20. August 2008

Podiumsdiskussion 15.9., 19 Uhr, Haus der Demokratie Berlin: Stabilisierung durch zivilgesellschaftliche Kooperation im Nordkaukasus?

 

Der blutige Krieg um Südossetien hat der Welt erneut vor Augen geführt, wie labil die  Kaukasusregion mit ihren vielen Völkerschaften, Teilrepubliken und historischen, kulturellen und politischen Konflikten ist. Dies gilt nicht allein für die zwischenstaatliche Ebene: Auch die nordkaukasischen Republiken innerhalb Russlands sind von einer friedlichen und demokratischen Entwicklung noch weit entfernt.

Wie brisant ist derzeit die innere politische und soziale Situation in Republiken wie Tschetschenien, Nordossetien, Inguschetien? Ist die äußerliche Ruhe in Tschetschenien eher ein Zeichen für den Erfolg von Wladimir Putins Strategie der Nationalisierung des Konflikts oder eher eines für die Härte des autoritären Regimes von Präsident Ramsan Kadyrow? Wie wirken sich die alten und neuen Flüchtlingsströme auf die Region aus? Welche Rolle kann menschenrechtliche und Bildungsarbeit für deren Stabilisierung und Entwicklung spielen? Welche Partner stehen für eine zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit bereit, welche Widerstände sind zu erwarten? Welche Unterstützung ist von der deutschen und internationalen Politik erforderlich?

Darüber sprechen auf einer Podiumsdiskussion am

15.9., 19 Uhr, im Saal des Hauses der Demokratie

 - Peter Franck (Amnesty International)

- Reinhard Weißhuhn (Referent der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Grüne für Außenpolitik und Ostmitteleuropa)

- Katya Sokiryanskaya (Menschenrechtszentrum Memorial Moskau / Grosnyj (Tschetschenien) und Nazran (Inguschetien))

Moderation: Stefan Melle (Deutsch-Russischer Austausch)

Anlass ist die Fotoausstellung des Deutsch-Russischen Austausch „Zwischen Wiederaufbau und Kriegserbe – ein aktueller Einblick in  Nordkaukasus“ mit Aufnahmen von Günter Nooke, dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, und Reinhard Weißhuhn, die auf getrennten Reisen 2007 entstanden und die noch bis zum 19.9. im Haus der Demokratie zu sehen sind.

Veranstalter: Deutsch-Russischer Austausch, Amnesty International, Stiftung Haus der Demokratie


SCHNELLSUCHE  
»erweiterte Suche  

SPENDEN:
Bitte unterstützen Sie das Engagement des DRA mit Ihrer Spende oder einer Fördermitgliedschaft!

Kontakt:
Deutsch-Russischer Austausch e.V.
Badstr. 44
13357 Berlin

Tel.: 030/446680-0
info(at)austausch.org