9. Januar 2012
Ergebnisse und Fotos der Fachkonferenz mit der Orthodoxen Kirche zu Gemeinwohl-Engagement
Eine zweitägige Konferenz zum Thema »Gemeinwohl-Engagement in der deutschen und russischen Gesellschaft« mit den Schwerpunkten Jugend- und Behindertenarbeit, Sozialmanagement, Wohltätigkeit und Ehrenamt hat der DRA am 15./16. Dezember in Berlin ausgerichtet. Beteiligt waren rund 80 Fachleute beider Länder, so aus zahlreichen Sozialeinrichtungen, Stiftungen, Bildungseinrichtungen und bilateralen Vereinen.
Zu den ReferentInnen und TeilnehmerInnen gehörten u.a. der Berater des russischen Präsidenten für soziale Fragen, Jevgenij Jurjev, der Erzbischof von Smolensk Panteleimon, im russischen Patriarchat zuständig für soziale Fürsorge, die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, Prof. Barbara John, sowie Prof. Heinz Stapf-Finé von der Alice Salomon-Hochschule für Sozialarbeit.
Erörtert wurden u.a. Wege zur Freiwilligengewinnung, zur Arbeit mit sozial benachteiligten Gruppen und der Organisation sozialer Dienstleistungen durch NGOs. Sichtbar wurden auch kontroverse Vorstellungen u.a. zu Fragen des Familienbildes, zu Patriotismus oder Homosexualität, aber auch zum Begriff der Wohlfahrt selbst.
Außerdem wurde vor Ort im SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit, in den Berliner Werkstätten für Behinderte (BWB) und im Oberlinhaus für Behinderte in Potsdam aktuelle Konzepte sozialer Arbeit präsentiert und diskutiert. Die Konferenz im Roten Rathaus und in der Paritätischen Bundesakademie war ursprünglich von der Projektagentur Con Ventis initiiert und in Kooperation mit der Moskauer Orthodoxen Universität des Heiligen Tichon sowie der Event- und Medienagentur "Glas" vorbereitet worden.
Die Moskauer Veranstalter kamen im November kurzfristig auf den DRA zu und baten ihn um Übernahme der Organisation in Berlin. Partner waren auf deutscher Seite u.a. die Paritätische Bundesakademie mit ihrem Leiter, Prof. Stephan F. Wagner, und der Senat von Berlin. Die Orthodoxe Universität und die Bundesakademie vereinbarten bereits eine Fortsetzung der Kooperation. Die Tagung wurde vom Auswärtigen Amt und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin unterstützt
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