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2. Dezember 2010
Bundestagsabgeordnete und Deutschlandfunk besuchen DRA-Projekt in NordossetienDie Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck (Bündnis 90/Grüne) und die Journalistin Sabine Adler (Deutschlandfunk) haben am 19.11.2010 im Rahmen einer Nordkaukasusreise auch das gemeinsame Projekt des Menschenrechtszentrums Memorial Moskau und des DRA im Prigorodnyj Rajon der russischen Teilrepublik Nordossetien besucht. Die Gäste hielten sich auf Einladung des Präsidenten der Republik Inguschetien, Junus-Bek Evkurov, in der Region auf. Beim Aufenthalt in Kurtat veranstalteten Svetlana Gannushkina, Vorstand von Memorial, die Projektkoordinatorin Julia Chardina sowie Marieluise Beck, die auch als Vertreterin der Parlamentarischen Versammlung des Europarats dort war, eine Pressekonferenz vor zahlreichen Journalisten regionaler Medien. Die Memorial-Vertreterinnen stellten die Arbeit des Projekts für die Förderung der Versöhnung von Inguschen und Osseten sowie die Lage von Flüchtlingen in dem Bezirk vor. Sabine Adler hat im Deutschlandfunk bereits eine erste Reportage zu der Reise gesendet, die unter folgendem Link zu hören ist: ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/12/02/dlf_20101202_0750_c5a1b51c.mp3 Im Rahmen des Projekts werden v.a. Existenzgründer beider Volksgruppen gemeinsam auf ihre Selbstständigkeit vorbereitet und dann während der Anfangsphase betreut. Außerdem sorgen zahlreiche Aktionen, Programme und thematische Zirkel - wie z.B. Videofilm- und Theaterworkshops - dafür, dass Jugendliche aus den Schulen des Prigorodnyj-Bezirks wieder Vertretern der jeweils anderen Volksgruppe kennen lernen und sich mit der gemeinsamen Regionalgeschichte befassen. In dem Gebiet war es 1992 nach jahrzehntlangen Spannungen zu einem blutigen Konflikt zwischen den beiden Volksgruppen gekommen. Erst am 9. September hatte erneut ein Bombenanschlag in der benachbarten Republikhauptstadt Vladikavkas die Spannungen vergrößert.
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