooperationspartner und Förderer des Projektes sind die Stiftung West-Östliche Begegnungen, AFS - Interkulturelle Begegnungen e.V. und die ostdeutsche Jugendzeitschrift "spiesser".
Gemeinsam mit ehemaligen Austauschschülern, Freiwilligen und Experten, die sich beruflich in Russland engagieren, führt der DRA Veranstaltungen bundesweit an Schulen durch. Mit persönlichen Erfahrungsberichten, einem Einblick in die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage Russlands, einem Ausblick auf berufliche Perspektiven, mit Ausflügen zu deutsch-russischen Orten, mit Fotos, neuer (Live-)Musik und Filmausschnitten wollen wir nicht nur Lust auf die Begegnung mit Land und Leuten wecken, sondern auch gemeinsam Projekt-Ideen entwickeln und konkrete Möglichkeiten aufzeigen, diese Ideen zu realisieren und zu finanzieren.
Ziel des Programms ist es, an deutschen Schulen für eine intensivere Auseinandersetzung mit Russland, der russischen Sprache und Kultur sowie einen vielfältigen, lebendigen Austausch zwischen deutschen und russischen Jugendlichen zu werben und über konkrete Möglichkeiten zur Realisierung von Projekten zu beraten.
Ein Beispiel für ein Schüleraustausch-Projekt mit vielen Fotos und persönlichen Erlebnisberichten finden Sie hier: www.petersburg-burlo.de
Projektleitung: Susanne Müller
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