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6. August 2008

DRA berät Regierung von russischer Teilrepublik Udmurtien bei der Entwicklung der Freiwilligenarbeit

 

Der Deutsch-Russische Austausch Berlin wird die Regierung der russischen Teilrepublik Udmurtien bei der Entwicklung der Freiwilligenarbeit beraten. Das haben die DRA-Mitarbeiter Stefan Melle und Holger Löbell sowie das zuständige Jugendkomitee von Udmurtien im Juli bei der Besuchsreise einer Berliner Delegation in der Hauptstadt Ischewsk vereinbart.

Vorgesehen sind u.a. die Einrichtung geregelter Freiwilligendienste in Anlehnung an das Freiwillige Soziale bzw. Ökologische Jahr in Deutschland, der Aufbau einer Freiwilligenagentur für soziale Organisationen in Ischewsk, deren internationale Vernetzung sowie ein jährlicher Austausch von Freiwilligen zwischen Deutschland und Udmurtien. Das Jugendkomitee der westlich vom Ural gelegenen Republik mit gut 1,5 Millionen Einwohnern will die Freiwilligenarbeit künftig auch finanziell unterstützen. Für den Austausch mit Deutschland sollen Stipendien aus der Wirtschaft beider Länder gewonnen werden.

Bereits begonnen wurde mit der Ausarbeitung einer juristischen Basis für das bürgerschaftliche Engagement in Udmurtien. Als Grundlage dient dabei eine 2007 von der Stadtregierung St. Petersburg erlassene Verordnung über Freiwilligenarbeit, an deren Ausgestaltung neben anderen NGOs auch der DRA St. Petersburg beteiligt war.

Die Reise nach Ischewsk fand im Rahmen des bereits seit zehn Jahren vom Berliner Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPW) organisierten Fachkräfteaustauschs zwischen Experten der Jugendhilfe statt. Themen waren diesmal außer der Freiwilligenarbeit die Familienhilfe sowie die Arbeit in Jugendkrisenzentren. Beteiligt waren aus Berlin neben dem DRA VertreterInnen des Paritäters, des Mädchenkrisenzentrums „Wildwasser e.V.“ und der Familienhilfeorganisation PAD. Eine Jugendgruppe des Vereins für Straßensozialarbeit „Gangway“ errichtete gemeinsam mit Altersgenossen aus Ischewsk eine BMX-Bahn, die im Stadtzentrum feierlich eröffnet wurde.

 


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