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24. November 2010

Planungstreffen für Zivilgesellschaftsforum EU-Russland fand in Berlin statt

 

Am 20. November trafen sich in Berlin rund 30 NGOs aus Russland sowie aus 10 EU-Ländern zur Vorbereitung eines Zivilgesellschaftsforums EU-Russland.

Ziel war es, die Anfang 2010 von Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen aus Deutschland und weiteren EU-Ländern ausgegangene Initiative für ein solches Forum umfassend zu erörtern und konkrete Beschlüsse für eine Realisierung der Idee zu fassen. Der Vorschlag war in einem Positionspapier "Für einen Neustart in der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland" enthalten. Initiatoren des Papers sowie Organisatoren des jetzigen Treffens in Berlin waren der Deutsch-Russische Austausch und der Europäische Austausch.

Das Planungstreffen wurde in der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) in Berlin durchgeführt und von Eugeniusz Smolar (Institut für Internationale Beziehungen, Warschau) und Elena Topoleva (Agentur für Soziale Information, Moskau) moderiert. Unterstützt wurde es von der Robert-Bosch-, der Bertelsmann- und der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der Stiftung EVZ.

Vertreten waren die Leiter von elf namhaften russischen Organisationen aus den Bereichen Menschen- und Bürgerrechte, Soziales, Umwelt, Frauenrechte, Stiftungen und NGO-Kommunikation sowie verschiedenste Netzwerk- und Fachorganisationen des Dritten Sektors aus Lettland, Estland, Polen, Belgien, Spanien, Frankreich, Tschechien, Deutschland, den Niederlanden und Finnland.

Diskutiert wurden u.a. die grundsätzlichen Ziele eines solchen Forums - demnach soll sich eine Intensivierung der horizontalen, thematischen Zusammenarbeit und Expertise zwischen den NGOs mit einem wachsenden Einfluss der Zivilgesellschaft auf die Entscheidungsbildung in der EU bzw. Russland sowie bei den Regierungsverhandlungen beider Seiten verbinden. Das Forum selbst soll verschiedene Formen haben können

- übergreifenden Konferenzen einmal in ein oder zwei Jahren
- thematische Arbeitsgruppen, die zwischen den Konferenzen tätig sind
- Projektunterstützung für einzelne Arbeitsbereiche
- gesellschaftliche und politische Positionierungen und Analyse
- informationelle Vernetzung

Beschlossen wurde, das EU-Russland-Civil Society Forum im Februar 2011 auf einem Nachfolgetreffen in Prag offiziell zu gründen.

Zum Organisationskomitee gehören

- Rostislav Valvoda (NGO People in Need, Prag)
- Stefan Melle (Deutsch-Russischer Austausch, Berlin)
- Fraser Cameron (EU-Russia-Centre, Brüssel)
- Jurij Dzhibladzse (CDDHR, Moskau)
- Natalia Kaminarskaya (Donorsforum Russia, Moskau).

Weitere Arbeitsgruppen sollen bis dahin Entwürfe für ein Grundsatzdokument zu Zielen und Werten sowie eine Satzung zu Strukturen, Teilnahme- und Beschlussprozeduren und eine Öffentlichkeitsstrategie des Zivilgesellschaftsforums erarbeiten. 

Bis zum nächsten Treffen soll auch der Kreis der beteiligten Organisationen sowie deren thematisches und geografisches Spektrum erweitert werden.In Prag sollen ca. 60-70 NGOs aus Russland und allen Regionen der EU vertreten sein.

 

Dokumente zum Planungstreffen in Berlin als PDF:

Programm (engl.): HIER

Teilnehmerliste (engl.): HIER


Kontakt zum Organisationskomitee in Deutschland: 

Deutsch-Russischer Austausch e.V.
Stefan Melle
Tel. 030-44 66 80-0
stefan.melle@austausch.org


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