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17. August 2011

7.9., 18.30 Uhr: Podiumsdiskussion zu Sport und Ökologie bei Olympia in Sotschi 2014 im Bundestag

 

Am Mittwoch, den 7.9., 18.45-22 Uhr, findet ein öffentliches Fachgespräch im Deutschen Bundestag zum Thema „Olympische Spiele in Sotschi 2014 – ein Sportgroßereignis als Belastungsprobe für Mensch und Natur“ statt (Paul-Löbe-Haus, Raum PLH E.800). Veranstalter sind die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Grüne und der DRA.

Prof. Martin Nolte (Universität Kiel) spricht einleitend über „Die Vergabekriterien des IOC und den staatlichen Einfluss auf sportliche Großereignisse“. Anschließend berichten die russischen Umweltexperten Suren Gazaryan (Ökologische Wacht am Nordkaukasus, Krasnodar) und Michail Kreindlin (Greenpeace Russland, Moskau) sowie die sportpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Viola von Cramon, über Umweltrisiken und bereits eingetretene Schäden durch Olympiabauten rund um die Küstenstadt Sotschi und im Westkaukasus, den Russland als Weltnaturerbe registrieren lassen will. Zugeleich diskutieren sie mögliche Reaktionen sowie alternative Entwicklungspotentiale der Region.

Moderation: Stefan Melle (DRA)
Begrüßung:  Josef Winkler (MdB, B90/Grüne)
Fazit: Daniela Wagner (MdB, B90/Grüne).

Im Anschluss laden die Veranstalter zu einem kleinen Empfang.

Wichtiger Hinweis

Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie Ihren Personalausweis, Pass oder ein gleichwertiges Ausweisdokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist bis zum 01.09.2011 erforderlich.


Die Anmeldung ist möglich unter: 

www.gruene-bundestag.de/cms/termine/dok/388/388570.olympische_spiele_in_sotschi_2014_ein_sp.html

Um was es geht

(aus der Einladung der Fraktion Bündnis90/Grüne)

"Die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach Sotschi im Jahr 2014 stellt die Region im Nordkaukasus vor große ökologische und gesellschaftspolitische Herausforderungen. Zuletzt hatten Münchens Bewerbung als Austragungsort der Olympischen Winterspiele für das Jahr 2018 und die Wahl Pyoengchangs Fragen nach Vergabekriterien und -konsequenzen für Olympische Spiele aufgeworfen.

Schon seit der Bekanntgabe der Bewerbung Sotschis haben sich verschiedene Interessengruppen formiert, die auf die Umweltbelastungen für die Region hingewiesen haben. So sollte ein großer Teil der völlig neu zu errichtenden Wettkampfstätten in dem Nationalpark Grushevny Mountain Ridge Platz finden. Die Verwirklichung dieser fundamentalen Fehlplanung wurde von Greenpeace Russland zwar verhindert, trotzdem wurde im Jahre 2009 ein Gesetz erlassen, das eine großflächige Abholzung des örtlichen Waldbestandes und die Umsiedlung von Bewohnern der Region ermöglicht. Offenbar wird dort vehement versucht, eine aus ökologischen, infrastrukturellen und bevölkerungspolitischen Gründen ungeeignete Region zum Austragungsort eines sportlichen Großereignisses zu machen. Diese Praxis muss in mehrerlei Hinsicht kritisch hinterfragt werden:

Mit welchen konkreten Belastungen muss der Nordkaukasus noch rechnen? Wer ist eigentlich Profiteur und wer Verlierer der Entscheidung für Sotschi? Wonach richten sich die Vergabekriterien seitens des IOC und wie viel Spielraum besitzen staatliche Akteure nach der Entscheidung für einen bestimmten Austragungsort? Welche Konsequenzen erwachsen aus der Vergabepraxis des IOC für andere Bewerberstädte?  Wie können ökologisch und gesellschaftspolitisch nachhaltige Konzepte für Sportgroßereignisse auch von deutscher Seite unterstützt werden? Welche Aufgabe kann und soll die Bundesregierung dabei übernehmen?"

 


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