29. Mai 2012
5.6., 19 Uhr, Volksbühne Berlin: Russische Künstler über ihre Visionen für ein neues Russland
Gespräch / Lesung / Film / Intervention - im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro.
Russisch/Deutsch mit Konsekutivübersetzung
Gäste:
Alina Rudnitskaya, Dokumentarfilmerin, St. Petersburg
Elena Yaichnikova, Kuratorin und Kunstkritikerin, Moskau
Katja Petrowskaja, Journalistin und Autorin, Berlin und Kiew
Dmitry Golynko, Dichter und Wissenschaftler, St. Petersburg
Alexander Formosov, Historiker und Aktivist, Berlin und Moskau
Moderation: Katharina Raabe, Suhrkamp Verlag
Kurzbeschreibung
Die Proteste anlässlich der letzten Wahlen in Russland haben viele Beobachter überrascht. Nach der Rückkehr Vladimir Putins in das Präsidentenamt bleibt die Frage, wie es weiter geht, vor allem für viele junge Russinnen und Russen aktuell: Stehen weitere Jahre der Stagnation bevor oder markiert die Protestbewegung den Aufbruch in eine offenere Gesellschaft? Übernimmt die junge Generation nun Verantwortung? Was motiviert sie? Welche Antworten jüngere Künstlerinnen und Künstler geben, welche Geschichten sie über die Gegenwart erzählen und welche Zukunftsbilder sie entwerfen, soll gemeinsam mit einigen von ihnen vorgestellt werden.
Hintergrund
Nach Jahren des politischen Stillstands scheint eine neue Dynamik die russische Gesellschaft erfasst zu haben und insbesondere die jüngere Generation zu mobilisieren. Auch wenn Vladimir Putin aufgrund fehlender ernstzunehmender Gegenkandidaten die Präsidentschaftswahl im März 2012 gewonnen hat, besteht die Hoffnung, dass die russische Öffentlichkeit ihre Rechte zukünftig aktiv einfordern und für einen neuen Gesellschaftsvertrag streiten wird.
Viele Künstler und Kulturschaffende wurden im Rahmen der jüngsten Protestbewegung politisiert und nicht wenige haben erstmals öffentlich Position bezogen. Waren die meisten in der Vergangenheit um eine größtmögliche Distanz zur Politik bemüht, so bekennt man sich nun zur Opposition und wird aktiv.
Gemeinsam mit jungen russischen Künstler wollen wir daher über die politische Dimension ihrer Kunst sprechen und sie dazu befragen, welche Visionen sie für ihr Land und ihre eigene Zukunft haben und welche Rolle die Kunst in diesem Zusammenhang spielt.
Veranstalter:
inter:est Kulturprojekte
Kooperationspartner
Heinrich Böll Stiftung
Zusammenarbeit
DRA - Deutsch-Russischer Austausch e.V.
n-ost – Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung
Förderung
Berliner Künstlerprogramm des DAAD – Deutscher Akademischer Austausch Dienst