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12. November 2010
Neue Visabarrieren durch Russland - ein Schritt in die falsche RichtungRussland hat seit dem 1. November die Hürden für Einreisevisa an BürgerInnen der Bundesrepublik erhöht.Private Antragssteller müssen nun für die Reise zusätzlich ein ausreichendes Vermögen und ihre Rückkehrwilligkeit darlegen, etwa durch eine Verdienstbescheinigung, den Nachweis von Wohneigentum u.Ä. (vgl. www.russisches-konsulat.de/visa.htm). Geschäftsreisende müssen künftig als Selbständige ihre Firmenregistrierung vorlegen oder als Angestellte eine Arbeitsvertrags-, Dienstreise- und Gehaltsbescheinigung einreichen. Die russische Regierung verhehlt nicht, dass sie diese Verschlechterung aus Verärgerung über die seit Jahren unbewegliche Haltung von EU und deutscher Regierung gegenüber russischen Erwartungen nach gegenseitiger Visafreiheit beschloss - denn russische StaatsbürgerInnen müssen artgleiche Unterlagen seit langem für eine Einreiseerlaubnis hierzulande erbringen. Dieser Schritt wird den Druck zu Visaerleichterungen auf die Bundesregierung und die EU nun erhöhen, erst recht, wenn Wirtschaftsvertreter über die zusätzliche Bürokratie klagen. Trotzdem war es ein Schritt in die falsche Richtung, der Russland selbst am meisten schadet - denn nun werden (und können) noch weniger Menschen sich für enge beiderseitige Beziehungen engagieren und das Gefühl entwickeln, willkommen zu sein. Das Land erleidet erneut einen Imageschaden sowie einen Verlust an Internationalisierung und also Potential für seine Modernisierung. Russland sollte daher die Visaerschwernisse dringend wieder aufheben - und die EU und Deutschland sollten diesem Beispiel dann endlich unverzüglich folgen. |
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