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30. März 2012
Erinnerung, Entwicklung, Engagement: 20 Jahre DRA - Dank an Partner und UnterstützerVor genau 20 Jahren, am 30. März 1992, wurde der Deutsch-Russischer Austausch (DRA) ins Berliner Vereinsregister eingetragen. Russland war damals eben aus der zerfallenen Sowjetunion erneut entstanden und durchlebte die politischen und sozialen Schwierigkeiten einer Gesellschaft in grundlegender Transformation.In 20 Jahren haben sich die Verhältnisse in Russland, aber auch in Deutschland und in Europa vielfach gewandelt. Auch der DRA hat sich immer wieder neu orientiert. Aus der Hilfe zur Selbsthilfe für entstehende Bürgerinitiativen und der Einrichtung von NGO-Unterstützungszentren sind eine vielfältige thematische Projektarbeit und ein in gleichberechtiger Kooperation mit osteuropäischen Partnern verwirklichtes, intensives gesellschaftspolitisches Engagement erwachsen. Unverändert sieht der DRA seine Aufgabe in der Zusammenarbeit mit den engagierten Menschen der Zivilgesellschaft und allen Akteuren, die an einer offenen, demokratischen Gesellschaft interessiert sind. Diese Arbeit wird getragen von den MitarbeiterInnen und Mitgliedern des DRA, von seinen Förderern und Spendern sowie von hunderten Partnern - Bürgerinitiativen und NGOs, ExpertInnen, Stiftungen, VertreterInnen aus Politik, Medien, Bildungseinrichtungen, Behörden. Ihnen allen sei hier im Namen des DRA von ganzem Herzen gedankt. Im Laufe seines Jubiläumsjahres wird der DRA die vergangenen 20 Jahre sowie die Gegenwart und Perspektiven der Kooperation mit Russland und Osteuropa in vielerlei Weise reflektieren - im Rahmen von Veranstaltungen, Debatten, aber auch gemeinsamen Feiern. Den Höhepunkt bilden die 17. Deutsch-Russischen Herbstgespräche, die in diesem Jahr am 26. und 27. Oktober in Berlin stattfinden werden. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und über Ihre Anregungen und laden Sie herzlich ein, unsere Arbeit weiter zu begleiten und zu unterstützen. Das jeweils aktualisierte Jahresprogramm des DRA finden Sie HIER. Vorstandswahl Auf der 1. Mitgliederversammlung des DRA in diesem Jahr ist am 24. März der seit 2010 aktive Vorstand des Vereins wieder gewählt worden. Ihm gehören damit für eine weitere zweijährige Amtszeit an: Sabine Erdmann-Kutnevic, Elfie Siegl und Hanno Gundert als alleinvertretungsberechtigte Vorsitzende sowie Jörg Albinsky und Tim Bohse als Mitglieder des erweiterten Vorstands. Der DRA bedankt sich bei ihnen sehr herzlich für ihr großes, kontinuierliches und fruchtbares Engagement! In einer Diskussion zur aktuellen Lage in Russland nach den großen Bürgerprotesten infolge der gefälschten Wahlen kamen die TeilnehmerInnen, unter ihnen zahlreiche Russland-ExpertInnen, zu recht kontroversen Einschätzungen. Einige prognostizierten, die gewachsene bürgerschaftliche Aktivität werde trotz der Wiederkehr von Vladimir Putin in den Kreml anhalten und in absehbarer Zeit zu substantiellen Veränderungen der Gesellschaft und politischen Strukturen führen. Argumentiert wurde aber auch, dass die geringe Resonanz der Proteste in den Regionen sowie die Tatsache, dass regierungskritische Debatten im Internet noch keine realpolitische Handlungsfähigkeit garantieren und eher zu Enttäuschung führen, aber auch die Rückkehr zu basisnahen und langfristigen Engagementformen bedeuten könnten. Angesichts derzeitiger neuer Demonstrationsverbote, Verhaftungen und restriktiver Gesetzvorhaben, so u.a. im Hinblick auf die Internetfreiheit oder auch auf die Rechte Homosexueller, will der DRA gemeinsam mit seinen russischen Partnern weiterhin dafür eintreten, die Rechte der Menschen und die Ressourcen zu offener gesellschaftlicher Auseinandersetzung zu schützen und zu erweitern. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung begingen die Mitglieder und MitarbeiterInnen des DRA das 20-jährige Jubiläum des Vereins mit einem kleinen internen Fest.
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