21. Februar 2010
Aufbruchstimmung in Gomel: neue Angebote für Senior/inn/en
Wirtschaftliche Umbrüche und demografische Veränderungen stellen die belarussische Gesellschaft vor große Herausforderungen: Bei einer schrumpfenden Bevölkerung wächst die Anzahl der älteren Menschen erheblich. Welche Folgen hat dies für die Situation älterer Menschen in Belarus? Welche Rolle spielen Ältere in der Gesellschaft, und wie kann man sie stärker einbinden? Diese und weitere Fragen erörterte die DRA-Projektleiterin Evelyn Scheer bei einem Besuch im belarussischen Gomel vom 2. bis 5. Februar mit den Leiterinnen zweier sozialer Stadtteilzentren sowie mit VertreterInnen verschiedener Behörden und NGOs. Mit diesen Konsultationen begann die Fortsetzung eines von der Stiftung EVZ geförderten DRA-Projekts, das darauf abzielt, ältere Menschen in Gomel für ein ehrenamtliches Engagement zu gewinnen und dauerhaft zu motivieren. An der Reise nach Gomel nahm auch Jana Berwig vom Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. teil, die in Berlin den ehrenamtlichen Großelterndienst KIKON leitet. Sie stellte das Projekt auf einem gemeinsam mit der DRA-Partnerorganisation „Soziale Projekte“ veranstalteten Seminar interessierten Organisationen und Freiwilligen vor. Die Idee, auch in Gomel einen ehrenamtlichen Großelterndienst zu initiieren, stieß auf lebhaftes Interesse, besonders bei älteren Freiwilligen, die so ein Gefühl von der in Gomel unter älteren Menschen herrschenden Aufbruchstimmung vermittelten. Zwar war man sich darin einig, dass die Umsetzung nicht einfach sein wird, doch konnten während des Seminars erste Vorschläge gesammelt und die weitere Vorgehensweise geplant werden.
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