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29. Juni 2012

Jugend- und Familienhilfe: Berliner Fachkräfte in Ischevsk

 

Im Rahmen des jährlichen Fachkräfteaustauschs, den der DRA in Kooperation mit dem Jugendministerium Udmurtiens durchführt, besuchte vom 17.-24. Juni eine von Holger Löbell (DRA) geleitete Expertengruppe aus Berlin die Hauptstadt der russischen Teilrepublik.

Nach Ischevsk fuhren dieses Mal, gemäß den vereinbarten Kooperationsthemen, Richard Meißner, Koordinator der therapeutischen Wohngruppe »Koralle«, Jochen Gollbach, Leiter der Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf, Ursula Röhr, Leiterin des Projekts »Arbeit statt Strafe« des Berliner Trägers »Mittendrin in Hellersdorf e.V.«, sowie die Sozialpädagogin Helga Thalhammer von der »Initiative für Berliner Einzelfall- und Familienhilfe e.V.«. Alle vier nahmen erstmals am Fachkräfteaustausch zwischen Berlin und Udmurtien teil.

In Ischevsk konnten sie sich bei verschiedenen Trägern der Jugendhilfe mit den dortigen KollegInnen über ihre Arbeit austauschen und Einblicke in die Jugend- und Sozialarbeit in Russland gewinnen. Zu den Neuerungen der russischen Seite gehört die Einführung eines Programms für die Betreuung straffälliger Jugendlicher durch Ehrenamtliche. Dem gegenüber stand jedoch, viel diskutiert, ein in Ischevsk ebenfalls besuchtes quasimilitärisches Erziehungslager, in dem solche Jugendliche nicht zuletzt für die Armee vorbereitet werden.

Der Gegenbesuch von fünf russischen Fachkräften dieses Arbeitsbereichs sowie des udmurtischen Jugendministers Vladimir Solovjov in Berlin ist für Ende Oktober 2012 vorgesehen. Der begonnene Dialog soll dann insbesondere bei Treffen in den vier Einrichtungen fortgesetzt werden, die dieses Mal MitarbeiterInnen nach Ischevsk entsandten. Der Fachkräfteaustausch wird von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin unterstützt.


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