1. März 2011
Taz-Café, 4.3., 19 Uhr: Gespräch mit der russischen Umweltschützerin Jevgenia Tschirikova
Lokale Bürgerproteste erlangen landesweite Beachtung: Was 2010 die Bewegung Stuttgart 21 in Deutschland schaffte, erreichte zeitgleich in Russland die Initiative »Verteidiger des Chimki-Waldes«. Die russischen UmweltschützerInnen wussten ihr Anliegen - trotz Korruption und Gewalt vor Ort - öffentlich so überzeugend zu vertreten, dass sie bis in die Staatsspitze Gehör fanden.
Am 4. März, 19 Uhr, berichtet die junge Leiterin der Chimki-Bewegung, Jevgenia Tschirikova, in einer Veranstaltung der Tageszeitung (taz) und des DRA, wie im Ringen um das Waldstück am Rande Moskaus, durch das eine Autobahn gebaut werden soll, Bürgerbeteiligung und ökologische Standards zumindest teilweise durchgesetzt wurden. Wie signifikant ist der Vorgang für Russland? Ist er mit dem in Deutschland vergleichbar?
Berichten wird dazu auch der taz-Redakteur Ingo Arzt, der die Proteste zu Stuttgart 21 journalistisch begleitet hat.
Der Konflikt um den Chimki-Wald ist dabei längst nicht beigelegt: Während die russischen UmweltaktivistInnen sich derzeit gegen den französischen Konzern Vinci als Bauauftragnehmer wenden und EU-Vertreter Banken davor warnen, die Schnellstraße zu finanzieren, wird Jevgenia Tschirikova durch staatliche Behörden unter Druck gesetzt.
Die Veranstaltung (Ort: Berlin, Taz-Café, Rudi-Dutschke-Str. 23) wird von der Fraktion der Grünen/EFA im Europaparlament (Büro Werner Schulz) unterstützt.
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