16. Januar 2012
Einladung 20.1.2012, 19 Uhr: Diskussionsabend "Putin unter Druck: Wie weit reicht der Protest?"
Woher kommen die Demonstranten? Wen erreichen sie, wen nicht? Welche Rolle spielt das Internet? Die russische Journalisten Alexander Tschernych (Kommersant) und Angelina Davydova antworten.
Der Deutsch-Russische Austausch (DRA) und das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung (n-ost) laden Sie herzlich ein zu einem Diskussionsabend:
Am Freitag, 20. Januar, 19.00 Uhr
Ort: n-ost Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung, Neuenburger Str. 17, 10969 Berlin-Kreuzberg (Hinterhof)
Gäste:
Alexander Tschernych ist Korrespondent der Zeitung „Kommersant“ in Moskau und hat für die Zeitung über die Demonstrationen berichtet. Bei den ersten Protesten gegen die Wahlfälschungen am 4. Dezember wurde vorübergehend selbst verhaftet.
Angelina Davydova ist freie Journalistin aus St. Petersburg und Expertin für zivilgesellschaftliche Entwicklung und Medien in Russland. Sie leitet das Russisch-Deutsche Umweltinformationsbüro RNEI des DRA und ist n-ost-Korrespondentin.
Gesprächsleitung: Stefan Melle, Geschäftsführer Deutsch-Russischer Austausch
Eine unerwartete Protestwelle und Großdemonstrationen in Moskau gegen die massiven Fälschungen der Duma-Wahl vom Dezember bringen die russische Führung unter Premierminister Putin erstmals seit Jahren ernsthaft in Bedrängnis. Zunehmend stellt die russische Öffentlichkeit auch den monopolistischen und selbstherrlichen Machtanspruch Putins und seiner Strukturen offen in Frage. Woher kommen die Protestierenden? Wen erreichen sie, wen nicht? Welche Rolle spielt die Mobilisierung durch das Internet? Wieso sind die Proteste in den Regionen so gering, selbst in der "Kulturhauptstadt" St. Petersburg?
Welche Chancen auf Zusammenhalt hat die aktuell breite Koalition der friedlichen Proteste, und wie geht sie mit nationalistischen und anderen antidemokratischen Kräften in ihren Reihen um? Steht nach der Präsidentenwahl am 4. März eine weitere Protestwelle bevor, die letztlich zu einem Wechsel der politischen Kräfteverhältnisse führt?
In einem offenen Gespräch mit den beiden Gästen, die beide Teilnehmer der Demonstrationen im Dezember waren, sollen diese und andere Fragen erörtert werden.
Eintritt frei
Um Anmeldung unter info@austausch.org wird gebeten, sie ist für eine Teilnahme aber nicht erforderlich.
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