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27. März 2012
Neue Publikation: Texte des Anwalts Stanislaw Markelow über Rechtsstaat und RechtsbruchDas Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung und der DRA haben gemeinsam eine Anthologie von Texten des am 19. Januar 2009 ermordeten russischen Rechtsanwalts Stanislaw Markelow publiziert.Markelow war in Russland durch sein Engagement in politischen und sozialen Bewegungen und als mutiger Anwalt bekannt geworden. So erreichte er als erster ein Urteil gegen russische Offiziere, die Verbrechen gegen Bewohner Tschetscheniens begangen hatten, und trat vielfach gegen radikale Nationalisten auf. Neonazis waren es auch, die ihn und mit ihm die junge Journalistin Anastasia Baburowa (Nowaja Gaseta) töteten. Die 80-seitige Publikation mit dem Titel »Eine Frage des Überlebens - Stanislaw Markelow über Rechtsstaat und Rechtsbruch, Nationalismus und Neonazismus und soziale Bewegungen in Russland« vereint Aufsätze, Artikel und Gerichtsreden und Blogeinträge, die wichtige Positionen und Stationen seines Weges markieren. Darunter sind kritische Texte zur Verfassungsrealität in Russland (»Lest dieses Buch nicht«), zum russischen Straflagersystem, aber auch zu grundsätzlichen Fragen von Moral und Recht. Die Broschüre (ISBN 978-3-927995-01-7) wurde von der Moskauer Journalistin Ute Weinmann herausgegeben, von ihr und Susanne Konschak übersetzt sowie von der Marion Dönhoff-Stiftung unterstützt. Sie ist beim Bildungswerk kostenlos erhältlich oder gegen 5 Euro Schutzgebühr zu bestellen (Details siehe HIER ). |
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