25. Mai 2008
Erfahrungsaustausch von Experten aus Behinderteneinrichtungen
Zu Fachgesprächen hielten sich leitende ExpertInnen der Stadtverwaltung in St. Petersburg und aus städtischen Behindertenheimen vom 18.-25. Mai in Berlin und Hamburg auf. Zu der Reise eingeladen hatten die Petersburger Organisation Perspektivy und der DRA. Thema der Treffen mit VertreterInnen der Berliner Gesundheitsverwaltung und mehrerer Hamburger Behinderteneinrichtungen waren Wohnformen für Behinderte (vom Pflegeheim bis zur offenen Wohngruppe) sowie die Unterstützung behinderter Menschen bei der Integration am Arbeitsplatz. „Das Eindrucksvollste ist“, resümierte Galina Plemyannikova, Direktorin des Heims für schwerbehinderte Kinder Pawlowsk bei St. Petersburg, „wie selbstverständlich Behinderte in Deutschland inzwischen an vielen Bereichen des normalen Lebens teilnehmen.“ Die Gäste berichteten, dass sich die Ausstattung der Petersburger Heime allmählich verbessere. Das Jahr 2008 sei in Russland zum Jahr der Behinderten ausgerufen worden; auch werde eine stärkere Einbeziehung von NGOs und Freiwilligen in die staatliche Behindertenarbeit in Aussicht gestellt. Andererseits sei der Stand bei der Ausbildung der Mitarbeiter und den Arbeitsmethoden noch unzureichend. Die Studienreise war Bestandteil des vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche geförderten Gemeinschaftsprojekts von Perspektivy und DRA zur Verbesserung der Förderangebote im Behinderteninternat für Erwachsene in Peterhof.
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