27. Mai 2011
Keine Mahnwachen mehr am 31. - Amnesty feiert morgen mit Russlandbeiträgen
Amnesty International (AI), Memorial Deutschland und der DRA setzen ihre gemeinsamen Mahnwachen, die seit März 2010 jeweils am 31. eines Monats vor der Russischen Botschaft in Berlin stattfanden, vorerst aus. Die Aktion war ein Zeichen der Solidarität mit jenen Menschen- und Bürgerrechtlern in Russland, die an jedem 31. öffentlich für die Durchsetzung des Versammlungsrechts gemäß Art. 31 der russischen Verfassung eingetreten sind.
Ähnliche Unterstützung fanden sie u.a. in München, Frankfurt, London, Prag, Oslo, Helsinki, Brüssel und New York. Da die Demonstrationen in Moskau seit Oktober 2010 stets genehmigt wurden, wenn auch mit Auflagen, haben deren Organisatoren unter Führung von Ludmila Alekseyeva (Moskauer Helsinki-Gruppe) die Aktion für beendet erklärt.
Sie wollen künftig vor allem für einen demokratischen Verlauf der anstehenden Duma- und Präsidentenwahlen auf die Straße gehen. Nach der bisherigen Entwicklung der Politik in Russland zu urteilen, wird auch hier viel Aufmerksamkeit nötig werden. Wir bedanken uns bei allen, die sich an den Mahnwachen beteiligt haben!
Unterdessen begeht Amnesty sein 50-jähriges Bestehen am morgigen 28. Juni ab 14 Uhr mit einem Programm im Haus der Kulturen der Welt in Berlin (Eintritt frei). So wird Sabine Adler (Deutschlandradio) von 18-18.45 Uhr eine Debatte zur "Kooperation für die Menschenrechte" von AI bezüglich Russlands moderieren. Beteiligt sind u.a. Rezida Kadieva (Zentrum Frauenwürde Grosny) und Friederike Behr (Amnesty Moskau). Um 20.15 Uhr ist der Film »Barzakh« zu sehen, der das "Verschwindenlassen" in Tschetschenien thematisiert und auf der Berlinale 2011 den Amnesty-Filmpreis erhielt.
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