--- ---
3. Dezember 2010

professija.DE auf Fachkonferenz „Einstiege eröffnen. Wie muss eine chancengerechte Integrationspolitik aussehen?“

 

Am 2. 12.2010 fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin die Fachkonferenz „Einstiege eröffnen. Wie muss eine chancengerechte Integrationspolitik aussehen?“ statt, an der VertreterInnen aus Politik, Verbänden, Wissenschaft und Praxis aus Deutschland, Dänemark, Schweden und den Niederlanden ihre Erfahrungen zum Thema der gesellschaftlichen Integration sowie Modellprojekte vorstellten. Mit dabei war das professija.DE-Team, das auf der Projektmesse die Aktivitäten und bisherigen Ergebnisse des Projektes „Russischsprachige Unternehmen für Integration und Ausbildung“ präsentierte. Nach einem Vortrag von Klaus Wowereit – Regierender Bürgersmeister von Berlin – über Leitbilder einer Integrationspolitik der Anerkennung und einer anschließenden Diskussion war für die Arbeit von professija.DE besonders das Panel „Zugänge zum Arbeitsmarkt“ von Interesse, in dem zunächst Frau Prof. Dr. Karin Weiss in ihrer Funktion als Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg u.a. Eckpunkte des Bundes zu den geplanten neuen Regelungen der Anerkennungsverfahren erläuterte. Anschließend stellte sie in ihrem Bundesland durchgeführte bzw. geplante Programme vor, die den Zugang von bereits in Brandenburg lebenden Zuwanderinnen und Zuwanderern zum Arbeitsmarkt verbessern und ihnen einen Einstieg ermöglichen. Dazu gehört ein internetgestützter Wegweiser zu Anerkennungsverfahren, das Xenos-Projekt „Vorteil Vielfalt“ aber auch Weiterbildungsmaßnahmen für Ärzte und Krankenschwestern sowie LehrerInnen und PädagogInnen aus Osteuropa. Frau Dr. Martina Müller-Wacker aus Augsburg (Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH) stellte neue Zahlen des Microzensus zu ausländischen Berufsabschlüssen und Anerkennungsverfahren von Zuwanderern und Zuwanderinnen vor. Sie betonte, dass es sowohl bei Menschen mit ausländischen Bildungsabschlüssen aber auch bei MitabeiterInnen einschlägiger Beratungsstellen enorme Informationslücken über Möglichkeiten und Wege der Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen gibt.

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz, dass die Potentiale der Zuwanderinnen und Zuwanderer besser anerkannt, gefördert  und genutzt werden müssen. Das betrifft sowohl bereits in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund als auch ausländische Fachkräfte, auf die Deutschland durch den demografischen Wandel und den absehbaren Fachkräftemangel zunehmend angewiesen sein wird. 

 


DRA-Newsletter

AKTUELLER INFOBRIEF

Co-organizer Deutsch-Russischer Austausch mit Unterstützung EU-Russia Civil Society Forum